Bronze in der AK 50 geht an Mike Hopper (Winnerod). RIA
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Bronze in der AK 50 geht an Mike Hopper (Winnerod). RIA

Bronze für Hopper beim Heimspiel

  • vonRichard Albrecht
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(ria). Mit Mike Hopper vom GC Winnerod und Jung-Sook Ambrosius vom Licher GC haben es bei den Hessischen Golf-Meisterschaften der Altersklassen zwei hiesige Akteure auf das Treppchen geschafft. Während Ambrosius beim Gewinn ihrer Silbermedaille auch vom dezimierten Teilnehmerfeld in der AK 65 der Damen profitierte, sicherte sich Hopper gegen 44 Mitbewerber in einer spannenden Entscheidung Bronze in der AK 50.

Coronabedingt spät hatte der Hessische Golfverband seine Einzelmeisterschaften in den Altersklassen 30, 50 und 65 angesetzt. Die Wahl des Austragungsortes war auf den Golfpark Winnerod gefallen. Dem Platz hatte der Regen der letzten Tage gutgetan. Die Aktiven fanden ausgezeichnete Bedingungen vor. In allen drei Altersklassen mussten je zwei Runden absolviert werden.

In der AK 65 der Damen holte sich Hanny Bühler (Kronberg) ihren dritten Titel in Folge und legte dabei den Grundstein in Runde eins, als sie sich gegenüber Ambrosius (Lich) einen Vorsprung von acht Schlägen herausspielte. Ambrosius konnte zwar in der Finalrunde den Rückstand verkürzen, aber ihre Kontrahentin nicht mehr gefährden.

Bei den Herren der AK 65 lag Lokalmatador Herbert Schäty nach Runde eins noch gut im Rennen. Mit einer 82 ging er als Zweitplatzierter im Leaderflight in die Finalrunde, drei Schläge hinter dem Führenden Timothy Carey (Hanau). Doch während die Verfolger sich in Durchgang zwei steigerten, reichte es bei Schäty "nur" zu einer 86, mit der er auf den sechsten Platz zurückfiel. Carey (ehemals Lich) notierte in Runde zwei eine 80 und verteidigte den Titel. - Weitere Platzierung: 15. Joachim Aulke (Lich).

Die Konkurrenz der Damen 50 wurde zu einem Zweikampf von zwei Nationalspielerinnen. Stefanie Kiefer (Kronberg) wollte ihren vierten Titel in Folge, notierte eine 74 und eine 75, was am Ende nur zu Silber reichte, da bei Britta Schneider zweimal eine 74 auf die Scorekarte wanderte. Susanne Hubatschek ging nach ihrer 83 in Runde eins als Fünfte in die Finalrunde. Doch hier häuften sich die Fehler: Mit einer 90 fiel sie auf den geteilten zehnten Platz zurück, einen Schlag vor Christina Behringer (Lich). - Weitere Platzierungen: 13. Susanne Biel (Winnerod), 17. Silvia Kuhl (Lich).

Die Herren 50 stellten mit 45 Aktiven das größte Feld und mit Mike Hopper vom GC Winnerod einen heißen Anwärter auf den Titel. Mit einer 73 in Runde eins wahrte Hopper seine Chancen, auch sein Vereinskamerad Mischa Billek konnte sich nach einer 78 Hoffnungen auf eine Top-Ten-Platzierung machen. Hopper ging mit den Brüdern vom Hagen (Nauheim) im Leaderflight in den zweiten Tag, es führte Marc vom Hagen nach seiner Parrunde. Hinter dessen Bruder Thomas (73) lag der Kasseler Stefan Sachs (74) in Lauerstellung. Bis zur Bahn 14 blieb Hopper dem Führenden auf den Fersen, dann wanderte ein bitteres Doppelbogey auf seine Scorekarte. Er konterte zwar mit einem Birdie auf der 16, doch auf Bahn 17 folgte ein weiteres Doppelbogey, was nicht nur das endgültige Ende seiner Titelträume bedeutete, er musste mit seiner 75 auch noch Stefan Sachs, der eine 73 ins Clubhaus brachte, an sich vorbeiziehen lassen. So wurde es für Hopper die Bronzemedaille, den Titel holte sich Marc vom Hagen mit einer weiteren Parrunde. "Ich wollte so gerne gewinnen, auch für meinen Club, aber mir war klar, dass ich unter Par spielen musste, um Marc vom Hagen zu schlagen. Nach dem Doppelbogey auf der 14 war ich aber draußen", ließ Hopper ein wenig Enttäuschung mitklingen. Stolz durfte er dennoch sein auf den Podestplatz. - Weitere Platzierung: 12. Logi Tsogtbaatar (Winnerod).

Tack als Caddie von Wiedergrün

Bei den Damen AK 30 lag Yvonne Zimmer-Ackermann mit 83 Schlägen nach Runde eins noch auf dem Bronzerang, das Führungsduo Lea Bolz (Frankfurt, 77) und Miriam Görg (Main-Taunus, 78) war enteilt, doch zwei Spielerinnen mit einer 84 schielten ebenfalls nach einer Medaille. Mit einer 87 in Runde zwei fiel Zimmer-Ackermann noch auf Rang vier zurück, der Titel ging an Lea Bolz.

Die AK 30 der Herren war mit dem zweitgrößten Feld (31) ans Tee gegangen, Favorit war der Frankfurter Stefan Wiedergrün, der in diesem Jahr in dieser Altersklasse die Deutsche Meisterschaft gewonnen hatte. In die Finalrunde ging er nur als Dritter, es führte der Titelverteidiger Cheol-Soon Choe (Kronberg), der zwei Schläge unter dem Platzstandard geblieben war. Lokalmatador Nico Kumst vermasselte sich durch einen Tripplebogey und eine 75 eine bessere Ausgangsposition, blieb aber im Medaillenrennen ebenso wie Karsten Gail vom Licher GC, der eine 74 ins Clubhaus gebracht hatte. In Runde zwei brannte dann Wiedergrün, unterstützt von Caddie Daniel Tack (Winnerod), ein Feuerwerk ab. Mit fünf Birdies kam er am Halfwayhaus an, drei weitere folgten. Die 64 bedeutete einen Platzrekord für Amateure und einen überlegenen Titelgewinn. Gail steigerte sich auf eine 73 in Runde zwei, letztlich fehlten nur zwei Schläge zum geteilten dritten Platz. Es wurde der geteilte sechste Platz. Den hatte lange auch Kumst inne, mit zwei Bogeys auf den Schlussbahnen fiel er dann noch auf Rang acht zurück.

Weitere Platzierungen: 17. Sascha Michele, 19. Christian Hetfleisch (beide Winnerod)

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