TV 05/07 Hüttenberg vor der neuen Saison der Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A (hinten, v. l.): Trainer Michael Ferber, Rafael Lodder, Niklas Theiß, Colin Simon, Silas Pioch, Philipp Opitz, Noel Höpfner; vorn (v. l.): Tristan Kirschner, Nick Castillo, Finn Hermann, Finn Rüspeler, Joshua Hantl, Finn Stoppel. Es fehlen Philipp Schwarz, Max Wolf. FOTO: TVH
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TV 05/07 Hüttenberg vor der neuen Saison der Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A (hinten, v. l.): Trainer Michael Ferber, Rafael Lodder, Niklas Theiß, Colin Simon, Silas Pioch, Philipp Opitz, Noel Höpfner; vorn (v. l.): Tristan Kirschner, Nick Castillo, Finn Hermann, Finn Rüspeler, Joshua Hantl, Finn Stoppel. Es fehlen Philipp Schwarz, Max Wolf. FOTO: TVH

Bedeutsamer Talentschuppen

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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Die Vorfreude ist groß. Der TV 05/07 Hüttenberg ist wiederholt in der Handball-Bundesliga der U 19 am Start. Trainer Michael Ferber will Talente über diesen Wettkampf weiter nach vorne bringen.

Am Sonntag starten die A-Jugend-Handballer des TV 05/07 Hüttenberg in die Bundesliga-Saison 2020/21. Zum Auftakt ist um 16 Uhr in der Sporthalle Hüttenberg der VfL Gummersbach zu Gast. Nach einem halben Jahr coronabedingter Spielpause geht es endlich los, der Handball erobert sich seine Sporthallen zurück. Mit von der Partie im Oberhaus des Jugendhandballs ist auch wieder der TVH, der aufgrund seiner guten Platzierung in der abgebrochenen Pokalrunde der letzten Saison automatisch für die JBLH qualifiziert gewesen ist.

Die Vorfreude bei den Blau-Roten, in den Wettkampfmodus zurückzukehren und sich ein Stück weit Alltag zurückzuerobern, ist groß. Nichtsdestotrotz wartet auf den Bundesliganachwuchs eine spannende und anspruchsvolle Runde, auf die wir mit Trainer Michael Ferber vorausgeschaut haben. Vorrangiges Ziel der Hüttenberger ist und bleibt dabei, junge talentierte Spieler systematisch an den Aktivenbereich heranzuführen.

Die Vorbereitung:"Wir haben relativ zeitnah direkt nach dem "Lockdown" mit dem Trainingsbetrieb wieder starten können", führt Ferber aus, der seit dieser Saison als allein verantwortlicher Trainer an der Seitenlinie der U 19 tätig ist. Die Mannschaft wurde digital und individuell mit handballspezifischen und athletischen Aufgaben versorgt. Vor dem eigentlichen Mannschaftstraining waren mehrmals in der Woche Trainingseinheiten mit den Athletiktrainern des TVH möglich. "Die Sommerferien wurden anschließend genutzt, um überwiegend im individuellen Bereich zu arbeiten."

Es folgten Trainingsspiele gegen aktive Mannschaften wie die Oberligatruppe der HSG Kleenheim, der TSF Heuchelheim (Landesliga) und der 1. Mannschaft des TVH sowie Begegnungen gegen die A-Jugend des TV Gelnhausen und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen. "Die letzten beiden Trainingsblöcke wurden genutzt, um im kooperativen und im konzeptionellen Bereich zu arbeiten", so Michael Ferber.

Die Jugend-Bundesliga:In den letzten Spielzeiten musste sich der TVH zumeist bis kurz vor Rundenstart durch die Qualifikationsrunden kämpfen. Als Tabellenerster der abgebrochenen Pokalrunde stand die Qualifikation zur JBLH in diesem Jahr bereits seit Monaten fest. "Wir sind natürlich sehr darüber erleichtert gewesen, dass unsere Qualifikation bereits feststand. Die letztjährige Qualifikationsrunde zur A-Jugend-Bundesliga, in der wir uns quasi als letzte Mannschaft qualifizieren konnten, hat doch deutlich an unserem Nervenkostüm gezehrt", schaut Ferber zurück. Darüber hinaus musste die Vorbereitung an eben dieser Qualifikationsrunde ausgerichtet werden, was zur Folge hatte, dass man sich erst Mitte Juni mit der weiteren und eigentlichen Planung der neuen Runde auseinandersetzen konnte. "Da uns das in dieser Runde erspart blieb, konnten wir uns deutlich systematischer auf den möglichen Rundenbeginn vorbereiten und haben den fehlenden Wettkampf durch Trainingsspiele ausgleichen können."

Davon unabhängig sieht Ferber das Format Jugendbundesliga für den Leistungsbereich beim TVH als unabdingbar an. Nur durch die damit verbundenen Wettkämpfe auf höchstem Niveau, können die Hüttenberger Talente auf mögliche Einsätze in der 2. Handball-Bundesliga vorbereitet werden. "Gleichwohl können wir so auch Talenten innerhalb der Region eine ansprechende Plattform bieten. Mit der verbundenen Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga stellen wir auch weiterhin ein interessantes Angebot für eine qualitative Ausbildung in Mittelhessen", macht Ferber Werbung in eigener Sache.

Die Staffel West:Etliche Mannschaften sind regelmäßig in der JBLH vertreten. Aktueller deutscher Meister ist die MJSG Melsungen/Körle, der Ferber auch in diesem Jahr eine tragende Rolle zutraut. Zu den weiteren Favoriten in der Staffel zählt er den VfL Gummersbach und den TSV Bayer Dormagen, sagt aber auch: "Jedes Team hat es absolut verdient, sich mit den besten Mannschaften Deutschlands messen zu dürfen. Dabei haben die Ergebnisse der letzten Saison gezeigt, dass große Entwicklungssprünge bei Teams möglich sein können. Dadurch wird jedes Team gezwungen sein, in jedem Spiel möglichst sein Maximum abrufen zu müssen."

Der Kader:Vier Abgängen in den Aktivenbereich stehen acht Neuzugänge aus der B-Jugend gegenüber. "Darunter sind eine Vielzahl an Spielern, die bereits in einigen Partien der Jugendbundesliga eingesetzt worden sind", erklärt Ferber. "Zudem haben wir mit Raphael Lodders einen hoch motivierten und talentierten Rückraumspieler aus Oberursel für unsere Mannschaft begeistern können." Somit kann der TVH auf eine gut eingespielte Mannschaft zurückgreifen und musste nur geringfügige taktische Anpassungen vornehmen.

Tor: Finn Rüspeler, Finn Hermann. - Rückraum: Noel Höpfner, Rafael Lodders, Phillip Opitz, Max Wolf, Niklas Theiss, Nick Castillo. - Kreis: Joshua Hantl, Silas Pioch. - Außen: Tristan Kirschner, Colin Simon, Finn Stoppel, Philipp Schwarz, Jannis Pitz.

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