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HSG Wetzlar

Bundesliga ist für Sršen und Gempp Neuland

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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Ivan Sršen und Patrick Gempp sind zwei der insgesamt fünf Zugänge bei Handball-Bundesligist HSG Wetzlar. Wir stellen den Kroaten und den Badener vor.

(pie). Handball-Bundesligist HSG Wetzlar befindet sich seit einigen Tagen in der Vorbereitung auf die kommende Saison. Das Gesicht des Teams hat sich verändert: Trainer Kai Wandschneider konnte zum Trainingsauftakt im Stadion Wetzlar fünf Zugänge begrüßen, die wir in zwei Teilen vorstellen werden. Den Anfang machen heute der Kroate Ivan Sršen und Patrick Gempp, es folgen die Skandinavier Emil Mellegard, Philip Henningsson und Magnus Fredriksen an der Reihe.

Sršen: Einsätze in Champions League

Nach Kroatien und einem Gastspiel in Ungarn ist Ivan Sršen in Deutschland gelandet und wird für die HSG Wetzlar im rechten Rückraum auflaufen. Der Linkshänder sammelte mit RK Nexe aus der kroatischen Stadt Našice internationale Erfahrung in der SEHA-League (South East European Handball League), in der unter anderem Teams aus Weißrussland, China, Kroatien, Russland und Serbien spielen, sowie mit Pick Szeged und seinem letzten Arbeitgeber HC Zabgreb in der Champions League. Zudem gehört Sršen zum erweiterten Kader der kroatischen Nationalmannschaft. Der Vertrag mit ihm wurde bereits vor Beginn der Corona-Pandemie geschlossen und erlangte nach bestandenem Medizincheck nunmehr Gültigkeit.

"Ich hatte noch eine Verletzung an der linken Schulter, daher haben wir zusammen mit den Klubs den Kompromiss gefunden, dass die Zusammenarbeit erst so spät bekannt gemacht wurde. Seit vier Monaten kann ich wieder alles machen, bin komplett gesund", sagt der 27-Jährige. In der Abwehr ist er auf der Halbposition zu Hause. "Ich bin kein klassischer Shooter, habe in der Defensive meine Stärken und setzte gerne meine Mitspieler ein", charakterisiert er seinen Spielstil. "Wetzlar ist ein guter Klub in der stärksten Liga der Welt, bei dem auch Ivano Balic schon gespielt hat und mit dem ich die bestmöglichen Ergebnisse erreichen will", sagt der 1,96-Meter-Mann.

Seinen Positions-Kollegen Stefan Cavor kennt Sršen bisher nur vom Spielfeld, aber noch nicht privat. Sein Ziel mit der HSG: "Es ist meine erste Saison hier in der Bundesliga und ich will mein Bestes geben, um ein gutes Duo mit Caki zu bilden und der Mannschaft zu helfen."

Gempp: In Rimpar ein Leistungsträger

Patrick Gempp macht den nächsten Karriereschritt bei der HSG Wetzlar: Der bullige Kreisläufer kommt vom fränkischen Zweitligisten DJK Rimpar zur HSG Wetzlar. Gempp, der in der Schweiz geboren wurde, ist in Weil am Rhein im südwestlichen Zipfel Deutschlands aufgewachsen und kam über das Leistungszentrum des TV Großwallstadt nach Rimpar und war dort ein Leistungsträger.

Mit den Junioren des Deutschen-Handballbundes gewann der Betriebswirtschaftsstudent 2016 die Silbermedaille bei der EM und spielte beim TVG mit dem Ex-Wetzlarer Jannik Kohlbacher zusammen. Den Trainingsauftakt verpasste der Rechtshänder, da es beim Medizin-Check in der Uniklinik Gießen Auffälligkeiten gab. "Ich hoffe, dass es nichts weiter ist. Ich habe in den letzten Wochen richtig Gas gegeben, um fit in meine erste Erstliga-Saison gehen zu können. Daher ist das jetzt ein kleiner Rückschlag." Nach den Worten von HSG-Mannschaftsarzt Marco Kettrukat wurde Gempp bis Mitte August vorsorglich aus dem Training genommen.

Wenn er wieder einsatzfähig ist, soll Gempp in der Abwehr in den Mittelblock hineinwachsen. "Ich will schnellstmöglich ins Team finden, damit ich zum Start integriert bin und hoffe, mich hier gut entwickeln zu können. Es ist schon ein großer Sprung von der 2. in die 1. Liga, aber der soll natürlich bestmöglich klappen", weiß der 24-Jährige, der lernbegierig ist: "Ich hoffe, viel von Anton Lindskog lernen zu können, weil er viel erfahrener ist als ich und dass wir uns gegenseitig so gut wie möglich unterstützen können, um die Position am Kreis bestmöglich ausfüllen zu können."

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