Auswärtssieg? Warum nicht?

(jms) Den langen Gesichtern ist neuer Mut und Hoffnung gefolgt. Waren die Verantwortlichen des TV 05 Mainzlar nach dem unbefriedigenden 34:34-Unentschieden gegen den TV Beyeröhde noch zutiefst betrübt und enttäuscht, wird der Blick nun wieder streng nach vorne gerichtet. Am Wochendende wartet mit dem TuS Weibern allerdings noch ein undankbare Auswärtsaufgabe auf die mittelhessischen Zweitliga-Handballerinnen, denn in der heimischen Robert-Wolff-Halle sind die "Tussies" eine Macht. Wenn am Samstag um 19.30 Uhr also das Spiel gegen den TV 05 Mainzlar angepfiffen wird, haben Nina Hess und Co. klar die Favoritenrolle inne.

(jms) Den langen Gesichtern ist neuer Mut und Hoffnung gefolgt. Waren die Verantwortlichen des TV 05 Mainzlar nach dem unbefriedigenden 34:34-Unentschieden gegen den TV Beyeröhde noch zutiefst betrübt und enttäuscht, wird der Blick nun wieder streng nach vorne gerichtet. Am Wochendende wartet mit dem TuS Weibern allerdings noch ein undankbare Auswärtsaufgabe auf die mittelhessischen Zweitliga-Handballerinnen, denn in der heimischen Robert-Wolff-Halle sind die "Tussies" eine Macht. Wenn am Samstag um 19.30 Uhr also das Spiel gegen den TV 05 Mainzlar angepfiffen wird, haben Nina Hess und Co. klar die Favoritenrolle inne.

Mainzlars Co-Trainer Eckhard Weber gibt sich im Vorfeld dennoch kämpferisch: "Wir fahren sicher nicht nach Weibern, um die Punkte kampflos wegzuwerfen. Ich hoffe in den beiden kommenden Auswärtsspielen, dass uns auch einmal ein Sieg bei einer Mannschaft gelingt, die in der Tabelle weiter oben platziert ist. Warum auch nicht?"

Neben der Heimstärke zeichnet das Team von Trainer Jan Reuland eine große Geschlossenheit und ein starker Siegeswille aus. Mit Simone Salz und Jessica Oster verfügt der Klub zudem über zwei Spielerpersönlichkeiten, die durchaus in der Lage sind, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Oster agiert mit brandgefährlichen Würfen aus der halblinken Position, Salz ist auf Rechtsaußen eine feste Größe.

Neben diesen etablierten Akteurinnen profitierte der TuS zu Saisonbeginn von Zwistigkeiten, die sich im Frühjahr des vergangenen Jahres in Mainzlar zugetragen haben. Mit Nina Hess hat die Reuland-Truppe eine ehrgeizige Spielmacherin hinzugewonnen. Beim 29:20-Sieg in Beyeröhde war Hess sechsmal erfolgreich - dabei stellte sie vor allem ihre Präzision vom Siebenmeterpunkt unter Beweis. Neben Hess sind auch Gina Duketis und Torfrau Nicole Dauth in die Eifel gewechselt. Für Weber birgt das Aufeinandertreffen mit den Ex-Spielerinnen keinen neuen Zündstoff: "Ich bin jetzt schon seit 20 Jahren in der ersten und zweiten Liga mit dabei. Das Spielerinnen wechseln - aus welchen Gründen auch immer - kommt immer vor. Die jetzige Mainzlarer Mannschaft hat mit der aus dem vergangenen Frühjahr recht wenig zu tun. Somit gibt es da keine Probleme."

Dennoch werden die Verantwortlichen überlegen, ob es richtig war, Torfrau Nicole Dauth ziehen zu lassen. Denn gerade zwischen den Pfosten könnte der TVM Verstärkung gebrauchen. Zu wechselhaft sind die Leistungen des Torwarttrios Lenka Krajcarova, Meike Tornow und Julia Völpel. Cheftrainer Dr. Jürgen Gerlach verliert allmählich die Geduld. In den letzten beiden Heimspielen haderte der Coach immer wieder mit seinen Schlussleuten. Lautstarke Kritik und Verbesserungsvorschläge im Minutentakt richtete Gerlach an seine Torfrauen. Dem Selbstbewusstsein waren diese Anweisungen jedenfalls nicht förderlich. "Unsere Torfrauen müssen sich steigern. Wir brauchen einen sicheren Rückhalt", forderte Gerlach nach dem Beyeröhde-Spiel. Mit Blick auf die anstehende Partie müssen aber auch andere Lücken geschlossen werden. In der Deckung vor allem. Gerade gegen Individualistinnen wie Anna Brandt oder Edina Rott agierte der Deckungsverband gedanklich zu langsam und taktisch zu unreif. Weber hofft auf Besserung: "Wir müssen in Weibern aus einer guten Deckung herausspielen. Unser Angriffsspiel muss konzentrierter werden. Wir dürfen nicht überhastet abschließen und müssen die Angriffe länger ausspielen."

Das gilt auch für das französische Topduo Adeline Bournez und Leila Hadi, die trotz ihrer zuletzt guten Leistungen gerade in der entscheidenden Phase gegen Beyeröhde einige unpräzise Fehlwürfe zu verzeichnen hatten. "Leila ist mittlerweile gut integriert. Sie ist eine sehr gute Spielerin, für die aber auch gilt, ruhiger zu spielen. Die schnellen Abschlüsse kennt sie noch aus Frankreich. Klar, auch sie kann sich noch steigern", meint Weber. Eine Steigerung aller Spielerinnen wird notwendig sein, um am Ende erfolgreich aus dem Kreis Ahrweiler zurückkehren zu können. Dabei gilt es vor allem die gute Rückraumstrategin Anna-Maria Jaszczuk auszuschalten. Für Dr. Gerlach stehen die Chancen in Rheinland-Pfalz jedenfalls nicht ganz so schlecht: "Weibern liegt uns mehr. Ich denke schon, dass wir eine Chance dort haben."

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