Bender Baskets auswärts gefordert

  • VonSebastian Kilsbach
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(sks). Im Vergleich zur Doppelauswärtsfahrt vor zwei Wochen spricht Coach René Spandauw scherzhaft von einer Schulfahrt nach Gießen, die seine Grünbergerinnen am Sonntag erwartet. Dann nämlich geht es für den Basketball-Zweitligisten Bender Baskets Grünberg nach Bochum. Sprungball in der Rundsporthallte ist am Sonntag um 16 Uhr.

Liga ausgeglichen

Vom Tabellenstand will sich der Basketballlehrer nicht blenden lassen. Zwar stehen die VfL AstroLadies noch ohne Sieg da: »Das sagt aber nicht viel aus. Sie hatten auch schon sehr starke Gegner. Diese Liga ist mit Ausnahme von ein oder zwei Mannschaften einfach sehr ausgeglichen. Ich denke, dass in einem Spiel sogar der Letzte gegen den Zweiten gewinnen kann.«

Entscheidend sei die Tagesform. Doch Aufsteiger Bochum ist ein besonders ambivalenter Fall. Einerseits ist der Kader von Headcoach Michael Minnerop äußerst erfahren und eingespielt. Gleichzeitig müssen sich die VfL-Damen in der zweiten Basketball-Bundesliga erst zurechtfinden, werden aber alles daran setzen, um die ersten Punkte einzufahren. Viele Akteurinnen des Ruhrpott-Teams verfügen überdies bereits über Spielpraxis in der zweithöchsten Klasse. Centerin Lucie Friedrich bringt mit ihren 39 Jahren viel Erfahrung ein und verleiht der Mannschaft mit 1,87 Metern Größenvorteile. Mona Ehlert, Leonie Bleker, Kimberly Pohlmann und Lisa Kullik kennen sich ebenfalls unter den Brettern der 2. DBBL-Nord aus.

Fragezeichen hinter Römer und Horvath

Das unterschiedet sie vom jungen Grünberger Team, das nach zwei Siegen zum Saisonauftakt zuletzt drei Niederlagen einstecken musste. Eine Erkältung von Trainer Spandauw unter der Woche führte zu einem zeitweise pausierten Trainingsbetrieb. Auch Klara Römer laboriert an einem Infekt, hinter ihrem Einsatz steht ein Fragezeichen. Selbiges gilt für Nina Horvath, die sich mit einer Fußverletzung umtreibt.

»Es ist insgesamt etwas holprig«, sagt Spandauw, fügt aber mit einem Ausflug ins Eng- lische philosophisch an: »Dealing with adversity makes you better.« Zu Deutsch: Der Umgang mit Widrigkeiten macht dich besser. Auf dieser Grundlage soll der dritte Saisonsieg mit nach Mittelhessen genommen werden.

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