Bereits die Vorausfahrzeuge stehen im Fokus

(sm) Es mögen wohl an die 1000 Zuschauer bei der 29. ADAC-Rallye 200 "Auf nach Melsungen" gewesen sein, die mit Spannung das Auftreten von Olaf Dobberkau/Alexandra König (Porsche 911 GT3) als "ungezeiteten" schnellen Vorauswagen über die Piste jagen sehen wollten.

(sm) Es mögen wohl an die 1000 Zuschauer bei der 29. ADAC-Rallye 200 "Auf nach Melsungen" gewesen sein, die mit Spannung das Auftreten von Olaf Dobberkau/Alexandra König (Porsche 911 GT3) als "ungezeiteten" schnellen Vorauswagen über die Piste jagen sehen wollten. Schon vorher hatten Michael Stoscheck/Dieter Hawranke im Porsche 911 SR (Baujahr 1972) als Vorauswagen bei der Historic-Rallye vor dem eigentlichen Feld die sieben Wertungsprüfungen (WP) absolviert. Seit vielen Jahren ist die Rallye "Auf nach Melsungen" fester Bestandteil im hessischen Rallyekalender. Trotzdem waren nur 60 Fahrzeuge bei der "200" und 22 Teams bei der "Historic" am Start.

Durch die attraktiven Vorauswagen wurde aber schon vor der eigentlichen Rallye spektakulärer Motorsport geboten. Von Anfang an kontrollierten Jörg Schuhej/Steffen Reith (Team DMV) mit ihrem Mitsubishi Lancer EVO 7 mit vier Bestzeiten hintereinander das Feld, nahm dann etwas das Tempo heraus und siegten dennoch ungefährdet vor Rudi Hachenberger/Kathi Wüstenhagen (Mitsubishi EVO 9). Kathi Wüstenhagen (Deutsche Meister 2009 mit Hermann Gassner jun.) sprang kurzfristig für die grippegeschwächte Tanja Neidhöfer ein. Ganz hoch gehandelt wurden Marco Koch/Stefan Assmann (AMC Hungen) mit ihrem überarbeiteten Opel Kadett C, der ein sequentielles Getriebe bekommen hatte, aber noch nicht ausgetestet werden konnte.

Bei dieser Schaltung kann ab dem zweiten Gang ohne Kupplung geschaltet werden. Trotz dieses kleinen Handicaps konnten Koch/Assmann lange Zeit den zweiten Platz halten, hatten jedoch wie schon in den letzten Jahren im Basaltsteinbruch von Rhünda keine Chance und erzielten nur die sechstbeste Zeit, zu wenig um Rang zwei zu verteidigen. Aber bei den schwierigen Bedingungen war der Sprung aufs Treppchen schon eindrucksvoll, und ein Klassensieg dazu. Norbert Moufang/Anke Rezac (MSC Horlofftal) - bereits fünfmal in Melsungen siegreich - hatten mit seinen Reifen "verwachst", lagen immer so um sieben Sekunden hinter der Spitze und beendete die Rallye auf Rang sieben (Platz vier in der Klasse H bis 2000 ccm). Viel Freude bereitete wieder die Pohlheimer Kombination Lars Garten/Meike Zettl (Honda Civic) in der Klasse H 13 -bis 1600 ccm) Immer unter den Top 20 hatten sie keinen Gegner (sechs Starter) zu fürchten und kamen auf Rang 13 ins parc ferme. Carsten Hamel/Carsten Lemmer (Schwalmtal/Alsfeld) mussten nach guten Beginn im Rundkurs von Malsfeld nach einem Besuch neben der Strecke abstellen. Um sechs Sekunden musste sich das junge Talent Benjamin Krusch mit Jens Schuchmann (Feldatal) auf BMW 318is dem Routinier Jochen Möller/Marina Winkler (Schlüchtern/Hungen) im Honda Integra R geschlagen geben.

Die schnelle Start-Ziel-WP Sichertshausen und der besagte Steinbruch behagte dem Trio überhaupt nicht. Mit Rang 16 waren sie aber noch gut dabei. Thilo Stork/Rene Schlitt (Schwalmtal) auf SEAT Ibiza eroberten Rang 26 und Platz sechs in der Klasse vor Benjamin Steidl/Nadine Müller (MSC Horlofftal) auf dem gleichen Fabrikat (Platz acht in der Klasse). Trotz schöner Drifts landeten Horst Schmidt/Michael Hannes (Hungen) mit ihrem BMW 318is nur auf Rang 42 (in ihrer Klasse Neunte bei elf Startern). Nico Leschhorn/Dennis Wiessmann (MSC Horlofftal) hatten ein Problem an ihrem Opel Kadett GSI und mussten ausscheiden. In der seriennahen Gruppe G war der Heuchelheimer Christian Sier mit "Co" Fanziska Wagner auf BMW 318is wieder eine Augenweide, baute aber hin und wieder einen Schlenker zu viel ein, doch Klassensieg und Rang 22 können sich sehen lassen. Ganz eng ging es in der Klasse H12 (bis 1300 ccm) zu. Dennis Treml/Andre’ Köhler (AMC Hungen) konnten ihren neu aufgebauten Opel Corsa A Super 1300 noch nicht so richtig in Szene setzen und mussten mit Platz fünf vorlieb nehmen. Früher auch in dieser Klasse dabei, diesmal aber mit einem Gruppe G Mitsubishi Lancer EVO 8 am Start waren Florian Schneider/Vera Mohr von der SFG Vogelsberg. Der Aufgalopp war zufriedenstellend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare