3. Liga Frauen

Das erste Derby seit Jahren

  • VonMarc Steinert
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(mgs). Hessische Mannschaften tummeln sich in der 3. Frauenhandball-Liga ja bekanntlich einige, Mittelhessen-Derbys gab es in den letzten Jahren aber keine. Das ändert sich in Staffel D schon am Samstag (19 Uhr), wenn in der Lumdatalhalle in Rabenau-Londorf die gastgebende HSG Lumdatal und die HSG Kleenheim-Langgöns aufeinandertreffen. Während die Gastgeberinnen vor allen Dingen ein gutes Spiel abliefern, peilen die Kleebachtalerinnen die ersten zwei Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt an.

Die Lumdataler Damen zeigten zum Auftakt bei der favorisierten HSG Gedern/Nidda (16:23) 45 Minuten lang eine starke Leistung und lagen nur mit 11:12 zurück, ehe viele Fehler im Angriffsspiel noch zur deutlichen Schlappe führten. Für Trainer Marcel Köhler wird auch am Wochenende entscheidend sein, wie sich sein Team in der Offensive präsentiert. »Zunächst einmal wollen wir an die Abwehrleistung des Gedern/Nidda-Spiels anknüpfen. Die hat mir gut gefallen. Der Schlüssel wird aber unser Angriffsspiel sein«, glaubt Lumdatals Trainer, der noch ergänzt. »Wir müssen die leichten Fehler verhindern und damit auch Kleenheimer Gegenstöße. Dazu müssen wir ihre Abwehr in Bewegung bringen Es wird entscheidend für den Spielverlauf sein, ob wir das hinbekommen.«

Groß ist zudem die Freude bei den Lumdatalerinnen, endlich wieder ein Heimspiel absolvieren zu können, auch wenn lediglich 120 Zuschauer beim Derby dabei sein dürfen. »Das war schon in Nidda toll, wieder vor so vielen Leuten spielen zu können. Das war schon cool, und die Vorfreude ist heute schon groß auf Samstag«, so Köhler. Ausfallen wird auf HSG-Seite weiterhin Madeleine Müller (Meniskus), Doreen Schlapp ist mit Knieproblemen zumindest fraglich.

Der Saisonauftakt der Sieben von Trainer Marc Langenbach war ebenfalls vielversprechend, denn seine junge Truppe lieferte dem Liga-Topfavoriten Mainz-Bretzenheim lange Zeit Paroli und musste sich über die 15:21-Heimniederlage nicht grämen. »Eine solche Mannschaft mit solchen Einzelkönnerinnen bei nur 21 Toren zu halten, das war schon richtig stark«, so der SGK-Coach im Anschluss.

Die Leistung gegen das Topteam machte Mut, am Samstag sollen daher die ersten Punkte auf der Habenseite verbucht werden. »Wir wollen am Wochenende unseren ersten Sieg einfahren. Wir brauchen uns vor Lumdatal sicherlich nicht zu verstecken. Aber klar ist auch, dass wir sie auf gar keinen Fall unterschätzen dürfen«, betont Langenbach und ergänzt noch, worauf es ankommen wird. »Wie zuletzt müssen wir wieder eine kompakte Abwehr stellen, um in die erste und zweite Welle gehen zu können. Im Angriff dürfen wir nicht überhastet agieren, sondern geduldig, um uns freie Chancen zu erarbeiten.«

Bei Kleenheim-Langgöns hat sich zum Auftakt Tanja Schorradt einen Handbruch zugezogen. »Wie lang sie uns fehlen wird, ist noch völlig offen«, so Langenbach, der aber weiß, dass die Rückraumspielerin zumindest für viele Wochen keine Option darstellen wird.

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