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Das gilt für die neue Tennis-Saison

  • Sven Nordmann
    VonSven Nordmann
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Zeitplan, Ordnungsgelder, Auf- und Abstiegsregel - wir sagen vor der an diesem Wochenende beginnenden Tennis- Medenrunde, was gilt - Bezirkssportwartin Ute Heupel geht im Interview auch auf die einzige Gefahr für die Saison ein.

Drei Partien wurden vorgezogen bereits am letzten Sonntag ausgetragen, offiziell legt der Tennisbezirk Mittelhessen mit seinen Klassen von Bezirksoberliga bis Kreisliga C nun aber an diesem Wochenende mit der Medenrunde los.

»Alle sind froh, dass sie jetzt spielen können«, sagt Bezirkssportwartin Ute Heupel. Auf die Frage, was einem reibungslosen Ablauf der Medenrunde 2021 konkret entgegenstehen könne, antwortete die erfahrene Ehrenamtlerin: »Corona, sonst nichts. Wir hoffen, dass wir die Saison gut über die Bühne kriegen. Nur, wenn es noch einmal Kontaktbeschränkungen geben sollte, sodass beispielsweise 6er-Mannschaften alle einzeln zum Auswärtsspiel fahren müssten oder keine Doppel möglich sind, ist die Saison gefährdet.«

Im Interview spricht Heupel über den Zeitplan, Abmeldungen, das Aufheben von Ordnungsgeldern und die Auf- und Abstiegsregelung für die bevorstehende Saison im heimischen Tennis.

Frau Heupel, Abmeldungen sind im Jahr 2021 in der Tennis-Medenrunde auf Bezirksebene durchgehend möglich, ohne ein Ordnungsgeld zu befürchten - warum ist das so?

Diese Sonderregelung haben wir wegen Corona eingeführt - wenn plötzlich eine ganze Mannschaft in Quarantäne müsste, ist es nicht angemessen, diese noch dafür zu bestrafen, dass sie nicht spielen kann. Trotzdem lief in der Saisonplanung nun alles gut ab - die Mannschaftsmeldungen vom Dezember 2020 gleichen sich den jetzigen an. Der Spielplan steht seit 5. Juni endgültig. Wir haben im Tennisbezirk Mittelhessen 130 Frauen- und 272 Männerteams - im Jugendbereich sind es 144 Mannschaften. 30 davon haben in den letzten Wochen noch einmal zurückgezogen. Alles hat sich ausgeglichen.

Welche Änderungen in der Wettspielordnung sind sonst von Relevanz?

Wir haben die Ausländerbeschränkung angepasst: EU-Bürger sind mit deutschen Spielern gleichgestellt. Engländer und Schweizer zum Beispiel zählen in der Medenrunde als Ausländer, von denen in einer 6er-Mannschaft zwei und in einer 4er-Mannschaft einer spielen darf.

Im letzten Jahr wurde die Möglichkeit des Mehrfachspielens reichlich ausgenutzt.

Ja, das hat überhand genommen, in allen Bezirken. Alleine im Tennisbezirk Mittelhessen haben letzte Saison 42 Spieler doppelt gespielt, weil wir das erlaubt hatten. Da wurde viel kreuz- und quergespielt. Nun gilt wieder: Gegner und Spielleiter müssen mindestens 24 Stunden vor Spielbeginn über eine Absage informiert werden. Sonst werden für Nicht-antreten der Mannschaft 250 Euro oder für jedes nicht angetretene Einzel oder Doppel 50 Euro fällig. Da mussten wir reagieren.

Wie offen stehen Sie Spielverlegungen generell gegenüber?

Sehr offen! Ich habe beispielsweise überhaupt kein Problem damit, wenn in den Sommerferien gespielt wird. Drei Partien wurden bereits letzten Sonntag ausgetragen. Wir haben im September eng getaktete Spieltage - wenn da Spiele aufgrund von schlechtem Wetter abgesagt werden müssen, rutschen wir in den Oktober - das ist auf Bezirksebene immer schwierig. Deshalb bin ich über jedes absolvierte Spiel froh.

Wie sieht es mit der Auf- und Abstiegsregelung auf Bezirksebene aus?

Die erste Mannschaft steigt auf, die letzte steigt ab. Alles weitere hängt von mehreren Faktoren ab, vornehmlich: Was kommt aus der Gruppenliga runter, wer kommt nach Mittelhessen? In den unteren Bezirksligen gibt es erfahrungsgemäß mehr Absteiger, weil Aufsteiger aus verschiedenen Kreisligen hochkommen. Es gibt aber keine einfache Formel, nach der wir sagen: In einer 8er-Liga steigen automatisch zwei Teams ab. Ich kann da im Vorhinein nicht alle über einen Kamm scheren.

In der Medenrunde gilt das Ritual des gemeinsamen Essens und Trinkens nach der Partie.

Das ist ja alles machbar. Es ist natürlich die Frage, ob ein Verein eine bewirtschaftete Gastronomie besitzt oder das außen selbst bewirtet wird - jede Situation ist anders.

Abschließend: Wie groß ist aus Ihrer Sicht die Vorfreude bei den heimischen Akteuren auf Wettkampf-Tennis im Jahr 2021?

Sehr groß. Meine Erfahrung ist: Alle sind froh, dass sie wieder spielen können. Und bei vielen sorgt die Impfung noch einmal für mehr Leichtigkeit. Sie gehen mit einer anderen Gewissheit auf den Platz.

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