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Lichs Jermale Jones nutzte die spielfreie Zeit für einen Heimataufenthalt und ist nun "in jeder Hinsicht erfrischt". FOTO: VOGLER

Batterien aufgeladen

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(sks). Nach der kurzen Winterpause beginnt auch in der 2. Basketball-Regionalliga wieder der Spielbetrieb. Der Tabellenzweite aus Lich empfängt am Samstag um 19 Uhr die zweite Mannschaft von Trier in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle - und kann dabei auf einen namhaften Rückkehrer bauen.

Ugur Külhan hatte bereits in der Vergangenheit über Jahre das Trikot der Licher Basketballer getragen. Zuletzt war der Guard beruflich in Köln gebunden. Für die verbleibenden Begegnungen kehrt der Routinier nun an seine alte Wirkstätte zurück. "Er wird uns noch mal Tiefe von der Bank geben und eine Energie aufs Feld bringen, die die anderen mitzieht", freut sich Coach Viktor Klassen, der zu aktiven Zeiten noch zusammen mit Külhan auf dem Parkett gestanden hatte.

Auf die Wetterstädter wartet eine spannende Saisonphase. Das im Herbst mitunter verletzungsgebeutelte Team hat im Kampf um den Aufstieg noch immer alle Trümpfe in der Hand. Ein Punktverlust gegen die Gladiators Trier käme daher zur Unzeit: Im Fernduell mit Tabellenführer Bensheim darf sich der Klub nach Möglichkeit keinen weiteren Ausrutscher erlauben. "Trier ist eine sehr junge Mannschaft, die schnell spielt und viele Abschlüsse sucht", beschreibt Klassen sowohl Stärken als auch Schwächen des Gegners. In der Tabelle sind die Rheinland-Pfälzer nur auf dem zehnten Platz zu finden. Kommen sie jedoch erst einmal ins Rollen, können sie vielen Mannschaften dieser Klasse gefährlich werden.

Vor allem vor zwei gegnerischen Akteuren warnt der Licher Coach ausdrücklich: Vincent Hennen und Thomas Henkel alleine verbuchen knapp 40 Punkte pro Partie im Schnitt. Das entspricht rund der Hälfte aller Zähler, die das Team von der Mosel insgesamt im Mittel markiert. Auch Ole Schetter und Calvin Stüber wissen mit je zehn Zählern pro Einsatz, wo der Korb hängt. Dahinter ist zwar ein leichter Leistungsabfall festzuhalten. Dennoch gehen die Mittelhessen gewarnt ins Match. Das Hinrundenspiel war mit einem 72:63-Arbeitssieg zwar gewonnen geworden, zur Halbzeit lag man in der Arena in Trier aber noch im Hintertreffen.

Die Weihnachtspause haben die Licher ausgiebig genutzt, um Verletzungen und Erkrankungen des Personals auszukurieren. "Zumindest soweit es geht", schränkt Klassen ein und erklärt damit zugleich, weshalb der Verein mit Külhan frisches Blut in den Kader spritzt.

Allen voran Leader Jermale Jones nutzte die spielfreien Wochen, um die Batterien aufzuladen. Der Guard hatte die Gelegenheit, Weihnachten bei seiner Familie in den USA zu verbringen. "Nach Hause zu gehen, half mir, den Kopf freizukriegen. Jetzt, da ich zurück bin, fühle ich mich in jeder Hinsicht erfrischt", lässt Jones wissen. Mit 23 Punkten im Schnitt gehört der Amerikaner zu den offensivstärkten Akteuren der "Regio II".

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