Bedrängt wird Ardian Krasniqi (r.), der beim 2:1-Sieg der SG Rüddingshausen/Londorf einen Treffer erzielt, von dem Gemündener David Scherer.	FOTO: NAL
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Bedrängt wird Ardian Krasniqi (r.), der beim 2:1-Sieg der SG Rüddingshausen/Londorf einen Treffer erzielt, von dem Gemündener David Scherer. FOTO: NAL

Fußball

Corona-Sorge: Klubs treten nicht an und werden bestraft

  • Markus Konle
    vonMarkus Konle
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  • Roland Stamm
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In der Kreisliga A Alsfeld/Gießen treten die SG Groß-Eichen/Atzenhain und die FSG Ohmes/Ruhlkirchen wegen der rasant gestiegenen Corona-Zahlen nicht an und werden bestraft.

(kus/rol). Absagen prägten das Bild des zwölften Spieltags in der Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen. So führten Corona-Verdachtsfälle zur Absage der beiden Partien FSG Kirtorf - FSG Queckborn/Lauter und TV/VfR Groß-Felda - SG Appenrod/Maulbach. Zwei weitere Begegnungen kamen außerdem nicht zur Austragung: So wurde den kurzfristigen coronabedingten Verlegungswünschen der SG Groß-Eichen/Atzenhain (gegen den SV Nieder-Ofleiden) und der FSG Ohmes/Ruhlkirchen (gegen die Spvgg. Mücke) nicht entsprochen und sorgten bei beiden gastgebenden Vereinen, die nicht antraten, für Unverständnis. Nach den Worten von Kreisfußballwart Frank Heller werden die beiden Partien jeweils mit 3:0 für Nieder-Ofleiden und Mücke gewertet und wegen Nichtantretens werden beide Klubs bestraft. »Ich habe auch Regeln, an die ich mich zu halten habe«, sagte Heller, der aber auch Verständnis für die SG Groß-Eichen/Atzenhain und die FSG Ohmes/Ruhlkirchen aufbrachte und sich dafür einsetzen möchte, dass die Strafen »verträglich« ausfallen. Beide Klubs wollten wegen der rasant gestiegenen Corona-Zahlen nicht spielen. »Aufgrund der hohen Zahlen in Mücke ist uns das Risiko einfach zu hoch. Spieler und Vorstand haben gemeinsam einen Nichtantritt für sinnvoller gehalten«, erklärte Abteilungsleiter Frank Schuch von der FSG Ohmes/Ruhlkirchen. Wie der Groß-Eichener Fußballabteilungsleiter Timo Mehlberg auf Anfrage mitteilte, hatten die Vorstände des TSV Groß-Eichen und des SV Atzenhain sowie der SG-Spielausschuss am Freitagabend beschlossen, aufgrund der hohen Inzidenz-Zahlen und der Fürsorgepflicht gegenüber Spielern, Betreuern, Vereinsmitgliedern und Zuschauern den Trainings- und Spielbetrieb zu unterbrechen. Mehlberg: »Wir folgen mit unserer Entscheidung auch den Vorgaben der Politik, die dazu rät, unnötige Reisen und Kontakte zu vermeiden.« So sieht es auch der 1. Vorsitzende des SV Atzenhain, Daniel Seim, der »nicht nachvollziehen kann, den Spieltag anzusetzen und die Situation nicht wöchentlich neu zu bewerten«. »Außerdem«, so Seim, »sollen wir jetzt dafür bestraft werden, vernünftig und rational gehandelt zu haben«.

Kreisfußballwart Heller sagte, dass er kurzfristig ein Meinungsbild bei allen Vereinen aus dem Fußballkreis einholen werde. »Wenn die Mehrheit der Vereine für eine Unterbrechung der Saison ist, werde ich mich dafür einsetzen.« Auch die FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein hatte um Verlegung gebeten, der die FSG Alsfeld/Eifa aber nicht zustimmte. Die Dreierspielgemeinschaft hatte zuvor auf eine Absage durch den Verband gehofft, trat aber schlussendlich an.

Es wurde aber auch Fußball gespielt. So bleiben die FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II (1:2 gegen FSG Laubach) sowie Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein (1:4 gegen FSG Alsfeld/Eifa) auch weiterhin ohne Siege. Coach Michael Krause von der FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein trat nach dem Spiel von Traineramt zurück.

FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II - FSG Laubach 1:2 (1:0): Die Heimelf dominierte die erste Halbzeit und kam nach dem Kopfballtor, das Moritz Herburg nach einer Ecke schon nach neun Minuten erzielte, zu zahlreichen hochkarätigen Torchancen. Nach der Pause traten die Laubacher dann als das bessere Team auf, ohne dabei aber zu dominieren. Das reichte allerdings, um durch Flori Müller, dessen Schuss länger und länger wurde, zum 1:1 auszugleichen (62.). Das machte der Truppe von Holger Wagner nun Appetit auf mehr. Aber auch die Heimelf kam nun wieder zu Chancen. Dennoch führte ein unglücklicher, zugleich aber auch berechtigter Handelfmeter zum 2:1, das Julian Vogeltanz gelang (86.). Nun warfen die Gastgeber alles nach vorne, der Ausgleich gelang aber nicht mehr.

SG Treis/Allendorf II - SV Harbach 3:3 (2:1): In einem hektischen Kampfspiel, das von beiden Seiten mit Haken und Ösen betrieben wurde, kam die SG durch Noah Bergmann Franke zur 1:0-Führung (25.), die der SVH durch Tobias Breuer postwendend ausgleichen konnte (27.). Noch vor der Pause war es wiederum Bergmann Franke, der die erneute Führung für die Heimelf erzielte (43.). In der Folge hielt der Gastgeber stand und kassierte erst spät den 2:2-Ausgleich, der André Lense gelang (80.). In der siebenminütigen Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst sorgte der Harbacher André Möstl für das 3:2 bzw. die erstmalige Gästeführung (90.+5), ehe Philipp Freese für die alles nach vorne werfende Heimelf nur zwei Minuten später der 3:3-Endstand gelang.

FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein - FSG Alsfeld/Eifa 1:4 (0:1): Personell arg gebeutelt, versuchte die Heimelf, dagegenzuhalten. Insgesamt trat der Gast feldüberlegen auf und kam schon in der achten Spielminute durch Patrick Drozd zur 1:0-Führung. Kurz nach Wiederanpfiff wehrte Gästekeeper Sören Wessel einen Schuss von Marcel Haustein noch ab, war gegen den Nachschuss von Dennis Semmler zum Ausgleich aber machtlos (49.). Danach war der Gastgeber drauf und dran, das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen. Doch nach Torchancen auf beiden Seiten landete ein Eckball bei Pierre Happel, der zum 2:1 für den Aufsteiger traf (63.). Jetzt stellte die gastgebende Elf auf Dreierkette um, kassierte aber noch zwei weitere Treffer durch Mirko Bambey (84., 88.).

SG Rüddingshausen/Londorf - TSV Burg-/Nieder-Gemünden 2:1 (2:1): Die Heimelf startete gut in diese umkämpfte Partie. Einen Torwartfehler auf Gästeseite nutzte Frederik Groß zur 1:0-Führung (8.). Nur drei Minuten später tankte sich Mannschaftskollege Ardian Krasniqi durch die TSV-Abwehr und erhöhte auf 2:0. Gästespieler Jonas Repp verkürzte auf 1:2 (22.). In der Folge und insbesondere in der zweiten Halbzeit kam der TSV noch zu Torchancen, aber nicht zum Ausgleichstreffer.

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