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Spektakulärer Abschluss: Gießens Powerforward Benjamin Lischka mit Dunking über Top-Blocker Daniel Theis (l., Bamberg), dahinter Gabriel Olaseni (jetzt ein 46er). (Foto: hf)

Benjamin Lischka: Gießener Power auf der Vier

(gae) Wenn er bei der Einlaufzeremonie angekündigt wird, steigt der Lärmpegel in der Gießener Osthalle, sodass man sein eigenes Wort nicht versteht: Benjamin Lischka ist ein Gießener Bub, der seine Rolle bei den 46ers gefunden hat.

26 J ahre jung, 2,04 m groß und knapp über 100 Kilogramm schwer. Benjamin Lischka hat alles, was ein Powerforward (Position vier) im Basketball mitbringen muss. Der gebürtige Gießener hat sich seinen Kindheitstraum erfüllt – als Bundesligaprofi in der Osthalle Basketball zu spielen. Im Team der 46ers ist "Benni" eine feste Größe – und mit seiner leidenschaftlichen Art hat er sich in die Herzen der Fans gespielt.

Sie sind fester Bestandteil der Mannschaft. Seit Wochen liefern Sie gute Leistungen ab. Was sind die Gründe dafür?

Benjamin Lischka: Ich glaube, dass ich einfach ein paar Wochen gebraucht habe, um in der Bundesliga anzukommen. Doch jetzt habe ich meinen Rhythmus und meine Rolle im Team gefunden. Es macht es mir natürlich einfacher, mit Leuten zusammenzuspielen, die mir vom letzten Jahr bekannt sind und die meine Stärken kennen. Ebenfalls weiß Denis (Trainer Wucherer, Anm. d. Red.), wie er mich kitzeln muss, um noch mehr aus mir herauszuholen. Das ist ihm dieses Jahr auch wieder sehr gut bei mir und bei einigen weiteren Spielern aus dieser Mannschaft gelungen.

Ihr Team trifft auf die Baskets aus Bonn. Das Hinspiel gewannen die 46ers, warum gelingt das heute Abend im Heimspiel um 20.30 Uhr erneut?

Lischka: Im Dezember waren die Bonner eine komplett andere Mannschaft als jetzt. Wir dürfen sie nicht unterschätzen und müssen unser schnelles Spiel aufziehen, um sie zu schlagen. Wir haben in der Pause viel an unserer Defense gearbeitet und sollten gut ausgeruht sein, um in dieser viel Druck auszuüben. Wenn bei diesen zwei Sachen vieles stimmt, sollten wir gute Chancen auf einen Sieg haben.

Der Klassenerhalt scheint für die 46ers bereits nach 21 Spieltagen perfekt zu sein. Zehn Siege, elf Niederlagen – hätten Sie das im Vorfeld der Saison für möglich gehalten?

Lischka: Ich hätte es schon für möglich gehalten, dass wir den Klassenerhalt schaffen – und diesen auch früh klarmachen! Dass es jetzt allerdings so früh passiert und wir noch theoretische Chancen auf die Playoffs haben, hätte wahrscheinlich keiner gedacht. Das zeigt, wie viel die 46ers auch in diesem Jahr wieder richtig gemacht haben.

Ist der Blick auf die Tabelle für Sie und die Mannschaft nun auf Rang acht gerichtet, auf den Platz, der für die Playoff-Teilnahme berechtigt?

Lischka: Wir schauen immer noch von Spiel zu Spiel und wollen einfach bereit sein, falls sich noch eine Chance ergibt, weiter nach oben zu kommen. Mit den wichtigen Spielen gegen Bonn und in Bayreuth kann man vielleicht in zwei Wochen sagen, wo die Reise der 46ers in diesem Jahr noch hingeht. Dass man von den Playoffs träumen darf, ist völlig in Ordnung, aber dazu müssen die Teams vor uns erst einmal Federn lassen. Hagen und Würzburg spielen – wie wir auch – eine hervorragende Saison, wir werden sehen, wo die Saison für uns endet.

Sie haben – wie in den letzten zwei Jahren – als Erster der Mannschaft Ihren Vertrag verlängert. Was waren die Gründe für diesen Schritt?

Lischka: Ich fühle mich einfach sehr wohl hier in Gießen, in meiner Heimat! Dazu passt es wie jedes Jahr, in dem ich hier gespielt habe, mit dem Team und dem Trainer. Wir arbeiten hart, haben aber gleichzeitig viel Spaß auf dem Feld oder abseits davon. Viele Leute im Team sind mehr als nur Teamkollegen, mit TJ (DiLeo) und Eric (Palm) bin ich auch neben dem Feld sehr gut befreundet. Mit Karsten Tadda kam ein Spieler dazu, der mit seiner Professionalität der Mannschaft unglaublich guttut und neben dem Feld dazu noch ein feiner Kerl ist. Außerdem ist es schön, seine Familie um sich herum zu haben.

Gibt es für Sie im Team Spieler, mit denen Sie ganz besonders harmonieren?

Lischka: Das würde ich nicht sagen – bzw. keinen hervorheben. Wir haben eine gute Chemie im Team und spielen gut zusammen. Wir probieren einfach, unsere individuellen Stärken ins Team einzubringen, um so Spiele zu gewinnen. Da muss sich jeder mit jedem verstehen und eine gewisse "Chemie" haben. Wir haben keinen im Team, der seine eigenen Brötchen backt – und das tut uns sehr gut.

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