Biebertals Trainer Wagner: "Es macht einfach Riesenspa?

(jmu) 18 Punkte aus sechs Spielen und ein Torverhältnis von 19:1. Diese Bilanz begegnet einem derzeit beim Blick auf den Spitzenplatz der Fußball-Kreisliga A Gießen, den die FSG Biebertal einnimmt.

Nach sechs Partien verfügt das Team von Trainer Holger Wagner über die optimale Punkteausbeute. Dass dies vor Rundenbeginn nicht zu erwarten war, weiß Trainer Holger Wagner zu berichten: "Weder ich, noch wahrscheinlich irgendjemand im Verein, hat damit gerechnet", sagt Wagner, der mit Beginn dieser Saison das sportliche Sagen bei der FSG übernommen hat. "Der Kader hat sich im Vergleich zur letzten Saison kaum verändert und damals belegte das Team Platz neun", begründet er die nicht allzu hohen Erwartungen. Einen einstelligen Platz zu erreichen, so lautete das Ziel vor Beginn der laufenden Spielzeit.

Dass es nach sechs Spieltagen dann sogar zur Spitzenposition gereicht hat, war durchaus überraschend. Denn die Vorbereitung lief nicht nach Wunsch: "Beim Trainingslager war die Anwesenheit aufgrund von Verletzungen und Urlaub so gering, dass es eher ein Trainingslager der Zweiten war", erzählt Wagner, der ansonsten allerdings rundum zufrieden ist. "Die Mannschaft versucht, alles umzusetzen. Und ich probiere zu vermitteln, dass der Erfolg nur über eine gute Mannschaftsleistung kommen kann", nennt der Trainer einen Grund für den guten Start in die Saison.

"Teamgeist" ist wohl auch der Schlüssel zum Erfolg. So konnte die FSG sich beispielsweise bereits gegen den SV Staufenberg, der über "individuell starke Einzelspieler" verfügt, durchsetzen. Auch die Tatsache, dass Schlussmann Christian Kienholz den Ball erst einmal aus den eigenen Maschen holen musste, bezeichnet der Coach als "Verdienst der ganzen Mannschaft".

Ob die Serie der Fußball-Spielgemeinschaft anhält, und sich das Team somit auf Dauer an der Tabellenspitze halten wird, darüber wurde bis jetzt noch nicht spekuliert. "Aufstieg? Das ist gar kein Thema, das hat noch niemand angesprochen. Im Moment macht es einfach einen Riesenspa?, äußert sich Wagner bescheiden und glücklich über die derzeitige Situation. Schon jetzt muss der Trainer allerdings kreativ werden und in die Trickkiste greifen. Denn vor kurzem zog sich Innenverteidiger Dennis Schütz einen Kreuzbandriss zu. Seinen Platz füllt Wagner mit dem gelernten Angreifer Hendrik Bronder auf. Doch auch auf ihn muss das Team aufgrund seines Umzugs in Zukunft verzichten. "Es gibt also wiederum ein Loch zu stopfen", sagt der Coach und zeigt sich dennoch optimistisch. Denn der A-Ligist hat 18 Punkte aus sechs Spielen und dabei eine Menge Spaß. Besser könnte die Situation kaum sein.

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