Die Rackelos um Spielmacher Tim Köpple (l.) wollen am Samstag gegen Karlsruhe den fünften Sieg in Folge einfahren. 	HF
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Die Rackelos um Spielmacher Tim Köpple (l.) wollen am Samstag gegen Karlsruhe den fünften Sieg in Folge einfahren. HF

Ballverluste größte Baustelle

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Gegen Karlsruhe wollen die Gießen 46ers Rackelos am Samstag (17:30 Uhr) den fünften Saisonsieg in Folge in der Basketball-Pro B Süd einfahren. Coach Lutz Mandler arbeitet dafür an der Ballverlust- anfälligkeit seiner Jungs.

Es ist ein klassischer Abzug in der B-Note, denn ansonsten lässt das Spiel der Rackelos derzeit kaum Raum für Kritik. Dennoch mahnt Mandler Verbesserungspotenzial an: »Hätten wir gegen Hanau und München nur die Hälfte an Ballverlusten produziert, so hätten die Zuschauer im Stream einen entspannteren Nachmittag gehabt.«

Mandler nennt damit zwei interessante Facetten. Zunächst zur Turnover-Problematik: Die knappen Siege der letzten Wochen waren mitunter echte Krimis. 22-mal gab Gießen das Spielgerät gegen Hanau ab, 16-mal gegen Bayern II. Genau das machte die Partien in den Augen des Coaches unnötig spannend.

Jene Spannung trägt aber dazu bei, dass sich die Streaming-Angebote des Drittliga-Clubs überraschend großer Beliebtheit freuen. Haben sich die Zuschauerzahlen der Rackelos in den letzten Jahren bei zwei- bis dreihundert eingependelt, sind es auf YouTube gut doppelt so viele. Auf dem Kanal der Gießen 46ers stehen die Videos kostenlos zur Verfügung. Da trifft es sich gut, dass die Partie gegen Karlsruhe etwas vorverschoben wurde. Die neue Sprungballzeit um 17.30 Uhr führt dazu, dass die Fans nicht zwischen dem Rackelo-Stream und dem Abstiegsthriller der Gießen 46ers am Abend in Vechta wählen müssen.

Dank Gegner Karlsruhe dürfte das Zuschauerinteresse besonders hoch sein. Dort steht der mittlerweile 40 Jahre alte Rouven Roessler auf der Platte, der mit 16 Punkten pro Spiel immer noch ein Anführer seiner Farben ist. Als seine Wizards nach fünfwöchiger Pause zuletzt Tabellenführer Koblenz ärgerten, war der Basketball-Methusalem aber gar nicht dabei.

»Das spricht für sie. Sie haben sich zuletzt auf diesem hohen Niveau eingegroovt«, warnt Lutz Mandler vor der starken Starting Five des kommenden Gegners. »Sie haben fünf Spieler, die im Schnitt um die 30 Minuten bekommen. Von dieser Kernrotation leben sie«, sieht er den potentiell längeren Atem auf Gießener Seite verortet.

Wenn dann noch die Ballverluste minimiert werden, haben die Rackelos gute Aussichten auf den fünften Sieg in Serie. Karlsruhe steht mit vier Siegen aus acht Spielen derzeit auf dem siebten Rang, Gießen auf Platz vier.

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