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Blanker Kampf ums Überleben bei TSF Heuchelheim und MTV 1846 Gießen

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In der Fußball-Gruppenliga bangen die TSF Heuchelheim und der MTV 1846 Gießen um den Ligaverbleib. Wir geben einen Überblick darüber, wie es bei den Teams aussieht.

Nach dem freiwilligen Rückzug der TSG Wieseck steht der erste Absteiger aus der Fußball-Gruppenliga seit der Winterpause bereits fest. Nach Lage der Dinge dürften der TuS Naunheim (Rang 16/19 Punkte) und die BSF Richtsberg (Rang 15/22 Punkte) die beiden weiteren sicheren Abstiegsränge am Ende der Saison innehaben. Da der TSV Bicken als sicherer Absteiger aus der Verbandsliga Mitte gilt, wird auch Tabellenplatz 14 der Gruppenliga am Ende der Spielzeit in die Kreisoberliga führen. Einen fünften Absteiger kann es geben, wenn mit dem FC Gießen II oder dem FV Breidenbach ein zweiter Absteiger in die Gruppenliga Gießen/Marburg zurückkehren würde. Zu den sechs Mannschaften, die am Ende auf dem sicheren zwölften Tabellenplatz oder besser stehen möchten, befinden sich mit dem MTV 1846 Gießen und den TSF Heuchelheim zwei Vereine aus dem Sportkreis Gießen, die um den Ligaverbleib bangen und derzeit zweigleisig für die Saison 2019/2020 planen müssen. Die Mannschaften auf den Rängen neun (FSV Schröck/31 Punkte) und 14. (VfL Biedenkopf/26 Punkte) trennen aktuell lediglich fünf Punkte, so dass eine Entscheidung über die Anzahl der Absteiger und die Frage, welche Vereine den Gang nach unten antreten müssen, erst am letzten Spieltag fallen wird.

Die aktuelle Lage

Der nach der Vorrunde noch auf dem 16. Platz rangierende Aufsteiger MTV 1846 Gießen konnte sich mittlerweile um fünf Ränge verbessern und weist einen Vorsprung von drei Punkten auf einen Abstiegsplatz auf. Mit sechs Siegen, einem Remis und lediglich drei Niederlagen belegt die Elf von Trainer Patrick Loeper den vierten Platz in der Rückrundentabelle. Bereits vor der Winterpause setzten die Männerturner mit den Siegen gegen die direkten Konkurrenten TSF Heuchelheim (2:0), TSG Wieseck (2:0) und TuS Naunheim ein deutliches Zeichen, dass man im Kampf um den Klassenerhalt nicht vorzeitig die Segel streichen will. Die Winterverpflichtung Niklas Leidich und der von einem Auslandssemester zurückgekehrte Tobias Winter sorgten für personelle Verstärkungen, die sich im Re-Start-Sieg gegen den ebenfalls zum Konkurrentenkreis zählenden FC Ederbergland II manifestierten. Der vom Verbandsligisten SG Kinzenbach an den Heegstrauchweg gewechselte Leidich hat es nach nur sechs Einsätzen für die Loeper-Elf auf bereits fünf Saisontreffer und damit auf Rang drei der internen Torschützenliste gebracht, während Routinier Winter der MTV-1846-Defensive die bei bislang 53 Gegentreffern dringend notwendige Stabilität verliehen hat. Mit 46 geschossenen Toren zählt die MTV-1846-Offensive zum Mittelfeld der Liga. Allerdings müssen die Männerturner in den nächsten Spielen auf ihren mit zehn Treffern erfolgreichsten Stürmer Mahir Marankoz verzichten, der in der Partie beim FC Burgsolms am vergangenen Sonntag die Rote Karte gesehen hatte.

Die TSF Heuchelheim standen nach Ende der Hinrunde mit drei Punkten Vorsprung noch über dem Strich. Nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen vor der Winterpause trennten sich die TSF von ihrem Trainer Patrick Schreiter. Unter der Leitung von Said Rahmani konnte man nach der Winterpause eine ausgeglichene Bilanz vorweisen. Dennoch rutschten Andreas Klan und Co. auf den 13. Tabellenplatz ab, weil den Achtungserfolgen gegen die Spitzenteams FC Turabdin/Babylon (2:1) und FSV Braunfels (2:2) zwei Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten FSV Schröck (0:1) und FC Ederbergland II (1:2) gegenüberstanden. Personelle Probleme sorgen dafür, dass Trainer Rahmani mit ständig wechselnden Aufstellungen agieren musste. Die Winterverpflichtungen Tobias Schmitt (2 Treffer) und Sören Schneider haben bislang nur bedingt eingeschlagen. Vor allem auf heimischem Gelände tun sich die TSF sehr schwer, denn mit drei Siegen, drei Remis und sechs Niederlagen ist die Rahmani-Elf das Schlusslicht in der Heimspiel-Tabelle. Mit lediglich 33 Treffern besitzen die TSF die drittschwächste Angriffsreihe, während 37 Gegentreffer den sechstbesten Wert bei den Abwehrreihen der Liga darstellt.

Der direkte Vergleich

Im Falle einer Punktgleichheit am Ende der Saison wird nicht zuerst das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich herangezogen. Nach derzeitigem Stand kann der MTV 1846 Gießen diesen im Kreise der Mannschaften zwischen den Rängen neun und 14 lediglich gegenüber den TSF Heuchelheim (1:2/4:1) für sich verbuchen, während man gegenüber den Teams des FC Ederbergland II (0:3/3:2) und der SG Waldsolms (0:1/0:4) immer einen Punkt mehr auf der Habenseite besitzen muss. Die Hinrundenspiele gegen den FSV Schröck (1:4) und den VfL Biedenkopf (1:2) wurden verloren, so dass auch hier den beiden letzten Saisonspielen der Loeper-Elf besondere Bedeutung zufallen könnte.

Die TSF Heuchelheim könnten sich bei einer Punktgleichheit mit dem FSV Schröck (3:0/0:1) und VfL Biedenkopf (1:2/4:1) der Bonusregelung sicher sein, während man gegen den FC Ederbergland II (1:4/1:2) und den MTV 1846 Gießen (0:0/0:2) im Hintertreffen liegt. Gegen die SG Waldsolms gelang der Rahmani-Elf in der Vorrunde ein 3:0-Sieg, so dass die Frage des besseren direkten Vergleichs zwischen diesen beiden erst im Rückrundenspiel beantwortet wird.

Das Restprogramm

Die TSF Heuchelheim haben noch das Nachholspiel beim VfB Wetter am Gründonnerstag in der Hinterhand. Zudem wird die Elf von Trainer Said Rahmani durch den Rückzug der TSG Wieseck noch drei Punkte kampflos zugesprochen bekommen. Mit den beiden Spitzenteams FC Cleeberg (H – 14. April) und SC Waldgirmes II (A – 4. Mai) stehen noch zwei dicke Brocken an. Entscheidende Bedeutung wird den Spielen gegen die direkten Konkurrenten SG Waldsolms (H – 28. April), TuS Naunheim (A – 19. Mai) und BSF Richtsberg (H – 26. Mai) zufallen.

Auch der MTV 1846 Gießen trifft mit dem TSV Steinbach II (H – 14. April) und dem FC Turabdin/Babylon (A – 8. Mai) auf zwei Teams, die im Kampf um den Relegationsplatz zur Verbandsliga Mitte keine Geschenke zu verteilen haben. Zudem warten mit der Spvgg. Leusel (A – 28. April) und dem VfB Wetter (H – 5. Mai) zwei Teams aus dem gesicherten Mittelfeld. Mit den Partien gegen die direkten Konkurrenten FSV Schröck (A – 12. Mai) und VfL Biedenkopf (A – 26. Mai) sind in der Endphase der Saison Pflicht, wenn die am vorletzten Spieltag spielfreie Loeper-Elf den Klassenerhalt erreichen will.

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