Leichtathletik

Busecker Sprinttalent verblüfft Leichtathletik-Szene

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Samuel Miro Breithaupt von der TSG Alten-Buseck ist erst vor zwei Jahren zur Leichtathletik gekommen – und schon in Hessens Spitze. Der 17-Jährige hat große Ziele.

Samuel Miro Breithaupt gelang beim Vorweihnachtskriterium in Stadtallendorf im 60-Meter-Zwischenlauf mit starken 7,08 Sekunden die Qualifikation für die Jugend-Hallen-DM Ende Februar in Sindelfingen. Das Besondere ist jedoch: Der 17-Jährige ist erst seit Mai 2017 in der Wettkampf-Leichtathletik aktiv. Und nur wenige Wochen später stand das Talent der TSG Alten-Buseck in Gelnhausen bereits im 100-Meter-Endlauf der hessischen Titelkämpfe der U18 und wurde bei optimalem Rückenwind von 2,0 m/s mit 11,25 Sekunden Fünfter.

Sein bisher größter Erfolg erreichte Breithaupt in seinem nun zweiten U18-Jahr in diesem Juni im bayerischen Erding, wo er mit erneut optimaler regulärer Windunterstützung bei den süddeutschen Titelkämpfen mit 10,86 auf den Bronzeplatz sprintete. Die Zeit bedeutet auch den dritten Rang der hessischen Jahresrangliste 2018 über die 100 m seiner Altersklasse.

Sein Trainer Dr. Klaus Moch, Sportvorsitzender und Leichtathletik-Ansprechpartner der TSG Alten-Buseck, beschreibt Breithaupt als trainingsfleißig und zuverlässig. Zudem könne der Ostschüler den Spagat zwischen Schule und Sport gut koordinieren. Die Gründe, für die TSG Alten-Buseck anzutreten, begründet Breithaupt folgendermaßen: "Mein Trainer Dr. Klaus Moch kann mich gut motivieren. Er bietet immer wieder etwas Neues und – die Teamkollegen sind eine sehr gute Unterstützung".

Das viermalige Training pro Woche von Breithaupt gliedert sich auf in zweimaliges Krafttraining, einmal Schnellkraft und einmal Technik. Sporadisch trainiert der Zwölftklässler auch bei David Corell, dem Cheftrainer Kurzsprint des Hessischen Leichtathletik-Verbandes, im Frankfurter Leistungszentrum.

Seine Ziele für das Jahr hat der D-Kadersprinter klar definiert: "Die 60 m in der Halle möchte ich unter sieben Sekunden laufen und draußen über die 100 m unter 10,80. Im Gegensatz zur abgeschlossenen Saison haben die 200 m zudem einen höheren Stellenwert, einmal als zweite Disziplin und bezüglich des Stehvermögens im letzten Drittel der 100-m-Distanz". Und zu seinen Stärken und Schwächen sagt Breithaupt: "Ich habe eine hohe Trittfrequenz, aber die Schrittlänge ist noch ausbaufähig". In der weiteren Hallensaison stehen für den in Gießen wohnenden Breithaupt die hessischen Titelkämpfe, nun in der U20, auf dem Plan. Dort ist zwar ein Podestplatz anvisiert, aber Breithaupt bleibt vorsichtig: "Die Strecke ist halt kurz und bei dem Hauch an Unterschieden kann viel passieren". Seinen Fokus richtet sich jedoch vor allem auf Sindelfingen, wo es vermutlich einer Zeit um 7,00 Sekunden bedarf, um das Halbfinale zu erreichen.

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