imago1000385323h_080521_4c
+
Treffen heute wieder aufeinander: Der Ulmer Nicolas Jann (l.) und Gießens Zeki Erkilinc. In der Vorrunde gewinnen die Mittelhessen am 20. Januar mit 3:2 bei den Donaustädtern, die sich heute in Gießen revanchieren wollen.

FC Gießen

Der FC Gießen will die richtige Mischung finden

  • Michael Schüssler
    VonMichael Schüssler
    schließen

Ein Heimspiel steht für den FC Gießen am Samstag in der Fußball-Regionalliga Südwest an. Im heimischen Waldstadion wird ab 14 Uhr der SSV Ulm Gegner sein.

Es ist das Ende der englischen Wochen in der Fußball-Regionalliga Südwest für den FC Gießen. Das Heimspiel am Samstag (14 Uhr) im heimischen Waldstadion gegen den SSV Ulm ist die letzte Partie des Dienstag-Samstag-Rhythmus, in der kommenden Woche geht es erst wieder am 15. Mai weiter. Doch der Blick richtete sich beim FC auf die neue Runde. Am Donnerstag hatte Notvorstand Turgay Schmidt in einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass es signifikant gelungen ist, den Schuldenstand zu senken. Von 2,18 Millionen auf 270 000 Euro. »Das ist ein ordentlicher Berg, der da abgebaut wurde, das ist eine positive Entwicklung. Unsere Aufgabe ist es jetzt, eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen«, sagt FC-Trainer Daniyel Cimen bereits mit Blick auf die neue Saison.

Die Ausgangslage: Nach dem Beschluss der Regionalliga Südwest GbR, dass es nur zwei Absteiger geben wird, kann der FC Gießen das Saisonfinale entspannt angehen, denn 16 Punkte Vorsprung auf den FC Bayern Alzenau, der den zweiten Abstiegsplatz einnimmt, sollten mehr als ausreichend sein. Doch die Mainfranken geben sich nicht auf, davon konnte sich der FC Gießen am Dienstag selbst beim 1:1 überzeugen. Nun geht es gegen den SSV Ulm, der durchaus noch Chancen auf die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die 3. Liga hat. »Wir müssen die richtige Mischung finden zwischen Anspannung und Lockerheit«, weiß Cimen, dass von ihm und seiner Truppe nach der GbR-Entscheidung extrem viel Druck genommen wurde. Schenken will man den Donaustädtern freilich nichts: »Wir wollen versuchen, die Punkte in Gießen zu behalten. Natürlich will Ulm so viele Punkte wie möglich holen, auch wenn ich nicht glaube, dass sie Freiburg II noch einholen.« So erwartet Cimen einen Gegner mit »sehr viel individueller Qualität«, gegen den »man viel investieren muss.« Dass die Gießener alles andere als chancenlos sind, haben sie in der Vorrundenbegegnung bewiesen, als sie in Ulm mit 3:2 gewannen. »Wir haben in der zweiten Halbzeit mit viel mehr Mut gespielt. Im Fußball sagt man so schön, wir haben mit Eiern gespielt«, hatte Cimen im Januar nach der Partie gesagt.

Die Personallage: Hier sieht es bei den Mittelhessen nicht wirklich gut aus. Neben den Langzeitverletzten fallen nun auch auf jeden Fall Tim Korzuschek (Sprunggelenksverletzung) und Ryunosuke Takehara (5. Gelbe Karte) aus. Offen sind zudem die Einsätze von Johannes Hofmann, Louis Münn (beide Oberschenkelprobleme) und Gabriel Weiß (Verdacht auf Gehirnerschütterung). »Gegen Alzenau hatten wir insgesamt 18 Spieler im Kader, nun noch 16«, sagt Cimen. Sollten zudem die erwähnten angeschlagenen Spieler auch noch passen, dann wird es sehr eng für die Mittelhessen.

Der Gegner: Der SSV Ulm gewann am Dienstag mit 2:0 in Pirmasens und belegt Rang fünf mit 63 Punkten. Allerdings hat der Verein aus Baden-Württemberg zwei Spiele weniger absolviert als Ligaprimus SC Freiburg II, der es auf 79 Zähler bringt. Die Chancen sind zwar auf den ersten Blick nicht wirklich gut, doch vielleicht leisten sich die Breisgauer ja doch noch eine Schwächephase. Der Rückstand in Sachen Spiele beim SSV Ulm ist auf eine Quarantäne nach positiven Corona-Tests zurückzuführen. Im ersten Spiel nach der Isolation musste sich Ulm mit einem 0:0 gegen Alzenau begnügen, ehe der Erfolg in Pirmasens folgte. Nun folgt das dritte Auswärtsspiel in Folge für die Mannschaft von Trainer Holger Bachthaler in Gießen. Mit dem FC hat der SSV noch eine Rechnung offen. In der Hinrunde gewannen die Mittelhessen am 20. Januar mit 3:2 bei den »Spatzen« und bereiteten Trainer Daniyel Cimen ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare