Für Chefcoach Daniyel Cimen, Co-Trainer Marco Vollhardt (r.) und den FC Gießen beginnt der Vier-Spiele-Marathon vor Weihnachten heute mit dem Gastspiel beim TSV Schott Mainz. FOTO: FRIEDRICH
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Für Chefcoach Daniyel Cimen, Co-Trainer Marco Vollhardt (r.) und den FC Gießen beginnt der Vier-Spiele-Marathon vor Weihnachten heute mit dem Gastspiel beim TSV Schott Mainz. FOTO: FRIEDRICH

FC Gießen

Beklemmung trotz Vorfreude beim FC Gießen

  • Michael Schüssler
    vonMichael Schüssler
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Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der Fußball-Regionalliga Südwest. Und da geht es für den FC Gießen am Samstag zum TSV Schott Mainz. Doch ein ungutes Gefühl bleibt.

Nach rund sechswöchiger Zwangspause nimmt die Fußball-Regionalliga Südwest noch einmal den Spielbetrieb auf. Während Klubs wie beispielsweise Kickers Offenbach ohnehin schon seit geraumer Zeit auf die Wiederaufnahme gedrängt haben, haben andere Vereine wie der FC Gießen versucht, die Wiederaufnahme zu verhindern - aber ohne Erfolg.

Vor allem für Vereine wie den FC Gießen, den TSV Eintracht Stadtallendorf oder FC-Astoria Walldorf ist es angesichts der stark steigenden Corona-Infektionen ein Ritt auf der Rasierklinge, denn vom Profitum ist man weit weg, ein Großteil der Akteure geht einem Beruf nach.

Das trifft auch auf den TSV Schott Mainz zu, der heute (14 Uhr) den FC Gießen empfängt. Aus sportlicher Sicht ist klar, beide benötigen einen Sieg, stecken sie doch jeweils im "Tabellenkeller". Die Mainzer weisen aktuell zwölf Punkte auf, die Mittelhessen acht, die aber bereits ein Spiel mehr absolviert haben.

Den Gießenern fehlen mit Jann Bangert (Muskelfaserriss), Jure Colak (Oberschenkelbeschwerden), Sascha Heil (Bänderverletzung) drei Akteure. Erst kurzfristig weisen wird sich, ob Milad Salem (Oberschenkelprobleme) mitwirken kann. "Wir haben in den letzten Wochen gut trainiert, und aus sportlicher Sicht sind die Jungs natürlich heiß", sagt Gießens Trainer Daniyel Cimen. Dennoch spricht der Coach angesichts der Wiederaufnahme von "einem falschen Signal an die Gesellschaft" - mit Blick auf steigenden Zahlen.

Vor dem TSV Schott Mainz hat Cimen großen Respekt: "Sie sind bis jetzt zu Hause verlustpunktfrei, haben alle ihre Punkte hier geholt. Außerdem verfügen sie über ein sehr, sehr gutes Umschaltspiel. Und sie machen im Schnitt zu Hause drei Tore." So dürfte auf die Defensive der Mittelhessen einiges an Arbeit warten, andererseits muss man ebenso versuchen, die Abwehr der Rheinhessen zu beschäftigen. Natürlich wollen die Gießener angesichts der prekären Tabellensituation Zählbares mit auf die Heimreise nehmen.

Und das auch im Hinblick auf die noch ausstehenden Gegner in diesem Jahr. Denn mit dem TSV Eintracht Sadtallendorf und dem FSV Mainz 05 II warten vor Weihnachten noch zwei Gegner von Tabellenrang 14 abwärts auf den aktuell Rangvorletzten. Die Ausnahme bildet die Begegnung am kommenden Dienstag (15 Uhr) beim SC Freiburg II, denn beim Ligaprimus wird man alles andere als favorisiert sein.

Der TSV Schott Mainz hat im Vorfeld des Spiels erklärt, dass die Partie am Samstag gegen den FC Gießen per Livestream verfolgt werden kann. Auf der Homepage des Vereins wird am Samstag der Hinweis mit dem entsprechenden Link zu finden sein.

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