BasketBären stehen sich selbst im Weg

(vr) Über 35 Minuten lang dominierten die Licher BasketBären ihre Heim-Partie in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B gegen die Frankfurter Bundesligareserve der Deutschen Bank Skyliners, verloren am Ende aber mit 86:91.

(vr) Über 35 Minuten lang dominierten die Licher BasketBären ihre Heim-Partie in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B gegen die Frankfurter Bundesligareserve der Deutschen Bank Skyliners und führten zwischenzeitlich sogar mit 13 Zählern. Rund 400 Zuschauer mussten dann allerdings zu Beginn des letzten Spielviertels in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle mitansehen, wie die Licher Bären binnen fünf Minuten den Sieg aus der Hand gaben - und letztendlich die Mainstädter mit 91:86 (16:19; 21:25; 22:23; 32:21) triumphierten.

Bereits das erste Viertel spiegelte den Verlauf der ersten 35 Minuten wieder: In einer relativ ausgeglichenen Partie hatten die Bierstädter immer wieder die Nase vorne. Über ein 4:4 in der zweiten Minute erzielte Lichs Viktor Klassen per Dreier beim 12:10 (7.) erstmalig die Führung. Während aufseiten der Gäste immer wieder Youngster Fabian Franke sein Team im Spiel hielt, überzeugten auf der anderen Seite Klassen und Rolf Scholz durch Penetration zum Korb. In Viertel zwei war es dann Ronell Wooten der die Licher nach erneutem Ausgleich (23:23; 13.

) mit einem Dreier in Front schoss und auch kurz vor der Halbzeit mit gleich zwei versenkten Würfen von der Drei-Punkte-Linie in Folge für die 44:37-Halbzeitführung verantwortlich war.

Das Festival von jenseits der 6,25-m-Marke setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort: Einmal mehr war es Klassen, der mit zwei Drei-Punkte-Würfen sein Team im Spiel hielt und das 52:47 in der 24. Minute markierte. Wooten, ebenfalls per Dreier, und Scholz mit Drang zum Korb stellten schließlich erstmalig einen Elf-Punkte-Abstand her (59:48, 27.). Einen Angriff später leuchtete für die Mittelhessen beim 61:48 die höchste Führung im Spiel von der Anzeigetafel auf, ehe die Skyliners innerhalb drei Minuten auf 59:65 verkürzten.

In dieser Phase agierten Scholz und Co. sowohl in der Offensive als auch in der Defensive sehr nachlässig: Das Resultat waren viele Turn- overs und einfache Fouls. Ein 16:0-Lauf der Truppe von Trainer Harald Stein war dafür verantwortlich, dass die Bären Mitte des vierten Viertels mit 69:78 ins Hintertreffen gerieten. Besonders Frankfurts Routinier Igor Starcevic blühte in dieser heißen Phase auf und brachte zusammen mit Willis Gardner die Mainstädter auf die Siegesstraße.

Zwar kämpften sich die Gastgeber in der 40. Minute auf 84:87 heran, doch der freiwurfsichere Starcevic besiegelte die Niederlage der Gastgeber.

"Es tut natürlich weh, wenn man das Spiel 35 Minuten lang kontrolliert hat und dann fünf Minuten Undiszipliniertheit reichen, um die gute Arbeit im Spiel, aber auch die der vergangenen Trainingswoche den Bach hinunterlaufen zu lassen. Es waren im Endeffekt nicht die Frankfurter, die die Partie gedreht haben, sondern wir standen uns selbst im Weg", sagte Wasshuber, der seinem Team dennoch die beste Saisonleistung attestierte.

Lich: Scholz (16), Klassen (14/4 Dreier), Perl, Schläfer (7), Körber, Wooten (32/5), Theilig, Meinel (6), Michalowicz (4), Christen (2), Keferstein (n.e.), Lazic (5).

Frankfurt II: Franke (19/1), Ware (n.e.), Lotola Otshumbe (9), Starcevic (17), Willemsen (9), Kern (8), Jerry Otshumbe (4), Beck, Imamovic (2), Gardner (23/2).

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