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Alles geben bis zur Zielgerade: Läufer der Sandfeldschule Gießen (l.) und der Schule am Diebsturm in Grünberg im Duell. (Foto: ras)

Begeisterte Kinder bei 50-m-Staffel

Freudige Gesichter der 200 beteiligten Schüler waren der Lohn für den enormen Organisationsaufwand, den die Suche nach der schnellsten 16x50-m-Rund-Staffel der Grundschulen aus Stadt und Landkreis Gießen forderte.

Nach Vorbild des Einlagewettbewerbes beim ISTAF Leichtathletikmeeting in Berlin traten Dritt- und Viertklässler aus acht heimischen Grundschulen mit je acht Jungen und Mädchen im Stadion Gießen-West hochkonzentriert und gut vorbereitet an, um die zwei Runden bei 15 Staffelholz-Übergaben zu absolvieren. Den Finalsieg holte sich das Heimteam der Gesamtschule Gießen-West.

Ähnlich wie in der Wettkampfleichtathletik wurden die ersten 400 m von den Jungs in den Bahnen gelaufen. Die übersichtlichere zweite Runde sprinteten die Mädchen dann auf der Innenbahn. Nach den zwei Vorläufen kristallisierten sich die Gesamtschule Gießen-West (2:16:11 min) und die Burgschule Linden (2:18:51) als Schnellste des ersten Laufes heraus. Im zweiten Durchgang überzeugten die Wilhelm-Leuschner-Schule Heuchelheim (2:13:45) und die Ludwig-Uhland-Schule (2:20:11). Im Endlauf mit sechs Teams steigerte sich Gießen-West auf 2:10,71 min und bejubelte den Sieg vor der WLS Heuchelheim, die diesmal mit 2:15,33 elektronisch gemessen wurde. So fehlten auch den besten Gießener Grundschulen nur wenige Sekunden zu einer Zeit unter zwei Minuten, die in Berlin letztmals in 2011 unterboten werden konnte.

Die Stunde zwischen Vorläufen und Finale überbrückten Zweitklässler der WLS Heuchelheim mit einer Vorführung der neuen Form der Kinderleichtathletik. Die Stationen von koordinativem Laufen in Fahrradreifen, über Hürdenvarianten, bis hin zum Stabhochsprung kamen so gut an, dass sich spontan auch die Staffel-Kids mit großem Eifer beteiligten.

Vollauf zufrieden zeigten sich die Organisatoren Kurt Drolsbach und Volker Clarius. "Wir haben Schulen ausgewählt, die groß genug sind und denen Trainingsflächen zur Verfügung stehen", sagte Drolsbach. "Immer wichtiger wird, dass sich Schule, Leichtathletikverband und Vereine ergänzen. Meine Vorstellung ist, dass diese Art der Veranstaltung zur Tradition wird, denn diese Staffeln sind ein ganz toller Mannschaftswettbewerb und es ist begeisternd zu sehen, wie sich gegenseitig angefeuert wird".

Generell zeigten sich die Kinder erstaunlich gut vorbereitet. Aber es war wohl kein Zufall, dass der Zehnkämpfer und Weitspringer Adrian Becker in der Gesamtschule Gießen-West und in Heuchelheim die Siebenkämpferin und Hürdenspezialistin Nastasia Lich (WLS Heuchelheim) bei den Spitzenteams als Lehrer arbeiten.

Becker ließ durchblicken, dass schon die Vorbereitung großen Spaß bereitete: "Das Interesse war schon in der Schule groß. Beim Üben auf dem Schulhof wurden wir von vielen anderen Schülern intensiv beäugt, die gerne auch hier mitgemacht hätten". Andere Punkte sprach Nastasia Lich an: "Es sind erfreulich viele Eltern da. Trotzdem wäre es schön, wenn bei diesem Event noch mehr Eltern ihre Kinder anfeuern würden und sehen könnten, was hier für großartige Leistungen geboten werden". (ras)

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