HSG bietet Spitzenreiter Paroli

  • vonMarc Steinert
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(mgs). Die dezimierte HSG Kleenheim-Langgöns hat den Personalsorgen am Sonntagabend getrotzt und dem Tabellenführer der 3. Frauenhandball-Liga (Staffel Ost) einen starken Kampf geliefert. Letztlich unterlag das Team von Trainer Marc Langenbach Germania Fritzlar um den Ex-Kleenheimer "Lucky" Cojocar aber mit 22:28 (10:12), hatte aber bis fünf Minuten vor dem Ende die Chance auf einen Punktgewinn.

"Wir haben über die gesamte Partie eine richtig gute Abwehr gespielt und stark dagegengehalten. Am Ende haben wir leider offensiv die falschen Entscheidungen getroffen, leichte Fehler gemacht und uns da selbst um den Lohn unserer Arbeit gebracht. Aufgrund der Ausfälle darf man natürlich nicht davon ausgehen, beim Tabellenführer etwas zu holen, aber wir haben die Chance zum 23:23 zweimal leichtfertig vergeben. Da wäre mehr drin gewesen", fiel das Fazit des SGK-Trainers trotz einer guten Leistung seines Teams nicht durchweg positiv aus.

In den ersten 20 Minuten spielten die Frauen aus dem Kleebachtal richtig stark auf und stellten den Angriff des Tabellenführers dank einer engagierten Deckungsleistung vor große Probleme. Nach fünf Minuten netzte Stina Karlsson zum 3:1 ein, nach dem 4:4 (14.) legte die Langenbach-Sieben nochmals vor und erarbeite sich nach einem Karlsson-Siebenmeter-Treffer sogar eine 8:5-Führung (21.). Diese gaben die Kleenheimerinnen dann aber binnen fünf Minuten aus der Hand (8:9, 26.), zur Pause lagen die Gäste dann mit 10:12 im Hintertreffen.

Doch Auswirkungen auf die Moral der SGK hatten die letzten Minuten vor der Pause und die ersten danach nicht (16:12, 37.), nach dem 18:22 robbten sich die kampfstarken Kleenheimerinnen wieder an die Truppe ihre Ex-Trainers heran. Zunächst verkürzte Tanja Schorradt auf 20:22 (49.), nach einem Treffer von Ann-Sophie vom Hagen war die Langenbach-Sieben dem Ausgleich sogar ganz nahe (22:23, 53.). Es sollte im Nachhinein betrachtet der letzte Gästetreffer gewesen sein. Zwei Ballverluste wurden mit zwei schnellen Toren zum 24:22 und 25:22 bestraft, dazu kassierte Nele Barnusch eine Zeitstrafe. In der Endphase waren Kraft und damit einhergehend die Konzentration bei Kleenheim-Langgöns dann dahin, was Fritzlar zum viel zu deutlichen 28:22-Endstand nutzte.

Fritzlar: Maier, Gürbig; Dietrich (6), Holeczy (1), Huck (3/3), Lorenz (3), Grothnes, Berk (1), Nepolsky (1), Puda (3), Dreyer (2), Kiwa (8).

Kleenheim-Langgöns: Hahn, Buhlmann; Barnusch (2), Schorradt (3), vom Hagen (2), Fischer, Kiethe (1), Karlsson (7/3), Kneller (6), Winkes (1).

Im Stenogramm: SR: Bittner/Casselmann (Dreieich). - Zuschauer: 144. - Zeitstrafen: 2:8 Minuten. - Siebenmeter: 3/3: 4/4.

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