_20211010_ECN_ECK_022_11_4c_2
+
Da schlägt’s an der Bande ein: Ex-Teufel Denis Shevyrin (links, Kassel) und Tobias Wörle spielen mit vollem Einsatz.

Derby-1:3

  • VonRedaktion
    schließen

(mn). Der EC Bad Nauheim ist am vierten Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga 2 erstmals leer ausgegangen. Vor 3000 Zuschauern - das Colonel-Knight-Stadion war damit am Sonntag unter Pandemie-Beschränkungen »ausverkauft« - unterlagen die Roten Teufel den Kassel Huskies mit 1:3 (0:1, 0:1, 1:1). Im kleinen Hessen-Derby ist erst in der Schlussphase - nach dem 1:

2-Anschlusstreffer durch Tristan Keck (47.) - der Funke vom Eis auf die Ränge übergesprungen.

Die Hausherren fanden gegen die defensiv kompakt und mit hoher personeller Qualität stehenden Nordhessen zwei Drittel lang nur selten einen klaren Abschluss, konnten Schlussmann Jerry Kuhn nicht wirklich prüfen und leisteten sich eben zwei Fehler zu viel, die von den Gästen effektiv bestraft wurden. »Wir haben gegen technisch starke Teufel 60 Minuten konstant gut defensiv gespielt«, sagte Huskies-Trainer Tim Kehler, während Lange resümierte: »Ich kann den Jungs nichts vorwerfen, sie haben Tempo gemacht, alles umgesetzt. Hier und da hat ein bisschen das Glück gefehlt.«

63 Sekunden vor dem Ende war es im Kurpark dann doch einmal so richtig laut geworden. Bad Nauheim bekam die dritte Powerplay-Möglichkeit des Abends. Nur vier Sekunden später rutschte der Puck zum dritten und damit entscheiden Mal über die Torlinie der Roten Teufel - 1:3. Das war’s dann für diesen Eishockey-Abend.

Zwei Drittel lang rieb sich Bad Nauheim an der Abwehr der Huskies auf, hatte optisch mehr vom Spiel, konnte aber keine wirkliche Torgefahr ausstrahlen. Die Huskies - am Freitag sechsmal von den Löwen Frankfurt bezwungen - lauerten vorne auf ihre Chancen, waren kaltschnäuzig. Jake Weidner hatte noch Zeit, den Puck von der Rück- auf die Vorhand zu legen und nutzte gleich die erste Möglichkeit. Dem zweiten Tor durch Corey Trivino (31.) war ein Abpraller vorausgegangen - sogenanntes Scheibenglück, das Bad Nauheim eben nicht hatte.

Zum Schlussabschnitt hatte Lange auf den Mittelstürmer-Positionen rotiert, was durchaus frischen Wind brachte. Mick Köhler musste sich im ersten Abschnitt behandeln lassen, Taylor Vause wurde im zweiten Durchgang nach jeder Eiszeit physiotherapeutisch betreut. Trotz kleinen Kaders - Nikonoar Dobryskin hatte wenig und Leon Köhler keine Eiszeit - hielt Bad Nauheim im Schlussdrittel das Tempo hoch. Ein Zwei-auf-eins-Break wurde ebenso wie ein Drei-gegen-eins-Konter wenig später schlampig ausgespielt. Schließlich nutzte Keck ein Eins-gegen-eins-Duell mit Kuhn zum Anschluss. Jetzt stellte sich Derby-Feeling ein, zum Ausgleich reichte es nicht mehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare