Bärenstarke Laura Holmelin beim Grünberger Sieg

(smg) Ganz knapp hat die TSG Gießen-Wieseck ihren ersten Oberliga-Saisonsieg verpasst und erst nach Verlängerung einen Überraschungscoup vergeben. Gegen die SKG Roßdorf stand es nach der regulären Spielzeit 60:60, nach der Overtime 66:69. Besser erging es den Basketballerinnen der dritten Grünberger Mannschaft. Sie gewannen beim SV Dreieichenhain nach Verlängerung 90:87 und kamen dem Klassenerhalt ein Stück näher.

(smg) Ganz knapp hat die TSG Gießen-Wieseck ihren ersten Oberliga-Saisonsieg verpasst und erst nach Verlängerung einen Überraschungscoup vergeben. Gegen die SKG Roßdorf stand es nach der regulären Spielzeit 60:60, nach der Overtime 66:69. Besser erging es den Basketballerinnen der dritten Grünberger Mannschaft. Sie gewannen beim SV Dreieichenhain nach Verlängerung 90:87 und kamen dem Klassenerhalt ein Stück näher.

TSG Gießen-Wieseck - SKG Roßdorf n. V. 66:69 (60:60, 33:26): Mit Sevda Daghan, Anja Hanke und Inken Scholl fehlten der TSG drei wichtige Spielerinnen. Zudem ging Nadine Hutterer mit einer Rippenprellung in die Partie. Wieseck steigerte sein Angriffsspiel gegenüber den letzten Wochen sehr und lief auch einige Fastbreaks. In der ersten Halbzeit griff die aggressive Defense, und Sara Simon meldete Roßdorfs Topscorerin Elnaz Esmaili bis dahin ab.

Anfänglich erlaubten sich die Gastgeberinnen überhastete Aktionen und lagen 2:9 (4.) zurück. Silvia Schneiders Dreier zum 9:9 brachte den Ausgleich. Die TSG legte zum 17:11 (9.) und 27:17 (14.) vor und hatte auch beim Pausen-33:26 noch ihren Vorsprung inne. Die Gästecenterinnen kamen nach dem Seitenwechsel immer besser ins Spiel, sodass Wieseck auf 2-1-2-Zone umstellte und das bis zum 45:37 (29.) wirkte. Roßdorfs Esmaili kam dadurch jedoch besser klar und verwandelte fünf Dreier. Sie zeichnete auch für das Aufholen vom 42:55 (33.) zum 52:55 (36.) verantwortlich. Das war die Wende zuungunsten Wiesecks. Nur einer von vier Freiwürfen fand bei der TSG in der Folge das Ziel und brachte wenigstens den 60:60-Ausgleich, aber ein vergebener leichter Korbleger verhinderte zwei Sekunden vor Schluss den Sieg. In der ebenfalls spannenden Verlängerung agierten die Gäste abgeklärter gegen die bereits als Absteiger feststehenden TSGerinnen. Für Trainer Bodo Renner war es trotzdem das "beste Saisonspiel". Ausschlaggebend für die Niederlage waren für ihn die sieben Roßdorfer Dreier sowie die eigene schlechte Freiwurfausbeute (fünf von 18).

TSG Gießen-Wieseck: Clement (4), Giest (2), Hutterer (8), Laus (2), Schaffhauser (8), Schneider (22/1 Dreier), Simon (12), Wenderoth (8), Asmussen, Vopel.

SV Dreieichenhain - TSV Grünberg III n. V. 87:90 (80:80, 35:37): Für beide Mannschaften ging es um viel, denn sie sind im Bemühen um den Ligaverbleib auf Siege angewiesen. Grünberg führte nach fünf Minuten gegen die nicht komplett angetretenen Gastgeberinnen 11:5 und lag auch am Ende des ersten Viertels noch knapp vorne (20:17). Überhaupt hatten die TSVerinnen eigentlich immer einen leichten Vorpsrung, konnten diesen aber nicht halten oder gar vorentscheidend ausbauen. Nach der Pause schien Dreieichenhain zu spüren, dass sie gegen die Gallusstädterinnen eine Chance hatten (39:37, 21.). Davonziehen konnte der SV allerdings auch nicht. Absolut offen war dann auch alles am Ende des dritten Abschnitts beim 60:59-Zwischenstand für den TSV. In der 33. Minute hätte das 67:61 durch Maria-Anna Dreher etwas Sicherheit geben sollen. Doch die Südhessinnen gaben nicht auf und verkürzten wieder (72:76, 38.). 25 Sekunden vor Schluss hatte Grünberg zwei Freiwürfe, aber der SV markierte im Gegenzug den Ausgleich. Sechs Sekunden blieben dem TSV, in denen er den Siegkorb nicht erzielen konnte.

In der Verlängerung legten zunächst wieder die Grünbergerinnen vor (84:80, 42.), ohne den SV abzuschütteln. Beim 88:87 gelang Carolin Christen drei Sekunden vor dem Ende das 90:87-Endresultat. Sie hatte 15 Minuten lang mit vier Fouls durchgehalten. Jenny Münnich war in der 39. Minute mit fünf Fouls ausgeschieden. "Eine bärenstarke Leistung" bescheinigte Coach Tobias Erben der 45 Minuten durchspielenden Laura Holmelin, lobte aber alle Spielerinnen, auch die von der Bank kommenden, die mit wichtigen Aktionen zum Sieg beitrugen.

TSV Grünberg III: Mehl (4), Christen (14/1 Dreier), Ritter (13/1), Holmelin (23/2), Rahn (12), Dreher (4), Münnich (14), Trüller (6).

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