LinaBaretschneider_17072_4c
+
Lina Baretschneider (Jahrgang 2011) wird Hessenmeisterin über 100 m Brust.

Baretschneider zeigt Konkurrenz die Fersen

  • VonUwe Hermann
    schließen

(hn). Die letzten Hessischen Meisterschaften fanden im Frühjahr 2020 statt - dann kam Corona. Nach zwei Lockdowns und der Sportausübung unter schwierigen Pandemie-Bedingungen wurden am Wochenende in Gelnhausen wieder die Landesmeister im Schwimmen ermittelt. Im 50-m-Freibad kamen die hessischen Schwimmvereine zusammen, um die Meister der Jahrgänge 2011 und älter zu ermitteln.

26 Jungs und Mädels der Schwimmabteilung des TV Wetzlar gingen an den Start und freuten sich am Ende über 31 Medaillen, davon acht goldene.

Jüngste Landesmeisterin bei den diesjährigen Meisterschaften wurde die Gießenerin Lina Baretschneider, im Jahr 2011 geboren. Sie zeigte im Brustschwimmen der Konkurrenz die Fersen. Baretschneider siegte über 100 m Brust in guten 1:38,72 Minuten, über 50 m Brust belegte sie nach 46,91 Sekunden den vierten Platz. Doppelten Grund zur Freude hatte Helene Weber (Jg. 2004). »Helene hat sich diese Titel redlich verdient, fleißig im Training, fokussiert beim Wettkampf«, fasst Trainerin Hannah Ney die Leistung der 16-Jährigen zusammen. Schnellste Hessin in ihrem Jahrgang ist Weber nun über 100 m (1:03,32) und 1500 m Freistil (20:13,98). »Fünf Starts, fünf Medaillen, zweimal gewonnen - ich bin total happy«, freute sich die Lahnauerin. Jeweils Platz zwei erreichte sie über 50 m (29,47) und 200 m Freistil (2:19,44) sowie 400 m Lagen (5:48,278).

Mit Edelmetall im Gepäck traten noch sieben weitere Wetzlarer die Heimreise an. Die größte Überraschung gelang dabei Henri Weber (Jg. 2006/Lahnau), der bei seiner ersten Teilnahme an Landesmeisterschaften über 50 m Rücken (38,98) Bronze gewann. Ebenfalls erstmals bei »Hessischen« zur Siegerehrung aufgerufen wurden Clara Connert (Jg. 2007/Dutenhofen) und Isabelle Köhlinger (Jg. 2005/Lahnau). Connert gewann Bronze über 200 m Brust (2:57,86), Köhlinger wurde Dritte über 200 m Rücken (3:07,13). »Beide haben im Lockdown jede Trainingseinheit genutzt und sich nun dafür belohnt«, sagte Trainer Uwe Hermann.

Nicht zufrieden mit sich war Emma Nikles (Jg. 2006), die zweifache Vizemeisterin über 50 m (33,88) und 100 m Rücken (1:13,09). »Ich bin beim Start nicht gut weggekommen, das hat hinten dann gefehlt«, haderte die junge Hüttenbergin mit sich, verpasste sie die Landesmeistertitel doch jeweils nur um wenige Hundertstelsekunden. Die fehlten auch Marie Minninger aus Heuchelheim und Liana Köhlinger aus Lahnau (beide Jg. 2007) zum erhofften Edelmetall. »Dann gewinn ich eben bei den nächsten Titelkämpfen eine Medaille« zeigte sich Minninger direkt angriffslustig. Über 50 m Schmetterling schlug sie nach 31,63 Sekunden 5/100 hinter dem Bronzerang als Vierte an. Die gleiche Platzierung erzielte Köhlinger, der über 100 m Freistil in Bestzeit von 1:03,44 nur 15/100 Sekunden zu Bronze fehlten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare