Becker imponiert bei Saisoneröffnung in Wetzlar

(ras) "Es war schon ein Risiko, den 1. Mai für die Wetzlarer Bahneröffnung auszuwählen", bekannte Rainer Finkernagel, Regions-Leichtathletik-Koordinator sowie "Chef" der LG Langgöns-Oberkleen. Allerdings nutzten viele Leichtathleten aus dem Großraum Frankfurt und dem Westerwald die Veranstaltung zu einer ersten Saisonüberprüfung, sodass sich über 150 Teilnehmer Maßstäbe für die Freiluftsaison setzten.

Einen achtbaren Saisoneinstieg in dem vom Umbau geprägten Stadion lieferte Adrian Becker vom LAZ Gießen ab.. Im Speerwurf blieb der Troher mit 58,04 m nur rund eineinhalb Meter unter seiner Vorjahresbestleistung. Aber auch mit seiner Siegesweite von 6,86 m im Weitsprung und Platz zwei bei 35,06 m mit dem Diskus konnte der Mehrkämpfer imponieren. Auf Platz zwei und drei im Weitsprung landeten hinter Becker mit Johannes Remy (6,01) und Maximilian Remy (5,87) zwei weitere LAZ-Athleten. Noch weiter als Becker ließ jedoch der für die LG Wetzlar startende Nico Althenn den Speer fliegen. Der A-Jugendliche und Neunte der deutschen Jugend-Bestenliste des Vorjahres aus Ebersgöns toppte bereits jetzt mit 65,06 m seine persönliche Bestleistung, was Erwartungen für den weiteren Saisonverlauf weckt.

Mit 18 Athleten war der Männersprint über 100 m gut besetzt. Als Siebter wurde Jan Brückmann von der LG Wettenberg in 11,56 s bester heimischer Starter. Es siegte Felix Göttl (TuS Kriftel) in 10,75 s. Bei den B-Jugendlichen lief Johannes Mandler (TSF Heuchelheim) die drittschnellste Zeit von 12,31 s. Wie auch in allen anderen Zeitläufen herrschte bei den 18 Mädels der Jugend B auf der Sprintgeraden gute Windbedingungen.

In ansprechenden 13,09 s belegte Ruth Hillebrand von den TSF Heuchelheim Rang vier hinter drei Sprinterinnen der LG Eintracht Frankfurt, zudem gelang der 17-Jährigen im Weitsprung mit 4,92 m ein passabler Saisoneinstieg. Hochgemeldet in die B-Jugend hatte Svenja Pohl im Speerwurf. Die Wißmarerin von der LG Wettenberg übertraf mit 30,36 m erstmals die 30-Meter-Marke. Bemerkenswert auch die Weite von 9,61 m ihrer Vereinskameradin Tabea Köhler, die nun in der B-Jugendklasse die Vierkilokugel aus dem Ring wuchtet. Köhler verbesserte über 100 m ihre Bestzeit auf 13,34 s und wurde damit mit Rang acht belohnt.

Bei den Schülern trumpfte Felix Repp über die Hürden in 12,04 s groß auf. "Felix hatte einen guten Start und ging die ersten Hürden mutig an", lobte LGLO-Trainer Finkernagel seinen vielseitigen Nachwuchsathleten aus der M14, der als Hochsprungspezialist "standesgemäße" 1,63 m ablieferte. Repp gewann über die 100 m Flachstrecke in 12,58 s und testete zudem sein Stehvermögen über die 300 m in der M15. In 42,70 s erkämpfte er hier Platz drei.

Flotte Läufe bot mit Jennifer Maedicke auch ein Mädel der LGLO. Maedicke gewann den Sprint der W14 in 13,57 s und setzte zudem über die Hürden in 13,43 s die Maßstäbe. Den Hochsprung schloss die Herderschülerin mit 1,44 m auf Rang zwei ab. Rang drei im Sprint der W14 eroberte Verena Ludwig (LAZ Gießen) in 13,98 s. Über die 100 m gelang Svenja Rühl von den TSF Heuchelheim eine Bestleistung von 13,40 s und damit die zweitschnellste Tageszeit der W15. Diese mit 15 Starterinnen besetzte Disziplin gewann Luisa Debus (TV Burgsolms) in 13,01 s. Debus siegte auch über 300 m (43,67 s), diesmal vor Carolin Schmeel vom TV Großen-Linden, die nach 44,59 s die Ziellinie überquerte. Über Rang drei im Hochsprung der W15 darf sich Leonie Weiß (TSF Heuchelheim) freuen, die in Wetzlar erstmals die Höhe von 1,41 m überwand.

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