Lea Bäuscher für EM im Berglaufen qualifiziert

(jth) Lea Bäuscher (TSV Krofdorf-Gleiberg), die bei den Bergläufen für das Salomon-Team an den Start geht, hat im Rahmen des internationalen Gamperney-Berglauf in Grabs (Schweiz) die Qualifikation für die Europameisterschaften im Berglauf geschafft. Mit über 600 Läufer/innen konnte der Veranstalter einen neuen Teilnehmerrekord feiern. Dabei waren auf der 8,8 Kilometer langen Strecke 1000 Höhenmeter zu überwinden.

(jth) Lea Bäuscher (TSV Krofdorf-Gleiberg), die bei den Bergläufen für das Salomon-Team an den Start geht, hat im Rahmen des internationalen Gamperney-Berglauf in Grabs (Schweiz) die Qualifikation für die Europameisterschaften im Berglauf geschafft. Mit über 600 Läufer/innen konnte der Veranstalter einen neuen Teilnehmerrekord feiern. Dabei waren auf der 8,8 Kilometer langen Strecke 1000 Höhenmeter zu überwinden.

"Die Strecke war heftig, die ersten sechs Kilometer waren gut zu laufen und auf einer Asphaltstraße waren 425 Höhenmeter zu bewältigen", berichtet die Studentin der Erziehungswissenschaften. "Anschließend waren dann allerdings die übrigen 675 Höhenmeter auf gerade einmal drei Kilometer verteilt. Zudem wechselte das Profil. So musste ein steiler Wiesenhang hinaufgekrackselt werden. Laufen war kaum möglich. Nach zwei bis drei Tippelschritten merkte ich immer wieder, dass es im Bergschritt schneller vorwärts ging."

Lea Bäuscher die eigentlich die Zeit am Schreibtisch verbringen müsste, denn in Kürze steht ihre Abschlussprüfung an, entschied sich trotz großer Konkurrenz das Abenteuer EM-Quali anzugehen. "Es lief von Anfang an richtig gut. Ich blieb an Sabrina Prager dran, und wir wechselten immer wieder die Positionen. Auf die restlichen drei, die mir außer Reichweite schienen, achtete ich gar nicht. Natascha Schmitt von der LG Eintracht Frankfurt fiel hinten ab. Sie hatte massive Luftprobleme. Außerdem hatte sie nach langer Verletzungspause gerade erst wieder mit dem Laufen begonnen. Klar, ich wusste das, aber da wir beide gut befreundet sind und schon zusammen im Höhentrainingslager waren, wusste ich, was sie kann und vor allem was sie alternativ trainiert. Sabrina fiel dann bei Kilometer vier immer weiter zurück."

Bei Kilometer sechs konnte Bäuscher dann sogar die erfahrene Veronika Ulrich (LG Regensburg) überholen. Nach 58:44 Minuten erreichte Lea Bäuscher dann als Sechste den Gipfel. "Oben angekommen, war ich fix und fertig, aber extrem glücklich. Ein Traum wird wahr. In diesem Jahr kann ich endlich für Deutschland starten, nachdem ich im letzten Jahr an den Regularien der NADA gescheitert war.

In diesem Jahr kann ich aber auch mit Stolz sagen, dass Konkurrenz am Start war, und ich nicht wie im letzten Jahr mit viel Glück in die Mannschaft gekommen bin. Jetzt müssen nur noch meine Abschlussprüfungen so gut laufen, wie alle meine Läufe in der letzten Zeit. Endlich scheint bei mir ein Knoten geplatzt. Lange bin ich nur die gleichen Zeiten gelaufen, es gab keine Verbesserung. Doch, warum immer, jetzt flutscht es, und auch wenn ich die Form halten kann, darf auch die Drei-Stunden-Marke im Marathon kein Problem mehr sein. Zukünftig werde ich das ein oder andere Wochenende in den Bergen verbringen, das ist einfach schöner als die Straße", berichtet die glückliche EM-Teilnehmerin.

Siegerin wurde übrigens Claudia Landolt aus der Schweiz in der Zeit von 54:03:90.

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