»Baume«, ein Kapitän der 90er

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(ms/kus). Ronald Baumbach ist tot. Im Alter von gerade mal 53 Jahren ist der ehemalige Spieler des VfB 1900 Gießen letzte Woche (wie berichtet) verstorben. Der gebürtige Thüringer, der mit Rot-Weiß Erfurt in der damaligen DDR-Oberliga spielte und auch dreimal im UEFA-Pokal bei Erfurt zum Einsatz kam, gehörte zur legendären Mannschaft Mitte der 90er Jahre im Gießener Waldstadion.

In Gedenken an ihren ehemaligen Mitspieler haben zahlreiche Weggefährten am Mittwoch coronakonform Abschied von Ronald Baumbach mit einer Kranzniederlegung, Blumenschmuck sowie Foto an den Gedenksteinen vor dem Gießener Waldstadion genommen. Die temporäre Gedenkstätte für »Baume«, so sein Spitzname, ist auch für all jene gedacht, die sich an ihn erinnern wollen.

1994 wechselte Baumbach von Rot-Weiss Frankfurt zum VfB 1900 und dem damaligen Trainer Horst Heese. »Das waren tolle Jahre, die wir am Anfang beim VfB hatten. Das hat auch von den Typen gepasst - ob ein Tim Bürger, ein Christian Balzer, ein Bernd Vollmer oder ein Thorsten Krick. Wir waren eine tolle Truppe«, hatte Baumbach noch 2019 in einem Interview dieser Zeitung gesagt. Und auch vom damaligen Trainer Horst Heese schwärmte er seinerzeit: »Das Training war wie nach Hause kommen. Als Heese Ende August 1997 sein Amt beim VfB 1900 niederlegte, übernahm Kapitän Baumbach gemeinsam mit Timo Becker interimsweise dessen Job. Später trainierte er unter anderem Eintracht Lollar, die FSG Wettenberg und die SG Fronhausen.

In Gießen fand Baumbach auch sein privates Glück: Er heiratete die Schwester seines Teamkollegen Björn Pistauer (die Ehe ging später in die Brüche) und gemeinsam haben sie einen Sohn. Ronald Baumbach hat seine letzte Reise angetreten und wird in seiner Heimat Thüringen seine Ruhestätte finden.

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