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Nicolas Burgos liegt mit seinem Gießener SV in der Oberliga weiter auf Titel- und Aufstiegskurs. FOTO: FRIEDRICH

Tischtennis

Beste Laune beim GSV

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In der Tischtennis Oberliga stehen an beiden Enden der Tabelle die hiesigen Teams. Mit seinem Sieg schoss der Gießener SV Verfolger Kriftel aus dem Titelrennen.

(ria). Dagegen gab es für Schlusslicht TSV Allendorf/Lumda in eigener Halle auch gegen den Tabellendritten Bad Homburg nichts zu holen, wodurch die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter sinken.

TuS Kriftel - Gießener SV 5:9:Gegen den Verfolger Kriftel, der durch die Niederlage am Vortag im Verfolgerduell etwas angeknockt in die Partie ging, konnte sich der Tabellenführer aus Gießen einmal mehr auf seine Doppelstärke und sein vorderes Paarkreuz verlassen. Nicolas Burgos/Christian Güll schlossen mit ihrem 3:0 die Hinrunde mit weißer Weste ab, Dieter Buchenau/Samuel Preuß legten nach. Mit Viersatzsiegen bauten Burgos und Güll die Führung aus. Nach Buchenaus 0:3 wurde es spannend, es folgten drei Fünfsatzmatches. Cordero Domingo, der angeschlagen an die Platte gegangen war, unterlag, während Igor Maruk und Preuß mit ihren Erfolgen für den 6:3-Zwischenstand sorgten. Burgos und Güll sorgten mit weiteren Siegen und damit einem 4:0 im ersten Paarkreuz zum 8:3 für die Vorentscheidung. Die Gastgeber verkürzten zwar noch durch zwei Fünfsatzsiege gegen Maruk und Buchenau, Cordero setzte den Schlusspunkt zum achten Saisonsieg. Damit sicherte sich der GSV überraschend die Herbstmeisterschaft. "Wir können das alle noch nicht so richtig glauben, da wir letztes Jahr noch gegen den Abstieg gespielt haben", hatte Kapitän Samuel Preuß nicht mit so einem Saisonverlauf gerechnet: "Wir sind in den Doppeln stark, haben mit Nicolas Burgos einen absoluten Glücksgriff getan. Und Christian Güll hat sich enorm verbessert. Wenn vorne die Punkte geholt werden, muss der Rest nur noch beisteuern. Besser konnte es gar nicht laufen."

TSV Allendorf/Lda. - TTC Bad Homburg II 4:9:Die Gäste reisten ohne ihre beiden Topspieler an, die Lumdataler mussten Nico Grohmann ersetzen, für den Ulrich Bandt in den Kader rückte, der sein Doppel an der Seite von Arvid Volkmann verlor. Nach der Viersatzniederlage von Marco Grohmann/Braandon Fong verließen auch Michal Kuternozinski/Manfred Krupenkow als Verlierer die Platte, wodurch der Fehlstart komplett war. Beim 0:1-Satzrückstand von Marco Grohmann bahnte sich ein Debakel an, aber er drehte seine Partie, und Fong setzte sich überraschend in fünf Sätzen gegen die Nummer eins der Gäste durch. Die Sätze der nächsten drei Partien waren alle hart umkämpft, doch in den entscheidenden Phasen fehlte Kuternozinski (1:3), Krupenkow (0:3) und Volkmann (1:3) das nötige Quäntchen Glück, während Bandt bei seiner Dreisatzniederlage chancenlos war. Marco Grohmann unterlag trotz 2:0-Satzführung im Spitzeneinzel und verpasste es damit, für etwas mehr Spannung zu sorgen, zumal Fong (3:1) und Kuternozinski (3:0) ihre Einzelpartien gewannen, aber nur noch für Ergebniskosmetik sorgten. Das 0:3 von Krupenkow gegen einen Abwehrspezialisten bedeutete den Schlusspunkt unter eine weitgehend frustrierende Hinrunde des Aufsteigers. "Es war wie immer. Wir spielen eine Weile gut mit, aber es läuft nicht für uns und wir verlieren die Spiele verdient", zog Marco Grohmann ein nüchternes Fazit. Auch Betreuer Walter Grohmann hat sich mit dem drohenden Abstieg bereits abgefunden: "Wir haben den Zuschauern guten Tischtennissport geboten, es waren schöne Matches dabei. Für Brandon Fong freut mich, dass er sich mit Erfolgserlebnissen verabschiedet hat, für ihn kommt in der Rückrunde der Kubaner Livan Martinez", hofft er im neuen Jahr auf ein paar Punkte mehr.

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