Auf der Anlage im lettischen Sigulda startet der Bob-Tross an diesem Freitag in die Weltcup-Saison - auch mit zweifacher Gießener Beteiligung. FOTO: DPA
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Auf der Anlage im lettischen Sigulda startet der Bob-Tross an diesem Freitag in die Weltcup-Saison - auch mit zweifacher Gießener Beteiligung. FOTO: DPA

Bob

Besondere Vorzeichen für Ann-Christin Strack und Issam Ammour

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Ab in den Eiskanal heißt es für Ann-Christin Strack und Issam Ammour. Als Anschieber sind die beiden Gießener beim Start des Bob-Weltcups in Lettland dabei.

(sno). Die beiden Gießener Bob-Anschieber Ann-Christin Strack und Issam Ammour bereiten sich in diesen Tagen im lettischen Sigulda auf den Start des Weltcups am Wochenende vor.

Beide wurden für den höchsten Wettbewerb im internationalen Bob-Kalender nominiert - Strack schiebt für die erfahrene Pilotin Kim Kalicki (Wiesbaden) an, Ammour musste sich nach einer Verletzung seines Piloten Richard Oelsner umorientieren und rast nun mit Christoph Hafer den Eiskanal herunter.

Seit Samstag bereits ist die 26-jährige Strack in Lettland. "Wir sind in einem Hotel, das nur mit Sportlern besetzt ist, untergebracht. Überall herrscht Maskenpflicht, es gibt einige Auflagen." Trainiert wird bis zum Start am Freitag in zwei Bahneinheiten. Ansonsten stehen Athletikübungen und das Tüfteln am Bob auf dem Programm des deutschen Teams.

"Das ist ein bisschen wie Autowartung", meint Strack. "Abgesehen davon haben wir einiges an freier Zeit, die wir sicher auch mit Netflix verbringen werden", erzählt Strack, ohne sich ein Lachen verkneifen zu können.

Dass man überhaupt nach Lettland zum ersten Weltcup fliegen konnte, sei "keine Selbstverständlichkeit. Der komplette Alltag ist anders. Das Tragen des Bobs und das Aufwärmen mit Maske sind sehr gewöhnungsbedürftig", Amerikaner sind coronabedingt bei den ersten Weltcups nicht am Start. Nach zwei Rennen in Sigulda soll es in drei Wochen weiter nach Innsbruck gehen, sofern es der nunmehr harte Lockdown in Österreich erlaubt.

Dieses Programm steht auch Issam Ammour bevor. Der Allendorfer musste beim letzten Selektionsrennen am Königssee allerdings einen Rückschlag hinnehmen, nachdem sich sein Stammpilot Richard Oelsner beim Anschieben verletzte und der Zweierbob somit auf Rang fünf landete. "Wir waren mit einem Fuß schon im Weltcup", trauert der 27-Jährige dieser Szene nach.

"Es soll nicht gewesen sein, tragischer hätte es kaum kommen können." Bei den vorherigen Selektionsrennen hatte das Duo stets überzeugt - für Ammour reichte es deshalb trotzdem zur Weltcup-Teilnahme, nun mit Hafer als Pilot.

Strack ihrerseits, bereits seit 2017 Sportsoldatin, hatte beim letzten Selektionsrennen am Königssee, das gleichbedeutend mit der Deutschen Meisterschaft war, mit ihrer Pilotin Kim Kalicki Rang zwei belegt und sicherte sich damit zugleich den deutschen Vizemeistertitel - ein guter Vorbote für die am Freitag startende Weltcup-Saison unter etwas anderen Voraussetzungen.

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