RSV belohnt sich nicht

  • vonAndreas Joneck
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(aj). Ausgefallen ist die vorweihnachtlichen Bescherung für den RSV Lahn-Dill am Samstag im thüringischen Elxleben. Mit einer 72:79-Niederlage (34:30) aus dem Spitzenspiel der Rollstuhlbasketball-Bundesliga bei den RSB Thuringia Bulls mussten die Mittelhessen enttäuscht die Heimreise antreten, nachdem die Begegnung bis in die Schlussminuten ein Duell auf Augenhöhe gewesen war.

Nach einem 7:2-Blitzstart (3.) des Gastgebers schien in der Folge der RSV zunächst auf dem besseren Weg zu sein. Während die eigene Defensive sich nun auf die Thüringer eingestellt und Steve Serio mit seinem Dreier zum 5:7-Anschluss (3.) eine Aufholjagd initiiert hatte, war es Thomas Böhme, der mit einem weiteren Treffer jenseits der 6,75-m-Marke die 14:11-Führung (7.) für die Gäste markierte. "Wir waren gut im Spiel, hatten natürlich wie üblich in einem solchen Spitzenspiel ›Up and Downs‹ und waren sehr nah dran", sagte Co-Trainer Günther Mayer, der mit seinem Assistenten Björn Lohmann Cheftrainerin Janet Zeltinger vertrat. Sein Team sollte in den kommenden Minuten die Kontrolle über das Gipfeltreffen inne haben. Vor allem lief nun US-Center Brian Bell heiß, der aus der Mitteldistanz hochprozentig traf. Über 22:17 zum Viertelende und 26:19 (13.) lag der RSV auch wenige Sekunden vor der Halbzeitsirene noch mit 34:27 in Front. Doch schon hier verpasste der Gast, seine bis dato spielerische Überlegenheit in zählbaren Erfolg umzuwandeln. So endete die erste Halbzeit wie sie begonnen hatte, mit einem Dreier zum 30:34-Anschluss für den Titelverteidiger, diesmal von Neuzugang Ian Pierson.

Umso bitterer für die Lahn-Diller, dass auch die zweite Halbzeit so begann - mit Dreier Nummer zwei von Pierson. Die Thuringia Bulls hatten spätestens beim 38:36 (23.) aus ihrer Sicht den psychologischen Vorteil wieder auf Ihrer Seite. Was sich nun entwickelte, war eine Partie auf des Messers Schneide mit einem Wellenbad an Emotionen auf beiden Seiten. Nach dem 65:65 (36.) fiel die Entscheidung in den letzten Minuten, in der für die Bulls erst André Bienek, dann der Iraner Vahid Gholomazad sowie erneut Aliaksandr Halouski mit dem 73:69 (39.) die Grundlage für den späteren Erfolg legten. Bei verbleibenden rund 90 Sekunden Restspielzeit war der RSV Lahn-Dill nun gezwungen, in der eigenen Offensive ein deutlich höheres Risiko zu fahren. Doch diese Rechnung ging nicht auf. "Natürlich sind wir enttäuscht, aber ab morgen werden wir bereits daran arbeiten, dass beim nächsten Aufeinandertreffen wir die Nase vorne haben werden", sagte Mayer.

Thüringen: Halouski (27/1 Dreier), Bienek (17), Gholomazad (13), Pierson (13/3), Jens Albrecht (7), Helen Freeman (2), Karlis Podnieks, Jitske Visser. - Lahn-Dill: Thomas Böhme (23/3), Brian Bell (22), Steve Serio (13/1), Ian Sagar (10), Simon Brown (2), Dominik Mosler (2), Annabel Breuer, Christopher Huber.

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