BC Marburg will Favoriten ärgern

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(mri). Nur noch vier Mannschaften können die deutsche Meisterschaft im Damen-Basketball 2021 erringen. Der BC Marburg ist eine davon in der Playoff-Halbfinalserie, die am Sonntag für den BC um 16 Uhr bei den Rutronik Stars Keltern startet. Wer hätte das gedacht? Mitte Januar standen die Hessinnen coronagebeutelt noch auf dem letzten Platz.

Danach gewann das BC-Team zwölf seiner 16 Spiele. Nicht unwesentlich ist das dem Mitte Januar einsprungenen Trainer Christoph Wysocki zu verdanken. Zuletzt gewannen seine Schützlinge acht Partien in Folge. Die beiden letzten Niederlagen waren ziemlich knapp: eine nach Verlängerung (Mitte Februar, 59:64 in Göttingen) und die andere mit 67:68 in der allerletzten Sekunde.

Letzteres passierte ausgerechnet gegen den kommenden Gegner, die Rutronik Stars Keltern. Die müssen zwei Mal bezwungen werden. Die Mannschaft, die jüngst zum zweiten Mal in Folge souverän die Bundesliga-Hauptrunde gewann (auch wenn die vorige Saison wegen des pandemie-bedingten Abbruchs vor dem letzten Spieltag nicht gewertet wurde). Die Mannschaft, die vor drei Wochen zum zweiten Mal in Folge den deutschen Pokal holte.

Im anderen Halbfinale stehen sich der Titelverteidiger (von 2019) Herner TC und die Giro-Live-Panthers Osnabrück gegenüber. Die Halbfinal-Serie wird im Modus »Best of three« ausgespielt. Wer zweimal gewinnt, kommt ins Finale, wer zweimal verliert, spielt um Bronze.

Indes hat Aufbauspielerin Alex Wilke ihren Vertrag beim BC Marburg verlängert. Die 17-fache deutsche Nationalspielerin steht derzeit in ihrer fünften Saison bei den Hessinnen. In der Bundesliga-Hauptrunde sammelte Wilke in 21 Spielen 323 Punkte. Mit einem Schnitt von 15,4 Punkten pro Partie steht die 24-Jährige in der Liga-Statistik auf dem fünften Rang - als höchstplatzierte Deutsche. Bisher hat die gebürtige Berlinerin für das BC-Team 119 Bundesliga-Spiele bestritten - plus 50 in Pokal- und CEWL-Europapokal.

»Alex ist mein verlängerter Arm auf dem Feld, so wie das eine Spielmacherin sein soll. Wir verstehen uns fast blind, auf dem Feld und auch außerhalb. Das ist genau das, was ein Coach braucht. Dass sie sich für uns entschieden hat, ist eine ganz wichtige Entscheidung für uns. Sie ist ein wichtiger Faktor für das Team, und sie kennt die Strukturen. Ich freue mich riesig, dass sie bleibt«, so Coach Wysocki.

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