Mit blauem Auge davongekommen

(nob) Elke Henning verschränkte ihre Arme hinter dem Kopf und blickte verzweifelt zur Hallendecke. Zwei Freiwürfe hatte die stark spielende Centerin des Basketball-Zweitligisten BenderBaskets Grünberg beim Stand von 67:64 gegen die TG Ladybaskets Würzburg Sekunden vor dem Ende verworfen. Und damit den so wichtigen direkten Vergleich gegen den Tabellennachbarn vergeben - dachte sie. Erst in der Kabine kam dann die Erlösung. Da die Baskets im Hinspiel bei der 65:68-Niederlage in Würzburg einen Auswärtspunkt mehr erzielt hatten, behielten sie im direkten Vergleich die Nase vorne.

(nob) Elke Henning verschränkte ihre Arme hinter dem Kopf und blickte verzweifelt zur Hallendecke. Zwei Freiwürfe hatte die stark spielende Centerin des Basketball-Zweitligisten BenderBaskets Grünberg beim Stand von 67:64 gegen die TG Ladybaskets Würzburg Sekunden vor dem Ende verworfen. Und damit den so wichtigen direkten Vergleich gegen den Tabellennachbarn vergeben - dachte sie. Erst in der Kabine kam dann die Erlösung. Da die Baskets im Hinspiel bei der 65:68-Niederlage in Würzburg einen Auswärtspunkt mehr erzielt hatten, behielten sie im direkten Vergleich die Nase vorne.

Auch Trainer Sebastian Szymanski konnte nach der frohen Nachricht wieder lachen. In der ganzen Hektik und Aufregung hatte er das eine Pünktchen selbst verschwitzt und genau wie seine Spielerinnen an einen verlorenen Vergleich geglaubt. Nun steht Grünberg, das genau wie Würzburg 20:10 Punkte aufweisen kann, auf dem vierten Tabellenrang und hat damit gute Aussichten auf einen Playoff-Platz.

Attraktiv war die Partie der beiden Tabellennachbarn allerdings nicht. Fehlpässe und Fehlwürfe reihten sich aneinander, nur selten war ein schönes Kombinationsspiel zu sehen. "Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. In uns steckt viel mehr, als wir heute gezeigt haben", sagte Szymanski. Besonders im dritten und Anfang des letzten Viertels standen seine Spielerinnen häufig neben sich und ließen die Gäste aus Franken Siegesluft schnuppern. In der Offensive agierten die Baskets zu statisch, zu oft war die ballführenden Spielerin auf sich alleine gestellt und fand keine gute Anspielmöglichkeit, zu selten gelangte der Ball unter den Korb. In der Defensive bekamen die Gastgeberinnen zudem Flügelspielerin Jasmin Fantl nicht in den Griff, die am Ende mit 29 Punkten Topscorerin der Partie war. Fast alle Grünbergerinnen durften sich in der Verteidigung an ihr probieren, keiner Spielerin gelang es jedoch, die Würzburgerin, die auch von weit hinter der Dreierlinie sicher traf, zu stoppen. 48:53 lag der Aufsteiger in der 33. Minute noch zurück, eine Niederlage angesichts der Tabellensituation eine mittlere Katastrophe. Fünf Minuten vor dem Ende packten die Grünbergerinnen dann aber ihren lang vermissten Kampfgeist aus und kämpften sich wieder ins Spiel zurück.

Beherzt provozierten sie nun in der Verteidigung Fehlpässe und behielten vorne die Nerven. Als Julia Gaudermann vor den Augen von Bundestrainerin Alexandra Merz mit einem schönen Zieher zum 62:62 (38.) ausglich und die gut aufgelegte Henning einen wichtigen Dreier zum 65:62 traf, keimte Hoffnung auf. "Elke Henning hat heute ein Topspiel gemacht. Sie war in den wichtigen Phasen da", sagte Szymanski. Finja Schaake stellte mit ihrem Korbleger dann den 67:64-Endstand her und ließ ihre Teamkolleginnen aufatmen - allerdings erst nach dem Gang in die Kabine und der erlösenden Nachricht.

Grünberg: Ribel (2), Steuber (4), Gaudermann (4), Schaake (16), Keil (6), Skrzypcak (8), Henning (15), Wojtyla, Ruhl, Holz (12).

Würzburg: Haggarty (2), Fantl (29), Brust (17), Petters (4), Jochimczyk (2), Siegloch (1), Schwägerl (4), Hatfield (5).

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