Balic beendet Karriere

Die Zeit von Handball-Ikone Ivano Balic in Wetzlar ist gezählt. Nach zwei "unglaublich tollen Jahren" bei der HSG Wetzlar ist im Sommer Schluss. Das hat der Kroate nun entschieden. Ein großer Verlust für den Bundesligisten.

Der ehemalige Welthandballer Ivano Balic hört zum Saisonende in Wetzlar auf. "Man muss wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist, seine Karriere zu beenden", sagte der 35-jährige Kroate. Seine Entscheidung hat er den Verantwortlichen des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar vor einigen Tagen mitgeteilt. Folgt man den Aussagen bedeutet das auch, dass der Olympia- und Champions League-Sieger keine weitere Saison bei einem anderen Verein im Profihandball spielen wird.

"Es war eine schwierige Entscheidung, denn ich fühle mich in Wetzlar unheimlich wohl und habe Spaß daran ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Dass der Club meinen Vertrag noch einmal verlängern wollte, ehrt mich sehr", sagte Balic. Er habe sehr lange überlegt: "Was ich mache und was das Beste für mich, meine Familie und allen voran meinen Körper ist. Die vielen Jahre auf höchstem Niveau haben Spuren hinterlassen." Im Sommer sei nun der "passende Moment" gekommen, um abzutreten.

Für die Grün-Weißen bedeutet der Verlust ihres Spielmachers über den Sommer hinaus eine herbe Schwächung. Schon Rückraumakteur Kent Robin Tönnesen verlässt den Verein nach dieser Spielzeit (Füchse Berlin). Trotz seines fortgeschrittenen Alters war Balic Taktgeber dieser Mannschaft, unumstößlicher Leistungsträger.

"Natürlich bedauern wir sehr, dass sich Ivano entschieden hat, seine lange und erfolgreiche Karriere Anfang Juni zu beenden", sagte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. Mit Balic würde Wetzlar einen "herausragenden Spieler und Publikumsliebling verlieren". Seipp appellierte allerdings daran, nicht zu lange darüber zu trauern. Vielmehr betonte er, dass man stolz sein dürfe, "dass wir einen Ausnahmehandballer wie ihn überhaupt einmal im HSG-Trikot bejubeln konnten und dies bis Juni ja auch noch können". Trotz allem ist klar: Im Rückraum ergibt sich langsam aber sicher ein Vakuum. Seipp: "Für uns herrscht nunmehr Klarheit, dass wir gezwungen sind uns nach einem Ersatz für ihn umzuschauen."

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