EC beim Vorletzten

  • Michael Nickolaus
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(mn). Kaufbeuren. Ausgerechnet Kaufbeuren. Dort, im Allgäu, haben die Roten Teufel zuletzt gleich 13 Spiele in Serie verloren. Dort, beim Tabellenvorletzten der Deutschen Eishockey-Liga 2, will sich der EC Bad Nauheim heute (19.30 Uhr) für den enttäuschenden Heimauftritt gegen Bietigheim (2:6) rehabilitieren.

Die Kritik an den Roten Teufeln wird lauter. Der erste Auswärts-Dreier der Saison (4:2 am Freitag in Ravensburg) kann das Stimmungsbild im Umfeld nicht aufhellen. Die Leistung gegen das Mini-Aufgebot aus Bietigheim war über weite Strecken DEL 2-unwürdig. Als »inakzeptabel«, bezeichnete Matthias Baldys, der Sportliche Leiter, die Darbietung in den ersten 20 Minuten. In der Pressekonferenz hatte sich Hannu Järvenpää geradezu entwaffnet ehrlich geäußert. »49 Prozent muss ich auf meine Kappe nehmen. Ich habe mein Bestes versucht, der Mannschaft die Umstände klar zu machen und darauf hinzuweisen, was uns erwartet. Offenbar ist meine Botschaft nicht angekommen«, sagte der Trainer. »Die anderen 51 Prozent müssen die Führungsspieler auf sich nehmen. Das sind schließlich gestandene Männer mit klarem Verstand.«

Die gute Nachricht am Montagmorgen: Simon Gnyp und Julian Chrobot, die am Samstag zu den Roten Teufel zurückgekehrt sind, werden auch bei Spiel in Kaufbeuren zur Verfügung stehen. Darüberhinaus ist bezüglich der U 20-Nationalspieler mit Kooperationspartner Köln noch keine Vereinbarung getroffen worden. Fehlen wird erneut Mark Richardson, bislang noch ohne Eistraining nach der Quanrtäne. Ob Luis Üffing wieder zu Verfügung steht, war am Montag noch offen. »Wir als Rote Teufel werden kein Spiel gewinnen, wenn wir nicht über 60 Minuten mit 100 Prozent spielen. Da macht’s auch keinen Unterschied, ob wir gegen elf oder 18 Spieler antreten«, sagt Matthias Baldys.

Vier der letzten fünf Spiele hat der ESV Kaufbeuren verloren. Platz 13 erinnert an eigentlich schon vergessene Abstiegskampf-Zeiten, nachdem die Allgäuer zuletzt als Playoff-Halbfinal-Kandidat gehandelt worden waren.

Mit Torwart Stefan Vajs und dem herausragenden Topscorer Sami Blomqvist (nur fünf Spiele) fehlen Trainer Rob Pallin zwei elementare Persönlichkeiten. Hinter dessen Wunschspielern John Lammers (37 Punkte aus 21 Spielen) und Tyler Spurgeon (32 Punkte aus 24 Spielern) sind Leistungsträger wie Denis Pfaffengut, Joe Lewis oder auch Brando Gracel nicht in der Form, wie man das erhofft hatte. Auffallend: In den vergangenen vier Spielen hat die Mannschaft allein zehn Gegentore in Unterzahl bekommen.

Am Freitag hat sich nun Daniel Oppolzer verletzt. Dem Ex-Teufel und Sympathieträger droht angesichts des Verdachts auf Schlüsselbeinbruch das vorzeitige Saisonende.

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