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Booster-Sieg in Franken

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Auswärtssieg! Die HSG Wetzlar um einen einmal mehr überragenden Lenny Rubin (44) setzt sich beim HC Erlangen mit 27:24 durch. © Imago Sportfotodienst GmbH

Die HSG Wetzlar hat in der Handball-Bundesliga beim HC Erlangen einen 27:24-Erfolg gefeiert und damit ihren zweiten Saison-Sieg in der Fremde eingefahren.

Booster-Sieg für die HSG Wetzlar! Nach der knappen 25:27-Niederlage bei der SG Flensburg/Handewitt ist dem Handball-Bundesligisten beim HC Erlangen mit einem 27:24 (13:12) der zweite Auswärtssieg der Saison gelungen. Die Erstliga-Punkte 14 und 15 dürften den Grün-Weißen als weiterer »Antreiber« für das Hessen-Derby am Sonntag gegen die MT Melsungen (16 Uhr, Rittal-Arena) dienen.

Die Begegnung gestaltete sich sehr ausgeglichen, mit intensiven und kompromisslos geführten Zweikämpfen. Insgesamt waren die Mittelhessen dabei die etwas durchschlagskräftigere Mannschaft. So ließen sich die Matschke-Schützlinge weder von insgesamt sieben Aluminiumtreffern noch vom frühen verletzungsbedingten Aus von Spielmacher Magnus Fredriksen (10.) bzw. dem vorzeitigen Spielende von Torjäger Lenny Rubin (56.) aus der Fassung bringen.

Die Partie begann munter mit Ballverlusten auf beiden Seiten. Nachdem die Erlanger durch Rückraumspieler Simon Jeppsson in Führung gegangen waren (1.), dauerte es bis zur fünften Minute, ehe die HSG durch Magnus Fredriksen ihr erstes Tor erzielen konnte. Besonders Till Klimpke im Kasten der Mittelhessen fiel in der Anfangsphase durch zwei starke Paraden auf. Doch auch Lenny Rubin gelang es in den ersten zwölf Minuten, drei seiner insgesamt sechs Treffer zu markieren.

Im Anschluss gestaltete sich die Auseinandersetzung weiterhin äußerst knapp, die Führungen wechselten hin und her. Es dauerte bis zur 23. Minute, bis sich Wetzlar erstmals durch Alexander Feld mit zwei Toren absetzen konnte (10:8). In den Schlussminuten des ersten Durchgangs übernahm Feld anstelle des verletzt ausgeschiedenen Fredriksen immer mehr Verantwortung und erzielte das 12:10 (27.).

Nach dem Seitenwechsel war es Felix Danner, der nach einem Steckpass von Lars Weissgerber verwandelte (15:13, 33.). Erstmals mit drei Treffern in Front gingen die Wetzlarer durch Emil Mellegard beim Stand von 17:14 (36.). Doch Erlangen glich bis zur 42. Minute durch Tore von Nico Büdel (38.) und Christopher Bissel (42.) wieder zum 19:19 aus. In den letzten zehn Minuten gelang es der HSG zwar stets in Führung zu gehen, jedoch zunächst nie mit mehr als einem Tor davonzuziehen.

Dann musste Lenny Rubin verletzt auf die Bank. Davon unbeeindruckt, versenkte erst Stefan Cavor einen abgefälschten Ball (58.) zum 26:24 und dann Maximilian Holst in der 60. Minute mit einem erfolgreichen Siebenmeter zum entscheidenden 27:24.

Wetzlars Trainer Benjamin Matschke zeigte sich bei Sky überglücklich: »Ich bin happy, richtig happy. Man hat gemerkt, dass die sechs Spiele in 20 Tagen schon an die Substanz gehen. Ausfälle hin oder her, die Jungs haben gefightet und sind noch enger zusammengerückt. Ich denke, es war ein verdienter Sieg.«

Erlangen: Ziemer, Boieck; Sellin, Jaeger, Overby (1), Fäth (1), Firnhaber (1), Büdel (5), Bissel (5), Metzner, Link (1), Jeppsson (4), Steinhart (5/3), Leban, Olsson, Zechel (1).

Wetzlar: Till Klimpke, Suljakovic, Feld (5), Srsen, Nyfäll (2), Ole Klimpke, Danner (1), Weissgerber (2), Holst (3/3), Fredriksen (1), Forsell Schevfert (1), Mellegard (2), Rubin (6), Novak, Cavor (4).

Stenogramm / SR: Koppl/Regner. - Zus.: 1000. - Zeitstrafen: Bissel (16.), Link (48.), Firnhaber (51., alle Erlangen) / Cavor (6.), Feld (29., beide Wetzlar). - Siebenmeter: 3/3:3/3.

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