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Angelique Kerber durchlebt ein durchwachsenes Jahr.

Tennis

Busecker trainiert mit Angelique Kerber

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Steven Moneke aus Alten-Buseck lebte jahrelang als Tennis-Profi und arbeitet nun im Busecker Sportpark seines Vaters. Zuletzt wurde er zweimal nach Polen eingeflogen, um Angelique Kerber als Trainingspartner auf die US-Open und die Asien-Tour vorzubereiten.

Ein Busecker trainiert mit Deutschlands bekanntester Tennisspielerin Angelique Kerber: Der 33-jährige Steven Moneke wurde von der dreimaligen Grand-Slam-Siegerin vor den US Open und der vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen Asien-Tour als Hitting Partner nach Polen eingeflogen. Dort trainierte Steven Moneke jeweils mehrere Tage mit Kerber und stand mit ihr Tag für Tag auf dem Hartplatz.

"Natürlich ist das eine Ehre für mich. Mit solch einer erfolgreichen Spielerin trainieren zu dürfen, war gerade zu Beginn etwas surreal", sagt Moneke. Kerber durchlebt ein durchwachsenes Jahr. Nach dem Erstrunden-Aus in New York kam die 31-Jährige beim WTA-Turnier im japanischen Osaka ins Halbfinale, schied kurz darauf bei den China Open in Peking Anfang Oktober dann aber wieder in Runde zwei aus.

Ob Moneke auch in Zukunft für die Vorbereitung auf die Saison 2020 als Trainingspartner zur Verfügung stehen soll, ist noch ungewiss. Erste Gespräche haben stattgefunden, aber: "Das muss man abwarten. Vielleicht möchte ihr aktueller Trainer mit einem anderen Team in die Vorbereitung gehen. Im Profisport geht das alles sehr schnell." Aktuell wird Kerber von dem 47-jährigen Interimscoach Dirk Dier betreut.

Steven Moneke, hier bei den Bender Open in Grünberg 2016, trainierte zuletzt in Polen mit Angelique Kerber.

Der Kontakt zu Moneke entstand durch Kerbers Manager Aljoscha Thron aus Bad Homburg. Er und Moneke standen früher zusammen auf dem Platz. Nach Wimbledon 2019 kontaktierte Thron den Busecker, der vor den US Open nach Polen eingeflogen wurde. Dort verweilt Kerber bei ihren Großeltern öfter, trainiert auf einer Anlage mit vier Hartplätzen. Zweimal am Tag ging es je eineinhalb Stunden auf dem Platz zur Sache. "Wir haben ganz normale Übungen, viel aus der Bewegung, gemacht. Zum Beispiel Rückhand cross, einer eröffnet mit Rückhand longline und dann ist der Punkt offen. Oder Hosenträger (Anm. d. Red.: Übung, in der ein Spieler immer cross, der andere immer longline spielt). Je näher es an das Turnier geht, desto mehr geht es um Punkte, und Aufschläge kommen hinzu." Auch die Kraft- und Athletikeinheiten abseits des Platzes machte der Rechtshänder mit: "Das wird wie in einem Team gehandhabt."

Steven Moneke lebte jahrelang als Tennis-Profi, forcierte seine sportliche Karriere in den USA während eines Stipendiums an der Ohio State University und flog danach für Tennisturniere um die ganze Welt. Zwischenzeitlich war er die Nummer 309 der Herren-Weltrangliste - mittlerweile arbeitet er im Sportpark Alten-Buseck, der im Besitz seines Vaters Burkhard ist.

Die gesamte Familie ist tennisbegeistert: Mutter Silke Liebchen-Moneke spielt für RW Gießen in der Regionalliga 50. Im Sportpark in Buseck ist der Fußballfan vormittags meist im Fitnessbereich aktiv, nachmittags auf dem Tennisplatz. Derzeit absolviert Moneke den Trainer-Lehrgang zur A-Lizenz.

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