Bogojevic: Zugang Peacock ist ein "vielseitiger Big Man"

(mv) Wenige Tage nach der Verpflichtung von Ryan Brooks als neuem Starter auf dem Flügel haben die LTi Gießen 46ers ihren neuen Powerforward gefunden: Von der Georgia Tech University wechselt Zachery Peacock an die Lahn. Der 2,03 Meter große US-Amerikaner unterschrieb nach einer Klub-Mitteilung vom späten Sonntagabend einen Vertrag über ein Jahr und ist der vierte Neuzugang im Kader des Basketball-Bundesligisten.

(mv) Wenige Tage nach der Verpflichtung von Ryan Brooks als neuem Starter auf dem Flügel haben die LTi Gießen 46ers ihren neuen Powerforward gefunden: Von der Georgia Tech University wechselt Zachery Peacock an die Lahn. Der 2,03 Meter große US-Amerikaner unterschrieb nach einer Klub-Mitteilung vom späten Sonntagabend einen Vertrag über ein Jahr und ist der vierte Neuzugang im Kader des Basketball-Bundesligisten.

In den letzten vier Jahren spielte der 22-Jährige in der amerikanischen College-Liga NCAA für die Georgia Tech University. Im Trikot der "Yellow Jackets", für die bereits der ehemalige Gießener B. J. Elder auf Korbjagd ging, erlebte er den Sprungball im letzten Jahr meistens von der Bank aus: Zusammen mit den beiden heutigen NBA-Spielern Derrick Favors (New Jersey Nets) und Gani Lawal (Phoenix Suns) bildete Peacock eine sehr gute Rotation, spielte 22 Minuten im Schnitt und legte dabei acht Punkte und knapp vier Rebounds pro Einsatz auf. Dabei sollte die Tatsache, dass Peacock von der Bank kam, keinesfalls über sein Talent hinwegtäuschen: Nicht wenige sehen in ihm den besten Bankspieler in der gesamten, mehr als 350 Universitäten umfassenden, NCAA Division 1. Trainerlegende Mike Kryczewski von der Duke University lobte Peacock mit den Worten: "Bei vielen anderen Teams wäre er Starter."

Vor seiner Zeit in Atlanta spielte der 107 Kilogramm schwere Powerforward für die Norland High School in Miami und führte sie zum Staatstitel, wobei Peacock die Auszeichnung des wertvollsten Spielers verliehen bekam. Auch in diesem Sommer lief der US-Amerikaner für seine Heimatstadt auf, zwei Einsätze im Summer-League-Team der Miami Heat stehen für ihn zu Buche.

Vladimir Bogojevic, Sportdirektor und Cheftrainer der 46ers, glaubt, dass der US-Amerikaner am Anfang einer großen Karriere steht: "Zach ist ein vielseitiger Big Man, der so ziemlich alles mitbringt, was man für diese Position benötigt. Wir haben viel Wert darauf gelegt, dass wir einen Spieler verpflichten, der direkt unter den Brettern seine Qualitäten hat, aber auch von etwas weiter draußen Gefahr entwickeln kann. Zach ist so ein Spielertyp. Er bringt Masse mit und hat einige Bewegungen in seinem Repertoire, kann sowohl mit dem Rücken als auch mit dem Gesicht zum Korb agieren. Er hat einen guten Wurf aus der Halbdistanz und ist ein sicherer Freiwerfer.

" Noch ausbaufähig scheint das Rebounding, das nicht zu den größten Stärken Peacocks gehört, wobei hinter Favors und Lawal nur wenige Fehlwürfe zum Einsammeln übrig blieben. Auch beim Blocken von Würfen kann sich der Neuzugang der 46ers noch verbessern. Die Tatsache, dass neben Brooks nun ein zweiter junger Spieler am Anfang seiner Profikarriere eine tragende Säule der Gießener Mannschaft sein soll, macht Bogojevic keine Angst: "Zach hat sich in seiner Zeit bei Georgia Tech regelmäßig mit starken Kalibern duelliert und auf dem Feld stets eine wichtige Rolle gespielt. Wir sind uns sicher, dass er eine Führungsrolle einnehmen kann."

Seinen sicheren Schuss hat Peacock, der außerdem das Stellen von Blöcken als seine Leidenschaft bezeichnet, auch deshalb, weil er trotz seines mächtigen Körpers keinen der großen Powerforwards wie Karl Malone oder Charles Barkley zum Vorbild hat, sondern den ausgewiesenen Scharfschützen und Dreierspezialisten J. J. Redick, der für die Orlando Magic in der NBA spielt und bester Punktesammler in der Geschichte der Duke University ist.

Den Schuss, den sich der Neu-Gießener nach dem Vorbild des schmächtigen Flügelspielers Redick angeeignet hat, machte ihn in den vergangenen Jahren zu einem der verlässlichsten Werfer der "Yellow Jackets": 48% aus dem Feld, 79% von der Freiwurf- und 37% von der Dreipunktelinie. Dabei behielt er auch am Ende des Spiels den Überblick und war jederzeit bereit, Verantwortung zu übernehmen, weswegen er unter anderem den siegbringenden Wurf gegen North Carolina oder zwei Freiwürfe zum Sieg gegen die Clemson University für sich verbuchen konnte. "Ich habe das Selbstvertrauen, dass ich den Wurf treffen kann, wenn es an mir liegt, Verantwortung zu übernehmen", beschrieb Peacock der "Atlanta Journal-Constitution" seine Einstellung zur Verantwortung in den Schlussminuten: "Wenn ich glaube, dass ich nicht treffen kann, dann werfe ich auch nicht. Wenn ich schieße, gehe ich immer davon aus zu treffen." Neben Peacock und Brooks haben Elvir Ovcina (alle Starter) sowie Viktor Jakovic, Stefan Tapuskovic, Mathias Perl, Dirk Mädrich und Tim Schwartz Verträge für die im Oktober beginnende Saison.

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