In diese Szene gibt es kein Durchkommen für Erdinc Solak. Der Fernwalder FSV-Akteur erzielt später den Führungstreffer für sein Team. FOTO: FFRIEDRICH
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In diese Szene gibt es kein Durchkommen für Erdinc Solak. Der Fernwalder FSV-Akteur erzielt später den Führungstreffer für sein Team. FOTO: FFRIEDRICH

Fußball

Dämpfer für Fernwald

  • vonGerd Chmeliczek
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Die Erfolgsserie des FSV Fernwald in der Hessenliga ist vom KSV Baunatal gestoppt worden. Die Bulut-Elf verlor ihr Heimspiel am Sonntag gegen die Nordhessen mit 1:2

Das war ärgerlich", resümierte FSV-Trainer Daniyel Bulut nach dem Spiel. Denn eigentlich sah es lange Zeit nach einem Unentschieden auf dem Kunstrasenplatz in Steinbach aus. Weiterer Wermutstropfen: Lucas Burger verletzte sich bei einem Zweikampf am Fuß und musste ausgewechselt werden.

13 Punkte hatten die Fernwalder aus den vergangenen fünf Partien geholt - eine Serie, die sie gegen die Baunataler ausbauen wollten. Die Gastgeber fanden auch besser ins Spiel und kamen in der 13. Minute zur ersten großen Chance des Spiels. Mirko Freese steckte auf Nicolas Strack durch, doch der Stürmer, der am Mittwoch im Derby gegen Waldgirmes noch einen Dreierpack erzielt hatte, traf frei vor dem Baunataler Keeper Bielert nur den Pfosten. Nur vier Minuten später prüfte Brian Mukasa den KSV-Schlussmann mit einem Distanzschuss.

Bis dahin präsentierten sich die Baunataler im Angriff harmlos. Nach und nach fanden sie jedoch besser ins Spiel und gaben auch in der Offensive erste Lebenszeichen von sich. Es dauerte jedoch bis zur 36. Minute, als Kardovic FSV-Torhüter Mustafa Yaman mit einem Schuss aus 16 Metern zu dessen erster Parade des Tages zwang. Nur zwei Minuten später musste sich Yaman mächtig strecken, um eine verunglückte Kopfballabwehr von Mitspieler Kevin Kaguah noch über die Latte zu lenken. Torlos ging es in die Pause.

Nach Wiederanpfiff sahen die 100 Zuschauer (corona-bedingte Obergrenze) zunächst eine weitere Chance für die Gäste: Springer tauchte frei an der Strafraumgrenze auf, sein Schuss klatschte jedoch an den Pfosten. Und während die Baunataler dieser Möglichkeit noch nachtrauerten, drang Nicolas Strack im direkten Gegenzug in den KSV-Strafraum ein. Nach einem Zweikampf mit Borgardt ging er zu Boden und Schiedsrichter Reisert zeigte - auch auf Hinweis seines Assistenten - auf den Elfmeterpunkt (52.). Erdinc Solak nutze die Gelegenheit und traf sicher zum 1:0.

Doch die Führung der Gastgeber sollte nicht lange halten: Zehn Minuten später kombinierten sich die Bauntaler durch das FSV-Mittelfeld. Der Ball landete schließlich bei Üstün, dessen Schuss auf Höhe des 16-Meter-Ecks noch leicht abgefälscht wurde und so unhaltbar für Yaman im FSV-Tor landete (62.).

Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf im Großen und Ganzen entsprochen, doch in der 81. Minute drehte sich das Blatt zugunsten der Baunataler: Nach einer Rangelei rund 20 Meter vor dem Tor entschied der Schiedsrichter gegen Nicolas Strack und auf Freistoß für die Baunataler. Es folgte der Auftritt von Patrick Krengel. Der KSV-Akteur hob den Ball über die Mauer und in die Maschen zum 2:1 (81.) für den Gast.

Die Fernwalder drängten nun auf den Ausgleich und wären in der Nachspielzeit fast noch belohnt worden. Doch ein Kopfball von Louis Goncalves strich knapp am Gehäuse der Baunataler vorbei.

"Eigentlich ein klassisches Unentschieden", sagte Bulut zur Partie. Keine Mannschaft habe den Sieg so richtig verdient gehabt. "Der Freistoß vor dem 1:2 darf nicht passieren", ärgerte sich der FSV-Coach, der hofft, dass sich Lucas Burger nicht schwerer verletzt hat.

FSV Fernwald: Yaman; Kaguah, Burger (ab 77. Ademi), Bender, Freese (ab 63. Richter), Goncalves, Solak, Strack, Mukasa (ab 84. Friedrich), Hendrich, Goebel.

KSV Baunatal: Bielert; Üstün (ab 69. Guel), Pforr, Schäfer, Schrader (ab 63. Sattorov), Kardovic, Berninger-Bosshammer, Springer (ab 84. Moeller), Blahout, Borgardt, Krengel.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Reisert (Rödermark). - Zuschauer: 100. - Torfolge: 1:0 (51.) Solak, 1:1 (62.) Üstün, 1:2 (81.) Krengel. - Gelbe Karten: Burger, Strack, Mukasa - Schäfer, Üstün.

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