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In Sinsheim bewahren Marco Boras (l.) und Ali Ibrahimaj mit ihren Treffern den FC Gießen vor einer Niederlage, am Dienstag sollen gegen die TSG Balingen im Kampf gegen den Abstieg endlich mal wieder drei Punkte her.

FC Gießen

Der FC Gießen will seine Sieglos-Serie beenden

  • Michael Schüssler
    VonMichael Schüssler
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Englische Woche in der Fußball-Regionalliga Südwest. Teil zwei steht am Dienstag und Mittwoch an. Bereits heute ist dabei der FC Gießen gefordert, der endlich wieder mal einen Sieg einfahren will.

Am Samstag hat der FC Gießen in der Fußball-Regionalliga Südwest ein am Ende glückliches 2:2 bei der TSG Hoffenheim II erkämpft, doch viel Zeit für Erholung gibt es nicht, denn bereits am Dienstag (18 Uhr) ist die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen erneut gefordert. Im heimischen Waldstadion geht es heute gegen die TSG Balingen.

»Vom Spielverlauf her sind wir mit dem Punkt zufrieden«, sagt Daniyel Cimen angesichts des späten Treffers von Marco Boras zum 2:2-Endstand rückblickend.

Die Ausgangslage: Die Mittelhessen warten nun seit dem 6. März (3:0 gegen den FC-Astoria Walldorf) auf einen Dreier. Zwar konnten die Cimen-Schützlinge immer wieder punkten, doch im Kampf gegen den Abstieg kommt man immer noch nicht wirklich von der Stelle. Gegen die Eyachstädter soll sich das ändern, zumal die kommenden beiden Hürden für den FC Gießen noch höher liegen dürften. Am Samstag geht es zum TSV Steinbach Haiger, am 1. Mai empfängt man Spitzenreiter SC Freiburg II. »Die zweite Halbzeit war gut, Einsatz und Wille haben gestimmt, das stimmt mich optimistisch für das Spiel gegen Balingen«, sagt Cimen, der aber auch die Mängel der ersten Halbzeit nicht verheimlicht: »So dürfen wir uns nicht präsentieren. Aber die Mannschaft weiß genau, um was es geht.«

Die Personalsituation: Cimen kann auf die Kräfte vom 2:2 in Sinsheim bauen. Allerdings plagen sich Milad Salem (Knöchel) und Michael Fink (Pferdekuss) mit Blessuren. »Das muss man sehen, aber ich gehe davon aus, dass sie dabei sind. Wieder ins Training eingestiegen sind Andrej Markovic und Louis Münn, doch die Partie gegen Balingen kommt wohl zu früh. Mit einem »Veilchen« wird zudem Abwehrchef Hendrik Starostzik in die Partie gehen, der in Sinsheim nach rund zehn Minuten nach einem Eckball vom Hoffenheimer Keeper mit der Faust erwischt worden war. »Das war unserer Meinung nach auch ein klares Foul«, ärgert sich Cimen noch ein wenig im Nachhinein. Der Referee sah dies am Samstag anders.

Der Gegner: Die »Feierabendfußballer«, so bezeichnet sich die TSG Balingen, sind eine der großen Überraschungen bislang. Mit 41 Zählern ist man zwar noch nicht aus dem Schneider in Sachen Abstiegskampf, doch die Lage stellt sich ein bisschen entspannter dar als beispielsweise in Gießen. In der Hinrunde trennten sich die Kontrahenten übrigens mit einem 1:1. Ob das ausgefallene Spiel am letzten Freitag gegen den SSV Ulm (Corona-Fälle) ein Vor- oder Nachteil heute für die TSG ist, dürfte mehr als nur unerheblich sein. »Wir schauen ohnehin auf uns«, so Daniyel Cimen. Die Gäste von der Schwäbischen Alb müssen in Gießen auf Plator Gashi aufgrund seiner Coronavirus-Infektion sowie Tim Wöhrle und Marco Gaiser, die sich ebenfalls in Quarantäne befinden, verzichten. Auch der Torschütze aus dem Vorrundenvergleich, Daniel Seemann (Achillessehnenprobleme) wird wohl ausfallen. Felix Heim ist nach Rotsperre wieder dabei.

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