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Das Colonel-Knight-Stadion erstrahlt am Mittwochabend in Regenbogenfarben.

Bad Nauheimer Regenbogen

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(mn/pm). Für Toleranz und Vielfalt! Der EC Bad Nauheim und die Stadt haben am Mittwochabend das Colonel-Knight-Stadion farbig in Szene gesetzt, sich dem Protest anzuschließen, den die UEFA aus-gelöst hatte. Der Veranstalter der Fußball-Europameisterschaft hatte einer Beleuchtung der EM-Arena in München in Regenbogenfarben nicht zugestimmt.

»Die Entscheidung der UEFA hat bei uns Kopfschütteln und Unverständnis ausgelöst. Das in Ungarn beschlossene, homophobe Gesetz, das die Aufklärung über Homosexualität unter anderem an Schulen verbietet, diskriminiert Homosexualität als eine Variante normalen sexuellen Verhaltens auf das Schärfste. Dies sichtbar zu verurteilen, ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.« Bad Nauheim sei eine bunte Stadt, heißt es weiter in der Pressemit teilu ng.

Um ein Zeichen zu setzen, hat es am Mittwochabend zum Spiel deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn eine leuchtende Aktion gegeben. Auf Initiative des EC Bad Nauheim hat die Stadt das Colonel-Knight-Stadion im Kurpark mit Einbruch der Dämmerung während des EM-Spiels in bunten Farben erstrahlen lassen. »Die Idee stieß bei mir sofort auf offene Ohren. Als weltoffene Stadt, in der kein Platz für Intoleranz und Hass ist, wollen wir uns gegen die UEFA-Entscheidung wenden«, bekräftigte Bürgermeister Kreß.

Andreas Ortwein, Geschäftsführer des EC Bad Nauheim, und Mart in Schröer, Sprecher des Aufsich tsrats, sind der Meinung, dass Homophobie und Ausgrenzung keinen Platz im Sport und in der Gesellschaft haben dürften: »Der EC Bad Nauheim steht mit seinem internationalen Kader seit jeher für Offenheit, Vielfalt und Respekt. Wenn das Münchener Stadion nicht Farbe bekennen darf, so müssen das andere Sporteinrichtungen tun. Das Colonel-Knight-Stadion erstrahlt bunt, denn Eishockey steht solidarisch mit dem Fußball!«

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