Dechert mit Doppelpack: VfB 1900 3:0 in Schwanheim

(ms/-) Der VfB 1900 Gießen hat am Sonntag in der Verbandsliga Mitte den nächsten Schritt aus der Krise gemacht. Eine Woche nach dem 3:2-Sieg im Mittelhessen-Derby gegen den SC Waldgirmes meisterte die Mannschaft von Trainer Stefan Hassler die Auswärtshürde Germania Schwanheim souverän mit 3:0.

"Das war absolut in Ordnung, ein Start-Ziel-Sieg", sagte Hassler nach der Partie, in der die Schwanheimer nicht den Hauch einer Chance hatten.

Die Mittelhessen erwischten einen Start nach Maß. Gerade mal sieben Minuten waren verstrichen, als man das 1:0 bejubeln durfte. Nach feiner Vorarbeit von Sven Kusebauch war es Hendrik Dechert, der den Gast mit 1:0 in Führung brachte. Beim Treffer stand die Abwehrkette der Schwanheimer ungeordnet, was eine mögliche Abseits-Stellung des Gegners aufhob. Fortan bestimmten die Gießener das Geschehen, ließen Ball und Gegner laufen. Ähnlich wie in der Vorwoche gegen den SC Waldgirmes trumpften die Gäste auf, die durch frühes Angreifen den Schwanheimern den Schneid abkauften. Nach 20 Minuten wurde Sven Kusebauch bedient, der anschließend im Strafraum der Germania gefoult wurde. Es gab Strafstoß, diese Gelegenheit ließ sich Dechert nicht entgehen, der mit dem 2:0 schon für die Vorentscheidung sorgte. Sehr zum Unmut der Gastgeber, die den Elfmeter zumindest anzweifelten. Schwanheim hatte aber noch vor der Halbzeit die Möglichkeit auf den Anschlusstreffer. Kurzzeitig hatte sich auch in der Gießener Defensive Unkonzentriertheit eingeschlichen, doch der Schuss von Frederik Eisbrenner verfehlte sein Ziel.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit kam Manuel Rasiejewski für Dechert ins Spiel, den Hassler nach einer Gelben Karte vom Feld nahm. Und der ehemalige Hessenligaspieler des TSV Eintracht Stadtallendorf fügte sich gleich bestens ein: 60 Sekunden nach dem Wiederanpfiff setzte Rasiejewski Max-Peter Mohr in Szene, der das Ball aus rund 16 Metern zum 3:0 in die Maschen des Schwanheimer Tores setzte. Der VfB 1900 Gießen beschränkte sich anschließend darauf, das Ergebnis zu verwalten. Weitere Offensivaktionen waren auch nicht mehr nötig, denn den Schwanheimern fehlte selbst die Durchschlagskraft für einen Treffer. Angriffe über die Außenbahnen verebbten, weil es den Pässen ins Zentrum an Genauigkeit mangelte. Bei Vorstößen durch die Mitte agierte Gießens weit aufgerückte Innenverteidigung mit Pierre Chabou und Kevin Kaguah souverän. Zudem waren die Gastgeber ab der 56. Minute in Unterzahl, Kertel sah die "Ampelkarte", das machte es den Mittelhessen noch leichter, die verdient die drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnten.

Germania Schwanheim: Alvarez; Cani (ab 58. Nguyen), Heberer (ab 23. Okan), Savoia, Müller, Kertel, Kaneda, Sancak, Eisbrenner, Martin, Bogdanovic (ab 72. Tekin).

VfB 1900 Gießen: Olujic; Ott, Kaguah, Chabou, Özen (ab 75. Schäfer), Dechert (ab 46. Rasiejewski), Vural (ab 70. Riske), Parson, Mohr, Mukasa, Kusebauch.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Hauser (Waldbrunn). – Zuschauer: 100.

Torfolge: 0:1 (7.) Dechert, 0:2 (20.) Dechert (Foulelfmeter), 0:3 (46.) Mohr. – Gelbe Karten: Kertel – Dechert. – Gelb-Rote Karte: Kertel (56.)

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