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Sprunggewaltig: Hüttenbergs Dieudonné Mubenzem (r.) will mit seinem Team den Favoriten aus Coburg ärgern.

Handball

TV Hüttenberg: Die blaue Wand soll stehen

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Weiter geht es für den TV 05/07 Hüttenberg mit den Schwergewichten der 2. Handball-Bundesliga. Der HSC 2000 Coburg ist am Samstag um 19.30 Uhr zu Gast.

Die nächste schwere Aufgabe also für die Hüttenberger, die auch auf ihr Heimpublikum setzen: Der TVH appeliert an seine Fans, in blauer Kleidung zu kommen, um dem Favoriten eine blaue Wand entgegen zu stellen.

Bekannte Gesichter:Die heimischen Handball-Kenner wissen, dass es am Samstag zu einem Wiedersehen kommt. Denn im schon sechsten Jahr in der Vestestadt als verantwortlicher Cheftrainer schickt sich Jan Gorr an, von der Dauer an seine Zeit beim TVH anzuknüpfen, bei dem er sieben Jahre wirkte und in der bekanntlich 2011 der Bundesliga-Aufstieg das Highlight war. Mit Kapitän Sebastian Weber und Tormaschine Florian Billek bringt Gorr zudem zwei Spieler mit, die mit ihm schon das vorletzte Hüttenberger Bundesliga-Abenteuer bestritten.

Der Gegner:Nachdem man im Vorjahr durch einen schlechten Mai noch auf den undankbaren dritten Platz abrutschte - nach Rang vier im Jahr zuvor nach dem direkten Bundesliga-Abstieg - ist Coburg auch in dieser Saison ein Aspirant für den Weg nach oben. 6:2 Punkte resultieren aus drei Heimsiegen. Nach dem 26:22 gegen den TV Emsdetten zum Saisonstart beeindrucken das 27:19 gegen den TuS N-Lübbecke und das 31:26 gegen Altmeister VfL Gummersbach, was den HSC sicherlich mit breiter Brust anreisen lässt. Ein wichtiger Faktor bei den Siegen war Torhüter Jan Kulhanek. Mit fast 37 Prozent gehaltener Würfe ist der Tscheche aktuell der beste Keeper der Liga, sodass der ebenfalls ehemalige Hüttenberger Konstantin Poltrum bisher noch nicht so zum Zuge kam. "Kulhanek liest die Werfer sehr gut", lobt TVH-Trainer Frederick Griesbach den HSC-Routinier. Im bisher einzigen Auswärtsspiel gab es allerdings beim 25:33 in Aue nichts zu holen, weil man in der Crunchtime das Spiel endgültig aus der Hand gab.

Duell der Torjäger:Hüttenbergs Björn Zintel rangiert nach dem vierten Spieltag mit 30 Toren auf dem fünften Platz der Torjägerliste. Direkt auf den Fersen folgt dem sich in starker Form befindenden TVH-Mittelmann der Coburger Linkshänder Florian Billek, der bisher nur einmal weniger Jubeln konnte und gegen Gummersbach elf seiner zwölf Versuche versenkte.

Heimspiel:300 Zuschauer und gegen Schwartau sogar 400 unter dem Vorjahresschnitt. Der Zuschauerzuspruch in den ersten beiden Heimspielen war alles andere als zufriedenstellend. Wobei die, die bisher den Weg in die Halle fanden, gute Stimmung machten. Auch morgen werden die Blau-Weiß-Roten wieder jede Unterstützung von den Rängen gebrauchen können. "Wir hoffen natürlich auf eine möglichst volle Halle. Wir müssen kämpfen, damit die Zuschauer mit einem guten Gefühl nach Hause gehen."

Personal:Tobias Hahn ist krank geschrieben. Mario Fernandes, Johannes Klein und Simon Belter sind ebenfalls grippebedingt angeschlagen, sodass Frederick Griesbach am Mittwoch das Training gestrichen hat. "Es scheint etwas zu grasieren bei uns. Daher wollen wir nicht durchs Training bei den Jungs das Immunsystem noch weiter angreifbar machen,." erklärt der TVH-Coachdiese Maßnahme. "Sollten Tobi und Simon ausfallen, haben wir nur noch zwei Linkshänder und müssen improvisieren."

Das sagt Trainer Griesbach:"Coburg ist sicher ein attraktiver Gegner. Handballerisch sicherlich einer der Aufstiegsanwärter. Da haben wir eine richtige gute Aufgabe. Aber wir wollen uns mit jeder guten Aktion ins Spiel rein kämpfen und ihnen Stück für Stück die Favoritenrolle abnehmen."

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