Dennis Schlecht ist Matchwinner für Wieseck

(fro) Durch zwei späte Tore ihres Liberos Dennis Schlecht kam die TSG Wieseck am Samstag zu einem 4:3-Erfolg über Viktoria Kelsterbach und bleibt das einzige ungeschlagene Team der Verbandsliga Mitte. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Nach vier Unentschieden in Folge war dieser Sieg wie eine Erlösung. Das muss nun der Impuls für eine Leistungssteigerung in den kommenden Spielen sein", erklärte TSG-Trainer Achim Mohr.

(fro) Durch zwei späte Tore ihres Liberos Dennis Schlecht kam die TSG Wieseck am Samstag zu einem 4:3-Erfolg über Viktoria Kelsterbach und bleibt das einzige ungeschlagene Team der Verbandsliga Mitte. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Nach vier Unentschieden in Folge war dieser Sieg wie eine Erlösung. Das muss nun der Impuls für eine Leistungssteigerung in den kommenden Spielen sein", erklärte TSG-Trainer Achim Mohr.

Dies wird auch notwendig sein, denn der zweite Saisonsieg der Gießener Vorstädter muss als glücklich eingestuft werden. In der ersten Halbzeit wurde den Zuschauern lange Zeit fußballerische Magerkost geboten. Die TSG leistete sich viele Fehler im Spielaufbau. Es fehlte an Spielwitz und echten Gelegenheiten, um das Gästetor in Gefahr zu bringen. Das Spiel nahm erst kurz vor der Pause an Fahrt auf. TSG-Keeper Tobias Walden parierte einen Schuss von Jeffrey Nathaniel mit einer Glanzparade. Franco Jung setzte nach und legte den Ball auf Naimi Said zurück, der das Leder zum 1:0 schoss (42.). Die TSG konnte umgehend ausgleichen. Osman Polat hatte eine Freistoßflanke von Dennis Schlecht auf Marc Zimmer verlängert, der zum 1:1 einschob (43.

). Ein Fehler von Daniel Pitz brachte die Gäste noch vor der Pause erneut in Führung. Dominic Machado legte quer, wo Nathaniel Torwart Walden aus drei Metern zum 2:1 tunnelte (44.). Die TSG präsentierte sich nach diesem Tor wie ein angeschlagener Boxer und rettete sich mit Mühe in die Pause. "Das waren Kindergartentore", spielte Mohr auf den jugendlichen Leichtsinn seiner Abwehr an, der man das Fehlen des gesperrten David Klimek anmerkte.

Nach dem Wechsel tat sich zunächst lange nichts. Bei der TSG war keine ordnende Hand im Mittelfeld zu erkennen. Spielmacher Andreas Klan war bei Robert Brück abgemeldet. So landeten immer wieder lange Bälle im Kelsterbacher Strafraum und wurden von der Viktoria-Abwehr mühelos verarbeitet. Nach einer knappen Stunde Spielzeit bekam die TSG wieder Oberwasser. Niklas Wagner (58.) und Marc Zimmer (59.) konnten zunächst keinen zählbaren Erfolg erzielen. Für den verdienten Ausgleich sorgte Marc Zimmer, der eine Schlecht-Flanke per Kopf zum 2:2 ins kurze Eck setzte (60.

). Tobias Winter verpasste die Führung für die Gießener Vorstädter, als er den Ball nach Pass von Polat knapp am Tor vorbeilupfte (65.). In die Wiesecker Drangphase hinein fiel die erneute Gästeführung. Nelson Delzer konnte eine Flanke von Jung nicht verhindern, so dass Nathaniel nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte - 2:3 (66.). Klan mit einer Volleyabnahme (67.) und Max Schneider, dessen Schuss Gäste-Keeper Dominique Groß aus dem Winkel fischte (78.), hatten zunächst kein Glück im Abschluss.

Achim Mohr beorderte Libero Dennis Schlecht nach vorne und bewies damit ein glückliches Trainerhändchen. Nach einem langen Ball tauchte Schlecht frei vor dem gegnerischen Tor auf und schob zum 3:3 ein (82.). Doch damit nicht genug. Zwei Minuten vor dem Ende kam der "Mann des Spiels" nach einer zu kurzen Kopfball-Abwehr der Viktoria an der Strafraumgrenze erneut an den Ball. Eine kurze Körpertäuschung, ein Schuss - und schon lag der Ball erneut im Netz. Nach dem 4:3 kannte der Jubel im TSG-Lager keine Grenzen. "Die TSG hat verdient gewonnen, weil sie mit wenig fußballerischen Mitteln viel geholt hat", sagte Viktoria-Trainer Lars Isecke.

TSG Wieseck: Walden; Pitz, Schlecht, Delzer, Noske, Schneider, Sebastian Kraft (ab 46. Niklas Wagner), Polat (ab 78. Polat), Klan, Winter (ab 78. Binz), Zimmer.

Viktoria Kelsterbach: Groß; Tschakert, Beckmann, Brück, Sommerfeld, Dias Rodrigues, Machado, May, Said (ab 68. Cosic), Jung, Nathaniel.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Rockel (Schwalmtal). - Zuschauer: 120. - Torfolge: 0:1 (42.) Said, 1:1 (43.) Zimmer, 1:2 (44.) Nathaniel, 2:2 (60.) Zimmer, 2:3 (66.) Nathaniel, 3:3 (82.) Schlecht, 4:3 (88.) Schlecht. - Gelbe Karten: Sebastian Kraft, Delzer, Klan, Polat - Brück, Sommerfeld, Dias Rodrigues, Machado, Cosic.

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