Bender Baskets Grünberg zittern sich zum Sieg

(smg) Der erste Zweitliga-Auftritt der Bender Baskets Grünberg im Jahr 2010 bot von der Anfahrt zur TS Herzogenaurach bis zum Ende des Spiels so ziemlich alles, was eigentlich für eine ganze Basketball-Saison reicht. Am Ende zitterten sie sich jedoch zu einem hauchdünnen 61:60 (35:24)-Sieg.

Die Grünbergerinnen bekamen nicht nur die Auswirkungen von Tief "Daisy" zu spüren, sondern hatten zudem in der Nähe von Hanau auch noch eine Autopanne. Ein Ersatzfahrzeug musste beschafft werden, um die Fahrt ins bayerische Herzogenaurach fortsetzen zu können. Dort trafen die Gallusstädterinnen rechtzeitig ein, kämpften gegen die Gastgeberinnen sowie die auf beiden Seiten kleinlich pfeifenden Schiedsrichter. Doch am Ende zitterten sie sich zu einem hauchdünnen 61:60 (35:24)-Sieg.

"Ich bin glücklich, dass wir die zwei Punkte mitgenommen haben", sagte Grünbergs Trainer Sebastian Szymanski. Unter den nicht gerade glücklichen Umständen hätte sein Team auch den Kürzeren ziehen können. Denn auch das Training verlief in den vergangenen Wochen nicht optimal, was auch mit der personellen Situation zusammenhängt. Nach der von Anfang der Saison studienbedingt ausgefallenen Viktoria Ribel hat sich nun auch Jana Dickler wegen ihres Studiums für den Rest der Runde abgemeldet. Sarah Frankenberger bereitet sich auf das Abitur vor, und Elisa Ruhl laboriert an einer Handverletzung.

In Herzogenaurach startete Grünberg gut, legte mit zwei Dreiern von Finja Schaake gleich vor und spielte eine ordentliche erste Halbzeit, in der es sich besonders in der Defense gut präsentierte. Das erste Viertel ging mit 22:16 an die Bender Baskets, und auch im Folgedurchgang setzten die Gäste nach. In der Verteidigung stellten sie auf eine 2-3-Zone um, ohne dabei aus dem Rhythmus zu kommen. Allerdings hatten die mit nur acht Akteurinnen angetretenen Grünbergerinnen früh Foulprobleme. Die drei großen Spielerinnen Elke Henning, Alexandra Keil und Karolin Holtz waren bereits in der ersten Hälfte jeweils mit drei Fouls belastet, was sich zum Ende hin negativ bemerkbar machten sollte.

Ihren Pausenvorsprung bauten die Gallusstädterinnen bis zur 23. Minute zum 42:29 leicht aus. Dann folgte ein Einbruch, den Herzogenaurach nutzte, um auf vier Punkte aufzuholen. Nach einer Auszeit fingen sich die Gäste wieder und gingen mit 13 Zählern Vorsprung in den letzten Durchgang. Und der wurde holprig. Mit der Zweidrittelfeld-Presse der TS kamen sie nicht zurecht und verzeichneten insgesamt 28 Ballverluste. 57:54 stand es in der Schlussphase für die Gallusstädterinnen, in der erst Henning (39.

) und kurz darauf auch Keil mit überzogenen Foulkonten auf die Bank mussten. Zweimal traf Grünberg noch. Herzogenaurach blieb mit sechs verwandelten Freiwürfen dran und gab bis zur Schlusssirene nicht auf. Die Gäste retteten aber den knappen Sieg. "Am Ende ist es noch mal zittrig gewesen. Das war unnötig, weil wir die ganze Zeit geführt haben", gab Szymanski zu verstehen, dass sein Team einige hundertprozentige Chancen ausgelassen hatte. Das erste Heimspiel des Jahres haben die Bender Baskets am Sonntag, wenn sie in einer vorgezogenen Partie auf Germering treffen.

TS Herzogenaurach: Bogner (3/1 Dreier), Fischer (3), Klisanic (2), Lohneiß (7/1), A. Pfister (12), M. Pfister (12/1), Wägner (21/1), Hartz, Hasler, Heinz.

Bender Baskets Grünberg: Gaudermann (15/2), Happel (3), Henning (9/1), Holtz (14), Keil (5), Schaake (12/2), Steuber (3), Poth.

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