Gleich die erste Länderspielreise von Handball-Bundestrainer Alfred Gislason wird von einem positiven Corona-Fall überschattet. FOTO: DPA
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Gleich die erste Länderspielreise von Handball-Bundestrainer Alfred Gislason wird von einem positiven Corona-Fall überschattet. FOTO: DPA

Corona-Fall im Nationalteam

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(dpa/sno). Gleich die erste Länderspielreise der deutschen Handballer während der zweiten Pandemie-Welle wird vom positiven Test eines Nationalspielers überschattet. Etwas mehr als 24 Stunden nach dem 35:23-Sieg in der EM-Qualifikation in Tallinn gegen Estland wurde ein Akteur der DHB-Auswahl positiv auf das Coronavirus getestet, wie der Deutsche Handballbund (DHB) am Montagabend mitteilte.

Zum DHB-Tross zählte auch der Torhüter des heimischen Bundesligisten HSG Wetzlar, Till Klimpke. Der Verband empfahl, dass alle unmittelbaren Kontaktpersonen vorerst nicht am Trainingsbetrieb in ihren Vereinen teilnehmen. "Weitere Erkenntnisse gibt es heute nicht", erklärte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp auf Nachfrage. Wie es nun weitergehe, entscheide sich am Dienstag. "Till trainiert vorerst nicht und bleibt in freiwilliger Quarantäne."

Der betroffene positiv-getestete Nationalspieler habe sich in Isolation begeben und weise derzeit keinerlei Symptome auf, einen Namen nannte der DHB nicht. Dabei steht schon an diesem Mittwoch der nächste Spieltag in der Bundesliga an - und im deutschen Nationalteam hatten diesmal ausschließlich Bundesliga-Profis gestanden.

Der positiv getestete Spieler hat sich bereits gestern einem Nachtest unterzogen, dessen Ergebnis am Dienstag erwartet wird. Anschließend will der DHB weitere Informationen bekanntgeben. Doch schon jetzt dürfte der positive Test die ohnehin vorhandenen Sorgen im Kreis der Nationalmannschaft verstärken. Kreisläufer Hendrik Pekeler etwa hatte sich schon vor den Partien in Estland und zuvor gegen Bosnien-Herzegowina in Düsseldorf kritisch zur Länderspielwoche geäußert.

"Der Fokus lag wenig auf dem Handball. Wir haben uns nur Gedanken darüber gemacht, dass wir gesund durchkommen", räumte der 29-Jährige schließlich am Sonntag nach dem erfolgreichen Spiel in Estland ein und lobte den DHB, dass er alles für den Schutz der Nationalspieler getan habe. Auch der Verband selbst wies am Montagabend in seiner Mitteilung darauf hin, dass alle Maßnahmen des Hygienekonzeptes eingehalten worden seien. Trotzdem kam es nun zum positiven Test innerhalb der Nationalmannschaft.

Was dies für den extrem eng getakteten Handball-Terminkalender bedeutet, ist noch völlig unklar. In neun Wochen soll die WM in Ägypten stattfinden, auch wenn sie schon vor dem positiven Testergebnis in den Köpfen der Spieler noch kaum eine Rolle gespielt hatte.

"Man weiß nicht, was einen erwartet bei der WM, und man beschäftigt sich auch noch nicht mit dem Gedanken, wie es im Januar aussehen könnte. Jetzt wird erst einmal wieder zwei Monate in der Bundesliga gespielt", sagte Rückraumspieler Julius Kühn.

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