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Trainer Frederik Weinecker gibt die Richtung beim TSV Lang-Göns vor. Und das Ziel ist klar, es zählt nur der Klassenerhalt in der Gruppenliga.

Der Kampf um den Liga-Erhalt

  • VonPeter Froese
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(fro). Mit drei Siegen, vier Unentschieden und vier Niederlagen war der TSV Lang-Göns als Aufsteiger respektabel in das Abenteuer Fußball-Gruppenliga gestartet, ehe die Elf von Trainer Frederik Weinecker wie alle anderen Amateurfußballer vom Coronavirus ausgebremst wurde. Bei den Grün-Weißen ist man stolz darauf, anderen Vereinen aus der Region durch den Aufstieg in die Gruppenliga den Rang abgelaufen zu haben und will nun alles daransetzen, diese Position zu bewahren.

Der TSV startet am kommenden Sonntag (15 Uhr) mit dem Gastspiel beim SV Emsdorf in die Spielzeit 2021/2022.

Aktuelle Situation: »Wir haben die Pandemie noch nicht hinter uns gelassen und die vierte Welle wird sich früher oder später einstellen. Die Olympischen Spiele in Tokio, die Fußball-Europameisterschaft mit Spielorten in vielen Ländern und das Urlaubsverhalten erschweren die Situation, bei der wir noch nicht genau wissen, wie es kommen wird. Ich hätte gerne eine verkürzte Saison oder eine Variante, die man leichter abbrechen könnte, gespielt«, hat Frederik Weinecker eine klare Meinung. Die Einnahmeausfälle der vergangenen Monaten seien aus seiner Sicht für den TSV leichter als für andere Vereine zu verkraften gewesen. »Beim TSV werden den Spielern keine Festgehälter gezahlt und Dank der großen Jugendarbeit trägt sich der Verein im Gesamten ganz gut«, so Weinecker. Der TSV-Trainer hatte versucht, seine Spieler über Videotraining fit zu halten. Dies gehe aus seiner Sicht aber nur bis zu einem bestimmten Punkt gut, denn dann brechen die Spieler weg.

Kommen/Gehen: »Mit Daniel Träger, den es beruflich nach Köln gezogen hat, haben wir einen guten Spieler und feinen Kerl verloren, der den TSV in den letzten Jahren geprägt hat. Tim Horvat konnte sich in den wenigen Spielen, die zur Verfügung standen, nicht durchsetzen, sodass wir uns im Guten getrennt haben«, sagt Weinecker. Mit Jan Heep, der als zentraler Stürmer mit viel Kraft und Spielintelligenz ausgestattet ist, und Cemil Kurt, der als laufstarker Außenstürmer in allen möglichen Spielklassen gezeigt hat, dass er die Bude treffen kann, haben sich die Grün-Weißen vor allem in der Offensive verstärkt. Zudem steht Betim Omura, der in der vergangenen Spielzeit aufgrund muskulärer Probleme kaum Einsatzzeiten hatte, wieder zur Verfügung. Zahlreiche Eigengewächse drängen nach und werden um ihren Platz in der ersten Mannschaft der Grün-Weißen kämpfen.

Stärken/Schwächen: Das Prunkstück der Langgönser ist die Defensive. Zudem verfügt der TSV über ein gutes, kompaktes Mittelfeld, welches in der Kreisoberliga viele Chancen generiert hatte. »Als Aufsteiger haben wir zunächst das eigene Tor sichern wollen und uns viel mit der Abwehrarbeit beschäftigt. Wir müssen wieder lernen, offensiver und mutiger zu spielen und die Durchschlagskraft im Angriff zu verbessern«, wünscht sich Weinecker, der seine Elf als lauf- und kampfstark bezeichnet und den guten Zusammenhalt im Team hervorhebt.

Umfeld/Trainer: Auch hinsichtlich der Unterstützung vonseiten des Vereins ist Weinecker, der in sein zweites Jahr als TSV-Trainer geht, voll des Lobes. »Dies ist ein geordneter, familiär geführter Verein, in dem es immer genügend helfende Hände gibt, wenn es darauf ankommt«, so Weinecker. Mit Jörg Fuchs als Co-Trainer und Georg Hoppe als Trainer der zweiten Mannschaft stimmt sich der 41-Jährige gut ab. »Wir sind alle auf einer Wellenlänge«, so Weinecker.

Prognose: Eine gesamte Saison im gesicherten Mittelfeld wäre der Wunsch von Frederik Weinecker, um alle Spieler in Ruhe entwickeln zu können. Realistischer hält der TSV-Trainer aber einen Kampf um den Klassenerhalt vom ersten bis zum letzten Spieltag. »Wir haben ein knackiges Auftaktprogramm. Es wird eine lange Runde, bei der man sich vielleicht erst am Schluss aus der bedrohten Zone herauskämpfen kann. Wir wollen beweisen, dass unsere guten Spiele keine glücklichen Erfolge waren. Wir werden uns aber nach der Decke strecken müssen, um es jeder Elf so schwer wie möglich zu machen«, sagt Weinecker.

Als Favoriten sieht er den FSV Schröck, den VfB Wetter, den VfL Biedenkopf und den FC Burgsolms - sowie als Geheimfavoriten seinen Ex-Verein, die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen.

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