Daniel Kozy schießt die SG Birklar in die Verbandsliga Mitte

(fro) Mit einem 1:0-Erfolg beim FC Turabdin/Babylon machte die SG Birklar am Pfingstsonntag in der Gruppenliga den größten Vereinserfolg ihrer Geschichte perfekt und steigt nach Eintracht Lollar als zweite Mannschaft des Sportkreises Gießen in die Verbandsliga Mitte auf.

(fro) Mit einem 1:0-Erfolg beim FC Turabdin/Babylon machte die SG Birklar am Pfingstsonntag in der Gruppenliga den größten Vereinserfolg ihrer Geschichte perfekt und steigt nach Eintracht Lollar als zweite Mannschaft des Sportkreises Gießen in die Verbandsliga Mitte auf. Damit bereitete die Elf ihrem scheidenden Trainer Achim Mohr ein Abschiedsgeschenk, wie es schöner nicht hätte sein können. Einer der ersten Gratulanten war der Hessische Innenminister Volker Bouffier, dessen Sohn zu dem Aufstiegsteam zählt.Vor dem Jubel stand aber ein hartes Stück Arbeit, denn der FC war nicht gewillt, der SG den noch fehlenden Aufstiegspunkt freiwillig zu überlassen.

Entsprechend engagiert gingen die Hausherren zu Werke und versuchten, die nervösen Gäste mit einem aggressiven Pressing zu überrumpeln. Die SG nahm das Tempo aus dem Spiel und kam so zu ersten Chancen. Daniel Kozy (6.), Labinot Dervishi (8.) und Sven Döring (15.) konnten das Leder aber nicht im FC-Tor unterbringen. Auf der Gegenseite hätte Danho Aydin bei einem 16-Meter-Schuss beinahe von einer Unsicherheit von SG-Keeper Christian Stumpf profitiert (18.

). Efrim Kücükkaplan bereitete Andreas Schneider auf der rechten Seite große Probleme, so dass Achim Mohr frühzeitig umstellte und Michel Eller fortan die Bewachung des FC-Routiniers übernahm. Nun nahmen die Gäste die Zügel wieder in die Hand. Einen Schuss von Sven Döring blockte Samuel Mboe im letzten Moment ab (32.), Sergej Maro scheiterte mit einer Volleyabnahme nach Kozy-Flanke am glänzend reagierenden FC-Keeper Sado Birol (33.), und auch Marco Semmler schaffte es nicht, den Ball per Kopf im gegnerischen Kasten unterzubringen (33.).

Nach dem Wechsel stellte der FC seine Angriffsbemühungen fast komplett ein, so dass sich die SG immer mehr in der gegnerischen Hälfte festbiss. Allerdings fanden die Birklarer kaum einmal eine Lücke gegen die von Michael Malleh und Samuel Mboe gut organisierte Abwehr. Labinot Dervishi (50.) und Sven Döring (52.) konnten erste SG-Chancen des zweiten Spielabschnittes nicht nutzen. Die größte Gelegenheit zur Führung hatte Sturmführer Marco Semmler auf dem Fuß. Nach einer Flanke von Andreas Schneider nahm Semmler den Ball aus vollem Lauf volley und knallte das Leder an den Pfosten (69.). In der 77. Minute wurde Benjamin Gülec wegen wiederholten Foulspiels von der umsichtig leistenden Frauen-Bundesligaschiedsrichterin Sabine Stadler mit der Gelb-Roten Karte vorzeitig zum Duschen geschickt.

Sechs Minuten vor dem Ende folgte der große Auftritt von Daniel Kozy. Mit einem genau getimten Freistoß zirkelte er das Leder an die Unterkante der Latte, von wo dieser zum 1:0-Aufstiegstreffer ins FC-Tor sprang. Nun kannte der Jubel im SG-Lager keine Grenzen mehr. Dass ein Freistoß von Labinot Dervishi in der Schlussminute nur die Latte traf, blieb eine Randnotiz, denn kurz darauf lagen sich die Spieler und Fans des frischgebackenen Verbandsligisten auf dem Rasen jubelnd in den Armen.

SG-Trainer Achim Mohr sagte nach der Partie: "Der FC hat uns nichts geschenkt. Dennoch haben wir verdient gewonnen. Die Führung war nach dem Wechsel nur eine Frage der Zeit. Der Treffer von Daniel Kozy hat bei mir für eine große Erleichterung gesorgt."

FC Turabdin/Babylon: Birol; Gülec, Aydin, Malleh, Mboe, Celik, Masso (ab 73. Demir), Rigelhof (ab 67. Memmarbachi), Uras, Kücükkaplan, Krasniq.

SG Birklar: Christian Stumpf; Eller, Brückmann, Masso, Andreas Schneider, Bez, Kozy (ab 85. Zessin), Döring (ab 86. Paul), Maro (ab 71. Gerlach), Dervishi, Semmler.

Im Stenogramm: Schiedsrichterin: Stadler (Gläserzell). - Zuschauer: 220. - Tor: 0:1 (84.) Kozy. - Gelb-Rote Karte: Gülec (77.) wegen wiederholten Foulspiels (77.).

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