Norbert Steinmüller sieht seinen TSV Beuern nicht unbedingt als Titelanwärter. (hf)
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Norbert Steinmüller sieht seinen TSV Beuern nicht unbedingt als Titelanwärter. (hf)

Bezirksklasse: Beuern ein "Überraschungsei"?

(se) Geht es nach der Mehrheit der Mannschaftsführer, dann ist in der Tischtennis-Bezirksklasse 1 die Frage nach den Favoriten klar beantwortet: TSV Beuern und TTG Eberstadt/Muschenheim. Beiden Teams werden die größten Chancen zugeschrieben, am Ende der Saison oben zu stehen.

Und wirft man einen Blick auf die Rating-Summen der einzelnen Mannschaften, die der Wiesecker Mannschaftsführer Dr. Bernhard Lani-Wayda erstellt hat, dann dürften die Favoritenstellungen zu Recht bestehen. Dabei liegen diese beiden Mannschaften in der Tat weit vorn. Allerdings bleibt abzuwarten, ob tatsächlich auch die entsprechenden Spieler zur Verfügung stehen – und ob sie dann auch die erhofften Erfolge einfahren. Hohe Q-TTR-Werte sind keine Selbstläufer und bringen zunächst einmal keine Punkte. So bezeichnet denn auch Norbert Steinmüller, Mannschaftsführer des TSV Beuern, sein Team als "Überraschungsei", denn "die Spieler Reischel, Stephan und Römer werden nur selten, wenn überhaupt ›auflaufen"". Die Beuerner sind also auf Spieler aus der zweiten Mannschaft angewiesen. "Wenn alles gut geht, sehe ich uns im gesicherten Mittelfeld." Während Steinmüller Eberstadt/Muschenheim und Wieseck auf den Favoritenschild hebt, ist der Wiesecker Kapitän weniger optimistisch, was sein Team anbelangt: "Uns ist klar, dass Jury Kaganov wohl die ganze Runde ausfallen wird. Für uns ist diesmal nur ein Mittelplatz drin."

Gute Rolle für Kleinlinden III

Mit zwei Spielern (Juri Böspflug, Andre Spangenberger), die in der vergangenen Saison noch in der Kreisklasse an die Platten gegangenen sind, geht der TV Lich in die neue Runde. Die SG Climbach und der TSG Reiskirchen haben in der vergangenen Saison Mittelfeldplätze erreicht, Ähnliches ist beiden auch in diesem Jahr zuzutrauen. "Der Klassenerhalt ist unser oberstes Ziel", berichtet Reiskirchens Mannschaftsführer Dennis Launspach. Eine gute Rolle zu spielen, wird dem TSV Klein-Linden III (Vierter in der vergangenen Saison) und dem Gießener SV III (Zehnter im letzten Jahr) zugetraut. "Wir wollen eine konstante Runde spielen", erklärt GSV-Mannschaftssprecher Arne Friede. Ohne ihre letztjährige Nummer eins, Kevin Vitols, geht die "Dritte" des NSC Watzenborn-Steinberg an den Start. Mannschaftsführer Markus Dietrich hofft, diesen Verlust durch den gezielten Einsatz der ehemaligen Bundesliga-Spielerin Anja Serafin und Christine Peschke (jeweils drei Einsätze pro Halbserie sind für die Damen erlaubt) ausgleichen zu können. Nach dem Verlust von Daniel Schmidt (zum TV Großen-Linden) hat der TSV Utphe sein Saisonziel ein wenig nach unten geschraubt.

Der Klassenerhalt wird angestrebt, nach Angaben von Mannschaftskapitän Stefan Büttel haben die Utpher Rang acht bis zehn im Visier.

Startschuss am Montag

Für die Aufsteiger geht es logischerweise in erster Linie darum, den Ligaverbleib zu sichern. "Wir wollen den Klassenerhalt so schnell wie möglich schaffen und die Favoriten etwas ärgern", umschreibt Grünbergs Kapitän Alexander Pielka die Ziele seines Teams. Etwas skeptischer ist da schon Dennis Kleinwort, Mannschaftsführer des SV Staufenberg: "Das Ziel heißt Klassenerhalt, wobei das schon schwer werden wird. Unsere Positionen 1 bis 4 sollten schon immer da sein. Mit Ersatzspielern Ausfälle auszugleichen, wird eher schwer werden. Dies wird unser größten Problem sein." Bei Grün-Weiß Gießen II ist man sich der Schwere der Aufgabe bewusst. "Der Klassenerhält wäre eine wunderbare Sache", stellt dann auch der Tischtennis-Verantwortliche des Vereins, Volker Sahl, fest.

Inwieweit sich die Hoffnungen und Erwartungen der Mannschaften erfüllen, wird sich ab Montagabend zeigen, wenn mit den Spielen Eberstadt/Muschenheim – Utphe und Staufenberg – Reiskirchen die Saison in der Tischtennis-Bezirksklasse 1 eröffnet wird.

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