Bender Baskets Grünberg auf Playoff-Kurs

(smg) An die gute Leistung, die sie im Aufeinandertreffen mit Hagen geboten hatten, wollten die Bender Baskets Grünberg gegen den Tabellenvorletzten der zweiten Basketball-Bundesliga, die TG Neuss, anknüpfen. Zunächst sah es aus, als ob sie die Gäste überrennen könnten.

Zur Pause führten die Gallusstädterinnen vor 250 in der Halle frierenden, aber für eine gute Atmosphäre sorgenden Zuschauern mit 45:22. Grünbergs anschließende Schwächeperiode ließ die Gäste aus Neuss bis auf zehn Zähler aufkommen, bevor doch für klare Verhältnisse gesorgt und der wichtige 80:59-Heimsieg sichergestellt wurde.

Zurzeit liegen die Bender Baskets in ihrer Liga auf Playoff-Kurs. Zwölf ihrer 20 Spiele haben sie absolviert und belegen mit 16 Punkten den vierten Platz. Ihre beiden Tabellennachbarn Opladen (3.) und Quakenbrück (5.) haben jeweils eine Partie weniger ausgetragen und verbuchen aktuell 18 bzw. 14 Punkte.

Die beiden Teams tasteten sich bis zur Mitte des ersten Viertels ab. Dennoch begann Grünberg sehr konzentriert und gut. Dem standen die Neusserinnen erst einmal nicht nach, sodass beim 11:9 (5.) noch nicht viel passiert war. Den Gastgeberinnen gelang dann fast alles. Sie kamen in etliche Fastbreak-Situationen mit erfolgreichen Abschlüssen. Im Setplay liefen sie ihre Systeme durch und punkteten zudem von den Außenpositionen. Das erste Viertel ging mit 24:15 an sie. Im zweiten Durchgang machten die Bender Baskets genauso weiter. Trainerin Birte Schaake stellte in der Verteidigung auf Zone um, was der TG gar nicht schmeckte.

Grünberg verzeichnete Ballgewinne, kam zu weiteren Schnellangriffen und spielte bis zur Pause super, was das mit 21:7 gewonnene zweite Quarter unterstreicht. "Wir wollten nicht wieder in ein Loch fallen und diesmal den Sack rechtzeitig zumachen", hatte Schaake ihrem Team beim Seitenwechsel mit auf den Weg gegeben. "Das ominöse dritte Viertel hat mal wieder zugeschlagen", musste sie aber erneut eine Schwächeperiode miterleben. In der Defense ließ der Coach abwechselnd Manndeckung und Zonenverteidigung spielen. Die Zone griff immer schlechter, weil die Baskets zu langsam auf den Beinen waren und zu viel standen. Oft verstrickten sie sich im Angriff in Einzelaktionen. Es war zum Abgewöhnen", haderte Schaake mit dieser Phase, in der die Gäste bis zur 30. Minute zum 46:58 aufholten. Viel mehr ließ Grünberg nicht mehr anbrennen. Es kam nicht das Gefühl auf, in Gefahr zu geraten, sondern einfach nur mehr Gas geben zu müssen, um wieder in die Spur zu finden. Dominierte Finja Schaake in der ersten Halbzeit, tat dies jetzt Julia Gaudermann. Ihr Korb plus Bonusfreiwurf zum 62:48 (32.

) war der Anfang ihrer guten Serie sowie der Beginn des Zurechtrückens der Kräfteverhältnisse. Mit 22:13 setzte sich Grünberg in den letzten zehn Minuten durch, um zum Schluss das deutliche 80:59-Endresultat zu feiern. Die Neusserin Shacondra James entpuppte sich trotz ihrer 16 Punkte gegen die Bender Baskets nicht als die überragende Verstärkung, die ihre bisherigen Statistiken für die TG hatten vermuten lassen.

Bender Baskets Grünberg: Degbeon (5), Gaudermann (18/1 Dreier), Christen (6/1), Schaake (23/3), Happel (4), Dzirma (10), Greunke (4), Carthäuser (10).

TG Neuss: Jäger (12), James (16), Wischnitzki (10), Skrobek (4), Hinker (6), Höffgen (11), Müsch, Krings.

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