Brooks-Show beim ersten Testspiel

(mv) Mit einer 82:86 (35:33, 72:72)-Niederlage nach Verlängerung gegen die BG Karlsruhe starteten die LTi Gießen 46ers gestern Abend in ihre Testspielphase. Vor mehr als 500 Fans war es Ex-46ers-Star Rouven Roessler, der die Gäste aus der ProA mit einem Dreipunktwurf in die Verlängerung brachte.

Aufseiten der Gießener überzeugte vor allem Rückkehrer Ryan Brooks, der auf 33 Punkte kam. Bereits zu Beginn war es der Shootingguard, der nach einem Jahr in Finnland wieder an der Lahn angeheuert hat, der das Spiel bestimmte. So gelang dem 1,93-Meter-Mann nach einem Pass von Dijuan Harris ein Dunk im Fastbreak zum 12:15, und überhaupt war das Rezept der Gießener in erster Linie "Ball zu Brooks". Ohne Elvir Ovcina (Knie), Achmadschah Zazai (Fuß) und Andreas Büchert (Wade), dafür mit Tryoutspieler Arnas Labuckas sahen sich die LTi 46ers nach den ersten zehn Minuten einem 14:19-Rückstand gegenüber.

Der Litauer Labuckas zeigte Licht und Schatten, sodass Cheftrainer Mathias Fischer konstantierte "Ich hätte mir mehr von ihm erwartet." Über eine Verpflichtung des 2,05-Meter-Mannes wird nach dem zweiten Test beim Mitteldeutschen BC am Sonntag entschieden.

Dabei reihte sich Labuckas in eine Gießener Mannschaft ein, die nach zwei Wochen Konditionstraining Höhen und Tiefen zeigte. So gelangen Powerforward John Fields zwar beeindruckende sechs Blocks und 15 Rebounds, zeitgleich war der US-Amerikaner offensiv zu ungefährlich und abseits des Balles defensiv alles andere als überragend. Aufbauspieler Dijuan Harris beeindruckte mit Geschwindigkeit und nach dem Wechsel mit 20 Punkten, hatte aber manchmal Probleme, die Balance zu halten und nahm den Ball oftmals zu früh auf. Flügelspieler Oskar Faßler dagegen erlebte einen Abend zum Vergessen: Auch offene Würfe fielen für den aus Trier gekommenen A2-Nationalspieler nicht in den Korb, stattdessen sammelte er sechs Fouls – da die Gießener Personaldecke so dünn war, war vereinbart worden, dass das fünfte Foul nicht automatisch das Spielende bedeutete.

So war der Held des Abends, neben dem überragenden Brooks, der Ex-Gießener Roessler. Nachdem Karlsruhe im Schlussviertel bereits zweistellig in Rückstand lag, führte er seine Farben heran und nahm aus gut sieben Metern vom linken Flügel Maß. Mit der Schlusssirene netzte er zum 72:72 ein. In der Verlängerung hatten die Karlsruher dann mit den müden Gießenern leichtes Spiel. Der nächste Test vor heimischem Publikum findet am 14. September in Lich beim SWG-Cup statt.

LTi Gießen 46ers: Harris (24), Labuckas (8), Spohr (8), Fields (7), Faßler (2), Weiser, Brooks (33).

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