Volles Haus: 820 Zuschauer wollen in Lich das Topspiel sehen. Hier sichert sich Gastgeber-Akteur Yannik Ribbecke (Nr. 13/r. Thomas Neufeld) den Rebound gegen eine Bensheimer Übermacht um Jeremy Ingram (Nr. 10). FOTO: FRIEDRICH
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Volles Haus: 820 Zuschauer wollen in Lich das Topspiel sehen. Hier sichert sich Gastgeber-Akteur Yannik Ribbecke (Nr. 13/r. Thomas Neufeld) den Rebound gegen eine Bensheimer Übermacht um Jeremy Ingram (Nr. 10). FOTO: FRIEDRICH

Dämpfer für Lich

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Die 79:81 (38:40)-Niederlage gegen den Tabellenersten aus Bensheim ist ein herber Dämpfer für die Aufstiegshoffnungen von Lich Basektball in der 2. Regionalliga. Immerhin die Kulisse war erstklassig.

Über 820 Fans hatten sich zum Topspiel eingefunden, darunter Eigengewächs Robin Christen (Rasta Vechta). "Die Atmosphäre war der Wahnsinn", lobt Guard Jermale Jones. Mit zwei wilden Dreiern in der Schlussphase hatte der US-Amerikaner die Licher nochmals hoffen lassen.

Die Ausgangslage war allen auf und abseits des Parketts klar: Nur mit einem Sieg hätten die Wetterstädter ihren Anspruch auf den ersten Rang wahren können. Durch den verlorenen direkten Vergleich gegen Bensheim und mit insgesamt bereits fünf Niederlagen im Kerbholz ist dafür jetzt ein Basketball-Wunder nötig. Der VfL müsste in seinen acht verbliebenen Spielen dreimal stolpern. Lich bräuchte in den noch sieben anstehenden Partien einen perfekten Run. Auch die zweitplatzierten Limburger machten es besser und halten nach ihrem Heimsieg über Bad Bergzabern den Druck auf Bensheim aufrecht.

Hauptproblem der Mittelhessen am Samstagabend war weniger die Defensive, die über weite Phasen standhielt. Allein vorne brachte das Team mit Ausnahme von Jones (33 Punkte) und Ribbecke (21) wenig zustande. Die ersten Zähler gehörten Bensheim, danach etablierten die Hausherren bis zum Viertelende aber eine 22:15-Führung.

Der VfL kam hellwach aus der Pause und erhöhte den Druck. Zur Mitte des zweiten Durchgangs wollten den Lichern keine Punkte mehr gelingen. Erst Moritz Mühlich durchbrach den Bann und verwandelte zum 31:36-Anschluss. Bis zur Halbzeit konnten die Wetterstädter die Partie wieder ausgeglichen gestalten. Nach dem Seitenwechsel war es der bärenstarke Jones, der mit einem Dreipunktspiel für Jubel sorgte. Bensheim blieb unbeirrt und konterte mit einem 10:0-Lauf. In einer von der Defensive geprägten Partie war das der Knackpunkt. Lich steckte nicht auf und blieb bis in die Schlussphase auf Tuchfühlung. Neben Jones’ Hoffnungsstiftern von Downtown zeigten die taktisch gefoulten Gäste Nerven an der Freiwurflinie. Knapp, aber nicht unverdient schaukelte Bensheim den Sieg aber nach Hause und wahrt damit seine Vormachtstellung in der 2. Regionalliga. "Am Ende hat Bensheim den längeren Atem gehabt. Es war eine unfassbare Kulisse, die Halle war unfassbar voll, wofür ich mich bedanken möchte. Nächste Woche belohnen wir uns und die Fans wieder mit einem Heimsieg, daran werden wir hart arbeiten", sagte Trainer Viktor Klassen.

Lich: Ohly, Strack, Kühlhan, Keller (6), Wagner (9), Jones (33), Mühlich (2), Neufeld (2), Ribbecke (21), Rotaru (5), Bölke, Roith.

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